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Mraz & Sohn (Wien)

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NEUE ERSTKRITIK 15.11.2017

Ja, was soll ich da lang herumschreiben ... es war umwerfend. Umwerfend in jeder Hinsicht. Der Empfang, das Service, die Speisen, die Getränke, ... #seufz
Der erste 4-Punkter seit 7 Jahren, erst das zweite Lokal in Österreich mit 4 Punkten. Verdient.

Ich spar´ Euch einmal die ganzen Geschichten über die Familie, über Renovierungen und Stilwechsel - ich war erstmals dort und schreibe über das, was ich gegessen, getrunken und erlebt habe:

9 Gänge
9 Gläser

Vorweg
Wein: Champagner, Krug, Grande Cuvee 163eme Edition.

Macha-Tee vom Stangenzeller: verschmitztes Lächeln in allen Gesichtern
Paprikachipsröllchen mit Mandarinen- und Olivencreme darin: läuft bei mir unter "interessant", jedoch war die Dareichungsform (siehe Foto) zu beeindruckend ...
Mraz´sche Schlossbuben: Eine in Dashiteig herausgebackene Umeboshipflaume in Joghurtpulver- und geriebenem Mandelcoating. (Umeboshi ist grün geerntetes japanisches Steinobst, das in Salz fermentiert, getrocknet, wieder eingelegt usw wird, bis sie so richtig schön salzig-sauer sind.)
Gegrillte Auster mit geräucherte Butter und Zitronengras, auf nicht glühender Kohle im Steingefäß serviert.
Frisch gebackenes, sau heißes Salz-Laugenbrezel und auf die Hälfte reduziertes Obers mit Schnittlauch und Radieschen: Ich glaube, das war mein privater Ratatouille-Moment. Der Moment, als im Film Kritiker Anton Ego einen Bissen von der Ratatouille nimmt, und sich der Tränen vor Glück nicht erwehren kann ... ich bekomme heute, fast 10 Tage später, Gänsehaut, wenn ich an diese Vollkommenheit denke.

Wir können zu essen beginnen ;-)
Wein: Tiques 2016, Juan Rubio

Garnelenaguachile: Was kann man sich darunter vorstellen? Im Grunde ist es eine Art Ceviche aus Mexiko, allerdings mit mehr Chili und einer sehr, sehr kurzen Beiz-Zeit für die rohen Garnelen darin (so lange es vom Anrichten in der Küche zum Gast halt braucht): Gurke, Rote Zwiebeln, Limettensaft und in Wasser aufgerührtes Jalapeno-Pulver. In der Mraz-Variante kommen ein paar Tropfen Kürbiskernöl dazu - und die Idee geht voll auf. Das passt als sollte es nie anders sein. Der Gast verrührt es selbst und genießt in vollen Zügen diese "Erfrischung". Unpackbar gut.

Wein: Le Graviers, 2015, B&S Tissot

Makrele mit Gurke, Verbene

Sauer-salzige Gurken auf einem perfekt glasigen Stück Makrele - das Fettig-Schmalzige der Makrele wäre ohne die Spitze und Schärfe der Gurken wahrscheinlich zu viel gewesen, so aber ergab das eine perfekte Balance, die noch von zarten Verbenenaromen umspielt wurde. Toll, wirklich toll.

Kaviar, Mandelmilch, Currypulver
: interessant, regte zum sehr bewussten Hinterherschmecken an. Aber ich würde das lieber aus einem hohen Gefäß herauslöffeln, als vom Teller kratzen müssen, dann würde sich die Kombi mir auch leichter erschließen, denke ich.

Dann wurde uns ein Miéral-Bressehuhn im Ganzen in der Kaserolle gezeigt, mit dem Hinweis, das wir davon in Bälde essen würden. Bis dahin gab es:

Kalbssuppe mit Endivien, Dotter und Trüffel: Mehr an Soulfood geht gar nicht ... das war der gemütlichste Flanellpyjama, der jemals gekocht wurde ... sagenhaft gut. Mit das beste Gerichte an diesem Abend.

Wein: Morillon Pfarrweingarten 2011, Sattlerhof
Halber Seesaibling Dieser Gang wurde als Zusatz eingeschoben. Ein komplett der Länge nach halbierter Saibling wurde auf der Hautseite unter Mörderhitze kurz angegrillt und dann mit der noch rohen Seite auf ein mit Gewürzen belegtes Holzbrett gelegt und durfte dort zur Vollendung durchziehen. Davon bekam jeder sein Stückchen mit ein wenig Erdäpfeljoghurt umzogen. Dieses Mundgefühl kannte ich von einem Süßwasserfisch nicht. Baff vor Staunen, ohne jedes Verständnis für mein Leben bis zu diesem Moment ... als hätte ich nie zuvor guten Fisch gegessen. Atemberaubend, verstörend.

Steinbutt mit Miso, Zeller und Haselnuss. Der Steinbutt natürlich perfekt zubereitet, schnapp schnapp und weg war das Stückchen. Den Rest kann ich nicht beschreiben, da mir Knollenzeller und Haselnüsse die Kehle verschließen.

Wein: Ca di Pian, Barbera d´Asti, 2005, La Spineta
Wir kommen zum Bresse-Huhn in zwei Gängen:
Die Schenkel/Oberschenkel in Soja mariniert und herausgebacken, mit viel Jungzwiebel - fingerlicking good! Hell ya! Zentral eingestellt zur Selbstbedienung (mit Fingern essen, war die Aufforderung). Dazu gab es einen eingerollten Blattsalat, der die notwendige Frische für das "Backhenderl" mitbrachte. Die Brust mit Trüffel darob und mit Natursaft umgossen: Die Brust hätte es nicht gebraucht, der Trüffel war fantastisch, der Saft auch.

Wein: Alzinger 2001, GV Smaragd, Dürnsteiner Liebenberg
Noch vor dem Käse kam der Brotwagen. Hier wünsche ich mir eine andere Bandbreite als die gebotene. Geboten wurden Brote, die in ihrer Struktur und Textur (Kruste, Krume) einander sehr ähnelten, aber unterschiedlich gewürzt/gepimpt waren. Da geht noch viel mehr - vor allem mit weniger Würze und mehr Eigengeschmack.
Käse: Das Steckenpferd von Sohn, Restaurantleiter und Gastgeber Manuel Mraz. Stets 40-50 verschiedene Käse unterschiedlicher Milch. Es machte mir große Freude, ihn beim Überlegen, welcher Käse denn für den Gast der richtige sei, zu beobachten. Mit viel Bedacht richtet er jedem Gast eine Auswahl nach dessen Präferenzen, ohne dabei auf etwaige Empfehlungen (Rarität, etc) zu verzichten. Macht Freude.

Wein: Tschida, Schilfwein MO 2012
Mango, Steinpilz/Majoran
Flugmango mit Baiser, Kokos-Dacqouise/Kokossponge/Biskuit, Salzkaramelleis
Steinpilzdessert: Majoranöl, gebrannte Schokoladen-Tuilles, Steinpilz-Eis und rohe Steinpilze samt Pulver. Ungewöhnlich, geil, neu, schräg. So mag ich das.

Saybritz Weiß, Kopfensteiner 2016
Sivi Pinot 2015, Heaps God Wein Company

Schokobananenpralinen


Fazit
Ich weiß nicht, ob die Köche damit eine Freude haben - aber die für mich besten Gerichte waren das "Butterbrezel" und der "Gegrillte Saibling". Beide Gerichte arm an Ingredienzien, beide Gericht abhängig von der Produktqualität und ganz besonders vom Können des Kochs. Und hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Wer das so hinbekommt, versteht nicht nur sein Handwerk, sondern darf sich zu recht als Künstler fühlen. Das scheinbar Einfache ist das Schwierigste. Die beiden Gänge werde ich meinen Lebtag nicht vergessen. Sie sind alles wert.

Ein paar Worte zur Atmosphäre: Ungezwungen, locker, sehr "normaler" Umgang mit dem Gast - auch das Publikum war an diesem Abend, bis auf mich, ungespreizt ;-)
Das Lokal ist schick, man kann sich also schon sein besseres T-Shirt anziehen, muss aber nicht. Manuel Mraz ist ein versierter Gastgeber mit gutem Gefühl für Distanz und Nähe. Sommelier Simon Schubert, ein Coup am Transfermarkt, passt da perfekt dazu, verkopft das Thema Wein nicht unnötig und sorgt für Trinklust - und das ohne jedes prätentiöse Gehabe. Ach, wie wohl ich mich bei den Mrazens gefühlt habe ...

Gregor Fauma

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23 Kritiken | Kritik verfassen

OberkllnerPatzig, 16.11.17 @ 13:14

connaisseur19, 10.06.14 @ 14:53

Was ist los mit Markus Mraz?
Sehr viele Jahre lang begeisterten mich seine Speisen, sowohl der Geschmack, als auch die Präsentation. Nebenbei wurde ich auch immer satt und war glücklich nach so einem kulinarischen Hochgenuss. Dies habe ich auch immer bei jeder sich bietenden Gelegenheit verbal oder schriftlich geäußert.

Doch jetzt das, passiert vor kurzer Zeit. Das Menü beginnt mit vielen kleinen Vorspeisen, auch Brot und Schmalz aus der Lampe (sehr witzig). Man fragt sich, ob man danach noch mehrere Gänge verträgt.

Schnell wird jedoch klar, warum so viele Vorspeisen. Die Hauptgerichte sind, obwohl ich das 9-gängige Menü (mit Weinbegleitung die war hervorragend) gewählt nicht gerade magenfüllend/befriedigend.

Klar bei der Anzahl an Gängen können die Speisen nicht riesig sein. Jedoch eine Preis-Leistungsrelation ist nicht gegeben, noch dazu wo die Geschmackliche Seite auch nicht so überzeugend wie früher war. Der Rochen winzig, kaum zu sehen, das Beiried kaum zu finden auf dem Teller, obwohl geschmacklich gut. Seeigel – Bisontartar – Senfgurke und Wiener Spargel – japanisches Miso – Flusskrebse ganz gut aber nicht überragend, alles aber auch sehr sehr klein.
Preis 9 Gänge Menü 109,- €, (Weinbegleitung 58,-€ das ist in Ordnung). Letztendlich ist man mehr von den sehr guten Weinen befüllt/benebelt, als von den Speisen gesättigt/beglückt. Der Service war auch ziemlich unkoordiniert, man merkte doch sehr stark, dass die bisherige Serviceleiterin gefehlt hat.

Zum Schluss muss ich leider sagen, dass ein Besuch bei Mraz und Söhne derzeit nicht lohnt, was mir persönlich sehr sehr leid tut. Dieses Lokal war viele Jahre mein absoluter Favorit in Wien, viel besser als das Steirereck. Ich hoffe Markus Mraz erfängt sich wieder, und kehrt zu früheren Höchstleistungen zurück!

SPEISINGRedaktion, 29.06.10 @ 13:46

Liebe Magda,
die Tests kommen ja von der Community, so wie Ihr Posting gerade eben. Es gibt keine Primi inter pares auf SPEISING.NET. Wir freuen uns alle über eine möglichst detaillierte Kritik, von jedem/jeder.
Also, nur zu!

Magda, 29.06.10 @ 08:12

Vor drei Jahren das erste Mal an das Andere Ende von Wien gefahren- extra wegen Mraz. Auch diesmal wieder als Fazit: Eines der besten Restaurants in der Stadt.
Gerne nahmen wir auch diesmal die weitere Anfahrt in Kauf um einen gepflegten, genussreichen Abend zu verbringen. Auch diesmal wieder neue Speisen entdeckt und probiert; ein Erlebnis: Vorspeise: Kaisergranat mit Nudeln, der Rochenflügel mit Steinpilzen- eine Wucht , Tonkabohneneis zum Hitpreis von € 42.--
Der Abend war wieder ein voller Erfolg, die Küche hochkreativ wie gewohnt, der Service- auch wenn es hier anderslautende Meinungen gibt - besonders nett und aufmerksam. Grandios auch wie erwartet und wie gewohnt: Käse- und Weinauswahl

Darum wiederhole ich mich: Es wäre fair dem Mraz fair - das ja über eine großartige Reputation verfügt- wieder einmal eine Chance zu geben getestet zu werden; ein Testbericht aus November 2005 ist nicht aussagekräftig


Wer Qualität und Service auf höchstem Niveau sucht, ist bei Mraz bestens aufgehoben.

gutesessen, 14.08.09 @ 17:09

war unlängst wieder dort
das essen im garten war von der begrüssung bis zur rechnung nur erfreulich

abcdef, 30.06.09 @ 11:49

Manche Dinge ändern sich anscheinend nicht: Das ist gut beim Essen; anscheinend hat sich beim Service seit 2004 - da gab´s bezüglich Service schon einen negativen Eintrag- wenig geändert.

Weinpreise: Kein Problem vom Mraz; im Gegensatz zu internat. Restautrants sind in Österreich die Speisen ziemlich günstig, das wird durtch höhere Weinpreise kompensiert

wbrada, 30.06.09 @ 09:59

Mein gestriger Abend im Mraz war wirklich ein kulinarischers Highlight. Essen hevorragend, Präsentation fantasievoll, innovativ, überraschend. Wer das nicht mag, ist hier am falschen Platz. Die Weinkarten sind zwar dick, aber die angebotenen Jahrgänge (bei den Roteweinen) teilweise etwas überaltet, die Kalkulation der Weinpreise wie immer nicht nachvollziehbar (liegt bei österr. Weinen vermutlich am aberwitzig hohen Preisnieveau der österreichischen Winzer, ist es wirklich notwendig, dass österr. Rotweine z.T. so überteuert sind, im Vergleich zu so manchen, zumindest ebenso guten Weinen aus Italien oder Frankreich?). Um ein auch im internationalen Vergleich absolutes Spitzenlokal zu sein, sollte noch ein wenig am Service gearbeitet werden, am Personal, Outfit (sind z.B. schwarze Handschuhe beim Servicepersonal wirklich so gut ?) und an der Beratung.
Alles in allem: sehr gut, nicht ganz billig, aber im Preis-Leistungsverhältnis durchaus in Ordnung, vor allem wenn man vergleicht, was einem in so manchem Schicki-Micki-Lokal für viel weniger abgenommen wird.

15115, 06.09.08 @ 20:46

Chi Chi zum Quadrat
Gestern bei Mraz, zum ersten Mal seit langer Zeit. Ein guter Freund lud dorthin ein.
Nun denn, das Lokal mittags fast leer, kein Wunder, die Preise wirkten geradezu prohibitiv. Von der Tageskarte zu wählen kostet wirklich viel, das einfachste Menü immerhin 39,-- Euros.

Blöd ist das nur, wenn man dieses Menü eigentlich gar nicht möchte, dort aber eingeladen ist und nicht allzuviel Geld des Gastgebers ausgeben möchte. Also, trotzdem dieses Menü.

Flattert also zuerst ein Gruß aus der Küche daher, 5 Stäbchen mit je einem Popcorn drauf, am Popcorn noch ein Nanopartikelchen von Gänseleber oder Karamel und so weiter. Dazu gibt es irgendeine Flüssigkeit aus der Miniplastikpipette. Wem es gefällt ... mir nicht.

Nun, endlich das Menü. Vorspeise: Ziegenkäse mit 100 % gefrorenem Blütenhonig (diese Wortfolge ist original zitiert!) und Bortsch. Es naht erneut eine Nanoportion, ein Teelöffelchen Ziegenkäse mit einem gerade sichtbaren Fleckchen Honig darunter. Vor dem Gast wird dann ein wirklich heißer guter Bortsch darübergelöffelt. Macht 0 % gefrorenen Blütenhonig, schmeckt aber gut. In Summe schmeckts also gut, warum der Honig zuerst gefroren wurde und dann heißer Bortsch drüberkommt bleibt unklar, aber irgendwann würde ich gerne was essen.

Hauptgang: Schweinsgöderl ganz zart, mit ganz krosser Schwarte, wirklich gut. Dazu "geselchetes Erbsenpürree", ebenfalls sehr gschmackig. Weiters noch irgendwas Meeriges dabei, ich glaube ich erinnere mich, dass es eine Jakobsmuschel gewesen sein soll, jedenfalls war es fein, dass man noch etwas zu kauen hatte, geschmacklich war es neben Schweindl und Erbsen verzichtbar.

Na, dann das Dessert: "Sex in the city" heißt es, mochte ich schon im Fernsehen nicht, aber war halt bei dem Menü dabei (siehe oben). Es naht eine ansehnliche Portion wirklich sehr gutes Erdbeereis, dazu ein Fläschen mit Kronenkorken und irgendeiner roten Flüssigkeit - die mir nicht besonders geschmeckt hat, nachdem sie über mein Eis gegossen wurde - dazu wurde natürlich zuvor das Flascherl geöffntet - wie witzig, das Ganze. Das war noch nicht schlimm genug, denn nach dem Überguß der Flüssigkeit wurde aus einem vor Kälte dampfenden Tiegel noch flüssiger Stichstoff über das Ganze gegossen. Wenigstens nicht über meine Hose. Dann hat es vor Kälte gequalmt, das Ganze hat Blaserl gemacht. Was soll das?

Noch ein Gruß aus der Küche: Ein guter kleiner Kuchen in einer Form, die wie eine Konservendose aussah und dazu Vanillensauce durchschnittlicher Qualität aus der großen Plastikpipette. Kommentar erspar ich mir jetzt. Erinnerte mehr an Grey´s Anatomy.

Weine waren gut, der Innenhof nett zum Sitzen. Die Weinberatung nicht besonders ambitioniert und von mir nicht zugänglichem Charme. Die Kellnerin war nett und ok.

Meine Meinung wurde von meinem Tischnachbarn geteilt. Wie es sein kann, dass die Kritiker vom Vorjahr die Küche so lobten und mein heutiger Eindruck bei unserem Menü entstand bleibt wohl ein Rätsel. Was der arme Einlader gezahlt hat, weiß ich besser gar nicht . Jedenalls zuviel für jeden der gerne a) gut ißt und b) überhaupt auch mit Hunger ins Lokal kommt - soll Mittags ja mal vorkommen. Übrigens, Gimmiks gibt es auch beim Ybbs-Heftl - wenn es das noch gibt.

dfw, 22.11.07 @ 09:21

keine sorge...
...hab ich ums überleben vom mraz. ein enkel bereits in der küche und der andere ein jahr im elsass bei drei hauben lernend.
das adventsmenue fein abgestimmt, sehr empfehlenswert.
die weinkarte äußerst umfangreich und die weine zu recht erschwinglichen preisen.
immer ein genuß die käseauswahl in einer überraschenden vielfalt. aber das war schon immer so.
service diesmal tadellos.

windischgarsten, 22.10.07 @ 14:08

Lustlose Bedienung
Essen war sehr gut, aber die Bedienung unter jeder Kritik.
Lustlos wurden die Teller über die Tische gereicht, in luftiger Höhe sollte man sie wohl auf den Tisch herunterholen. Deutsche Schnauze hatte wohl wenig Freude an der Arbeit, bei der Weinauswahl konnte nicht viel in Erfahrung gebracht werden. wer im Service für wa zuständig ist, das war den ganzen Abend nicht zu durchschauen. Kein Wunder, dass eine Hand nicht wußte, was die andere zu bringen versprochen hatte. Da war es nicht überraschend, dass selbst der Chef einmal die Speisen vorbeibringen mußte.
Störend war auch, dass eine bekannte Radiomoderatorin so leut mit ihrem gegenüber plauderte, dass wirklich alle zuhören mußten. Vom Personal wurden sie nicht gestoppt.
Also: Verbesserungsbedarf im Service.

dfw, 21.10.07 @ 20:24

schon das amuse g. war recht phantasievoll, streetfood! kürbispizza mit schwarzen trüffeln, parmesan und nebelige hausgemachte minzlimonade.
es folgte: tartare vom iberischen schwein mit langostinos & warmer mayonnaise;
curry kürbis, dazu miesmuschelsalat in pikanter kokosnussmilch;
das für mich feinste aber: gewürzkalb! kalbsbrust mit süssholz, steinpilzkompott + erdäpfelmilch.
der käse vom wagen war 1990 schon einer der umfangreichsten, mit mindestens 5 verschiedenen hausgemachten brotsorten.
dazu passend ein riscal 2005.
der vater empfahl jeweils die passende weinbegleitung.
service sehr aufmerksam und kompetent, trotz oder wegen des vollbestzten schön restaurierten lokals.
auffallend das "körberl" - und das zu einem couvertpreis von 3,63 !!!
wir müssen da bald wieder hin; schon weil die freundin ganz in der nähe wohnt.
da probier ich dann waller + oxtail-ravioli und rote rüben, dazu schäumender kren.

hedy, 20.10.07 @ 19:00

Mraz noch immer Spitze!
Waren gestern bei Mraz. Es war wie immer hervorragend und obwohl alle Tische voll besetzt waren, war der Service ausgezeichnet. Es gab keine übermäßigen Wartezeiten und wir wurden sehr aufmerksam und freundlich bedient.
Danke für diesen schönen Abend.

connaisseur19, 27.04.07 @ 10:25

Dass die Besuche beim Mraz immer wieder ein kulinarischer Hochgenuss sind habe ich bei vorangegangenen Kritiken schon erwähnt. Stark verbessert hat sich der Service. Besonders hervorzuheben ist auch die hocherfreuliche Erweiterung des Weinangebotes, bei den begleitenden Weinen. Da ist so manch köstlicher Tropfen dabei. Also nicht länger Bier, sondern Weinbegleitung ist angesagt.
Zu der ewigen Kritik an der Verspieltheit der Präsentation der Speisen von Markus Mraz kann ich nur sagen, wenn es schmeckt, warum nicht. 08/15 kann ich fast überall bekommen. Der Mraz ist halt etwas Besonderes, noch dazu in einem Bezirk angesiedelt, wo man so etwas nicht erwarten würde. Ich finde es schade, dass manche Kritiker so einen innovativen Geist nicht zu schätzen wissen. Die Speisen so manches hochgelobten Haubenkoches in Wien sind oft weder so schmackhaft, noch so interessant präsentiert. Ich wünsche mir wieder mehr Verspieltheit bei, wie bisher gleichbleibendem höchsten Geschmackserlebnis.
Stammgast zu sein oder zu werden wird in diesem Genusstempel niemals langweilig.
Markus Mraz gebühren 5 Hauben und nicht weniger!!

k_kronawetter, 15.02.07 @ 11:40

War vor kurzem das erste Mal im Mraz. Kurz gesagt: Essen ausgezeichnet, Service-Personal langsam. In Anbetracht des Preisniveaus sollte auch das Service perfekt sein (aufmerksam, informiert und flott) Trotzdem ein kulinarisches Erlebnis!

ladypoet, 23.06.06 @ 18:59

MRAZ
Ganz unpoetisch:
Am Donnerstag (heißer Sommertag) am späten Nachmittag angerufen, Tisch für
Abend im romantischen Innenhof bekommen, große Freude! Ein 5-Gang Menü und
eine Auswahl aus dem 9-Gang Menü beide mit Weinbegleitung bestellt, ca. 19
15 Beginn der lukullischen Genüsse.
Die Speisen wie immer großartig im Geschmack, witzig in der Präsentation.
Die Weinbegleitung ebenfalls sehr gut, neue Weine im Angebot, Glücksgefühle
kommen hoch. Der Service äußerst aufmerksam, auf höchsten Niveau, kaum
verbesserungswürdig!
Bis 21 00 bei beiden Menüfolgen der Hauptgang serviert, die Zufriedenheit
der Speisenden nicht enden wollend.
Plötzlich ab 21 00, für über eine Stunde kein Servicepersonal mehr im Hof
gesehen, keinerlei Speisen mehr gereicht. Was war geschehen?
Unangemeldete Reisegruppe ins Lokal gekommen und den ganzen Service sowie
die Küche für sich vereinnahmt.
Dass man auf ein so gutes Geschäft nicht verzichtet, ja nicht verzichten
kann, verstehe ich. Dass man dabei seine österreichischen Stammgäste völlig
vernachlässigt, verstehe ich nicht. Bei aller Liebe zur familiären
Gastlichkeit und der köstlichen Speisen, sowie des bis dahin hervorragenden
Service, das war äußerst ärgerlich und wie ein Schlag ins Gesicht!

Verschärfung der Misere, drei Männer an einem der Nebentische begannen ihre
überaus stinkenden Zigarren zu rauchen, ist sogar im Freien beinahe
unerträglich.
Nach mehr als 1 ½ Stunden Wartezeit, der Käse und dann die süßen Nachtische
serviert. Die Weinbegleitung dazu musste eingefordert werden.

Um 23 15 Rechnungsbegleichung. Als Trost für die Servicemisere wurde
gefragt, ob noch etwas zu trinken gebracht werden könne. Verärgert von uns
abgelehnt und nach mehr als 4 Stunden im Lokal dieses verlassen. So kann man
einen anfangs wunderbaren Abend zerstören!

Eine ähnliche Situation schon einmal im Winter erlebt. Damals
krankheitsbedingte Ausfälle beim Personal. Ab dem Zeitpunkt, als das Lokal
voll war, hat beim Service nichts mehr geklappt.
Da durchaus Verständnis für solche Probleme besteht, damals kommentarlos
darüber hinweggesehen.

Wir schätzen die Familie Mraz und ihr vorzügliches Essen sehr, Wäre dies
nicht der Fall, würde ich bei den verlangten Preisen und der teilweise
gebotenen Servicequalität einen weiten Bogen um dieses Lokal machen.
Das ist sehr schade, bei den Genüssen die einem dann entgehen.

andreasbigler, 10.02.06 @ 21:00

@ connaisseur19:

Bin voll auf deiner Seite lieber "Connaiseur19", absolut perfekte Küchenleistung, die Serviceleistung kann dieser leider nicht das sprichwörtliche Wasser reichen und wenn man solo ausgeh,t wird es - wie so treffend beschrieben - mit der Weinbegleitung ein wenig mangelhaft, aber in Begleitung passt auch das, denn dann sucht sich der Gast einfach seine(!) Weine flaschenweise aus!

Ich verstehe diese "Weinpolitik" leider auch nicht und es ist schade dass Service und Weinbegleitung nicht so perfekt funktionieren, wie die Küchenleistung!

Allerdings zahlt man ja immer die "Gesamtheit" und da gibt es dann halt berechtigtes Gemeckere!

connaisseur19, 09.02.06 @ 13:12

Beim Mraz gibt es wirklich Erlebnisgastronomie auf höchstem Niveau.
Mit mehreren Besuchen pro Jahr kann ich nur sagen das Essen ist ein Genuss.
Nicht billig, aber das Geld wert.
Der Service ist freundlich und bemüht, jedoch nicht perfekt. Je voller das Lokal wird, ab 20h ist das Lokal immer voll, desto mehr Fehler kommen vor. Man hat schon mal versucht mir Gerichte und Weinbegleitung für 2 Personen zu verrechnen, die gar nicht konsumiert wurden.
Kann, sollte jedoch nicht vorkommen. Schwamm drüber das Essen ist jedes Mal grandios.

Leider hält die Weinauswahl der begleitenden Weine nicht das hohe Niveau der Speisen. Die Weine sind zwar gut, wenn man jedoch öfter Weinbegeleitung konsumiert, werden die wenigen immer gleichen Weine schnell langweilig. Außerdem kenne ich kein anderes
Restaurant, in dem Weinbegleitung angeboten wird, in dem sparsamer eingeschenkt wird. Ich bin zwar kein „Schluckspecht”, bei den hohen Weinpreisen ist diese Vorgehensweise allerdings recht unverschämt.

Fazit: wenn die Freude an immer neuen, innovativen, köstlichen Speisen im Mittelpunkt steht, dann nichts wie hin zum Mraz. Bei den Weinen muss man das Preis-/Leistungsverhältnis im Auge behalten, ob man nicht doch lieber ein Bier trinkt.

gabriele1, 26.01.06 @ 18:36

Gehe dort immer wieder gerne hin: hervorragende und kreative Küche, wobei das "Verspielte" eben zur besonderen Note des Lokals gehört. Auch am Service gibt es nichts auszusetzen - sehr engagiert und freundlich. Besonderes Highlight ist im Sommer der stimmungsvolle Innenhof.

andreasbigler, 20.04.04 @ 19:44

@ erstaunt über Antwort von AB...

Bitte genau lesen, nicht überfliegen!

Die Wappler von AON sitzen im Support, steht in meiner Antwort!!!

Was der AON Support ist, brauch ich wohl nicht zu erklären, oder? "10.0.0.138"

LG
Andy Bigler

p.s.: Wir sollten die Rubriken "Restaurants" und "Winzer" für echte Kritiken nützen und nicht für "Mitglieder - Weblog Posting" zweckentfremden.

Persönliches für mich, bitte an meine Mailadresse!
Danke!

abcdef, 19.04.04 @ 22:12

Bin über die Antwort von Andreas Bigler etwas erstaunt, wo er doch das Fachwissen der Servicemannschaft selbst in einem früheren Eintrag kritisiert hat, die AON -Aussage find´ich schon gewagt; nicht nur weil er mich als www.wein.aon Uer als Wappler bezeichnet ( aber das nehm´ich nicht persönlich) sondern weil die Einträge beim Weinrestaurant ( mit Ausnahme der Mrazkritik) ja doch ganz normal sind, oder ?
Ein bezahlte Kritik wird dem andreas bigler doch keiner unterstellen, da bin ich mir sicher !

andreasbigler, 19.04.04 @ 21:50

Ich kann über das Service nicht meckern, ich meine über das beim Mraz!

Man kann eher über AON meckern, denn dort sitzen die Wappler im Support!

Also, geh ruhig hin zum Mraz! Es zahlt sich aus, beste Küchenleistung und sehr guter Service!

LG
Andy Bigler

p.s.: Ich werde für positive Meldungen vom Mraz Team NICHT BEZAHLT!!!

abcdef, 19.04.04 @ 19:22

Habe vor kurzem auf www.wein.aon.at bei Weininformationen / Weinrestaurant / Ihre Favoriten einen ziemlich bösen Eintrag über das Service gelesen. Liebe Speisinger- wer hat in letzter Zeit beim Mraz gespeist und vor allem wie war das Service dort, auf der oben erwähnten Seite wird das Service als ganz mies bezeichnet !

andreasbigler, 29.01.04 @ 21:22

Da ich sehr oft am Gaussplatz zu tun habe, ist ein Fußmarsch zum Mraz fast Pflicht.

Es lohnt sich, auch wenn ich manchmal den Eindruck habe, dass man beim Mraz zwar fast perfekt ist, aber nicht wirklich weiß, wohin man kulinarisch möchte.

Seit einem Jahr ist es aber wieder ziemlich sensationell, hier speisen zu dürfen. Im 20. Bezirk sicherlich das einzige Spitzenhaus!

Das Fachwissen rund um Wein und Edelbrände ist allerdings nicht bei allen Mitarbeitern sehr ausgeprägt, was mich als Brancheninsider ein wenig stört, speziell dann, wenn man versucht, mir einen Wein "aufs Aug zu drücken".

Aber sonst, gibt es zurzeit eigentlich nichts zu meckern, auch wenn's preislich eher an die Innenstadt erinnert.......

Speising sagt

weltklasse

ø 2.94 Punkte (16x bewertet)

empfohlen am 15.10.03 @ 13:41

Adresse

Wallensteinstraße 59
1200 Wien
Telefon: 01.330 45 94
Email: restaurant@mrazundsohn.at

Ruhetag(e): Sa, So, Feiertags
Küchenzeiten: Mo-Fr ab 19 Uhr
Menüpreis: €€€€

Inhaber: Markus Mraz
Küchenchef: Markus Mraz
Kreditkarten: Visa, Mastercard, Diners Club
Besonderheiten: Menü 4 Gänge € 78 6 Gänge € 99 9 Gänge € 129 Getränkebegleitung 4 Gläser € 49 6 Gläser € 65 9 Gläser € 85

www.mraz-sohn.at

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