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Lobsterdock (Wien)
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"Italiener, wo man hinschaut!", sagt Werner Aschenberger und weiß, wovon er redet. Er war selbst einer. Mit Star-Oberkellner Nikolaos Medigovic hat er das "La Grappa" in der Argentinierstraße zu einem der besten Italiener Wiens hochgekocht, bevor er sich ins kühle Kanada absetzte. Dort beschäftigte er sich nicht nur mit Großküchen-Design, sondern auch mit Maine-Lobsters und Atlantik-Austern, um zum Schluss zu kommen: "Das Mittelmeer ist mittelmäßig, große Qualität findet sich hingegen an der kanadischen und US-Atlantikküste." Gemeinsam mit Architektenpartner Manuel Eckelbacher startete Aschenberger daher zu Jahresbeginn ein kühnes Projekt, in dem er den Wienern beibringen will, "was Seafood wirklich bedeutet".
Aus diesem Grund hat Aschenberger das schon stark abgewetzte Restaurant im Souterrain des Künstlerhauses in ein filmreifes maritimes Ambiente verwandelt, in dem von der Reuse bis zum Sextanten alles echt ist und jeden Moment Captain Hornblower aus der Kapitänskajüte treten könnte - es gibt sogar einen eigenen, für acht Personen abgetrennten Captain's Table. Mittschiffs herrschen blanke Bohlen und ebensolche Holztische vor. Neben der munter sprudelnden Wasser-Installation in der Nichtraucher-Winery atmet man First-Class-Luft, und an der Long Bar lässt sich so manche Auster cracken.
Die Qualität der Schaltiere, Meeresfrüchte und Fische, die Aschenberger auf dem Luftweg aus Kanada bezieht, erinnert an legendäre Seafood-Pilgerstätten wie die Grand Central Station Oyster-Bar in New York. Erfreulich ist auch, dass sich Aschenberger tierethischer und ökologischer Probleme bewusst ist, weswegen er viel Geld in einen bakteriologisch perfekt ausgestatteten Meerwasserkalter investiert hat, der den Herren der Meere mit +2 °C ihre Lieblingstemperatur garantiert, bevor sie unter einem schmerzfreien Kreuzstich ihr Leben lassen.
Dass ein guter Koch, wenn das Produkt perfekt ist, seine Kreativität am besten zügelt, weiß Aschenberger auch und hält sich bei seinen auch im Wiener Vergleich preisgünstig kalkulierten Hummerspezialitäten (ein halber Maine-Lobster kostet zwischen 19,50 und 25,50 Euro, ein ganzer 39 bis 42,50 Euro) vorwiegend an perfekt gegarte Klassiker wie "Lobster Cooked and Cracked", "Surf & Turf", gekochten Hummer in Chardonnay-Beurre-Blanc oder gegrillten Hummer in Tomatensauce. Für Eiweißgeschockte wird auch ein Non-Seafood-Programm gefahren. Vorzüglich gelingen die Präliminarien vom sensationellen hausgebeizten Lachs über Lobster-Bisque und Shrimp-Corn-Chowder bis zu den ebenfalls sehr klassischen Desserts.
Klassisch im besten Wortsinn ist auch der Auftritt von Maître-Sommelier Nikolaos Medigovic, der über einen kleinen, aber feinen Weinkeller und jede Menge Charme verfügt. Mediterranen, allerdings.
Christoph Wagner
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ø 1.83 Punkte (6x bewertet)
empfohlen am 11.03.07 @ 08:34
Karlsplatz 5
1010 Wien
Telefon: 01.505 38 39
Fax: 01.505 38 39 4
Email: office@lobsterdock.at
Ruhetag(e): So
Küchenzeiten: Mo-Fr 11.30-14.30, 17.30-2, Sa, Feiertag 17.30-2 Uhr
Menüpreis: ![]()
Küchenchef: Fritz Braumüller
Kreditkarten: Visa, Mastercard
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