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Zazatam (Wien)

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Zazatam (Wien)

Aus einem ehemaligen Offizierskasino aus der KuK-Zeit wurde ein schicker Mehrzwecktempel: Hotel, Bar, Restaurant, Gartenbar ... das alles im Stuwerviertel.
Für das Restaurant geht es erst abwärts, in den Keller des Hauses. Viel Schwarz, viel inszeniertes Licht, freundliche Mitarbeiter, Kerzen überall, entsprechend vordergründige Hintergrundmusik und drei wirklich schöne, und ein wirklich weniger schöner Raum. Der war dann unserer. Das würde ich beim Reservieren erfragen, wo man denn sitzt. Denn neben der sehr angenehmen Bar gibt es zwei größere Esszimmer, die vermutlich das sind, was junge Erwachsene als schicke Clubatmosphäre spenden bezeichnen würden. Sehr gelungen! Es gibt auch einen schmalen Ess-Raum mit einer Art langer Ess-Bar/Hochtisch - und dann den kaum ansprechenden, schwarz ausgemalten Schlauch, wo man auf drei schwarze Wände blickt und sehnsüchtig hofft, doch in einem der schönen Räume sitzen zu dürfen. Doch leider. Dort waren die guten Tische mit Mineralwasser trinkenden Insta-Girls besetzt.

Anyway: Die Drinks von Raphael Peyrot an der Bar absolut top, dort kann man es lang aushalten, wenn nicht die 22 Uhr-Grenze so bedrohlich nah heranrückte.
Am Tisch: Alles ganz ausgezeichnet. Die Küche schmeißt Speisen raus, die wirklich Freude bereiten, ohne sich dabei allzu wichtig zu nehmen. Man isst gut, wenn der Fokus beim Gespräch liegt. Man isst exzellent, wenn der Fokus bei den Speisen liegt. Für so einen Betrieb ist die Weinkarte erbärmlich und eher etwas für Naturweinfreunde, die auf Auswahl keinen Wert legen. Wer das nicht so mag, kann zwischen 2-3 Flaschen wählen (weiß). Zu kalt serviert obendrein.

Bites genannte Häppchen, zum gemeinsam Essen:

XO Beef tartare, scharf angebraten, mit Bao Buns und Radieschen (15): Geil.
Geräucherte Rüben mit Birne und Senf (10): Knaller. Vielleicht sogar der beste Teller des Abends.
Popcorn Prawns mit Jalapeno und Paradeiser (15): Sensationelles Gericht, kracht, schmeckt, hat Kraft, macht süchtig. Das Aussaugen der Köpfe, das Knabbern an den Beinen ... ein durch und durch sinnliches Erlebnis.
Tamales mit Kürbis Aligot, Mole, Anejo und Koriander (10): Tamales sind gefüllte Teigtaschen aus Maismehl, die in Mais- oder Banenenblättern gegart werden. Aligot ist eine Spezialität aus dem Aubrac, ein Arme-Leute-Essen. Brot oder Erdäpfel werden mit Käse und Fett zerstampft und gerührt, bis eine Art Aufstrich entsteht. Damit, in dem Fall mit Kürbis, ist die Tamale gefüllt. Hat gut geschmeckt.
Zaza Crunch: Ein schön bitterer Kressesalat, mit Stängelbrokkoli, Brokkolidressing und knusprigem Quinoablatt (10): nice.
Mo:Mo: Wildschwein-Dim Sum mit Karotten-Ingwer-Chutney (10): Ganz großes Kino, herrlich.
Tuna Tataki (15): schmelzig, fettig, getragen von knusprigem Reis, Nori und einer Mango-Mayonnaise. Man könnte auch Thunfisch-Cracker dazusagen. Sehr gut.
Pasta, hausgemacht:
Ravioli Doppio (16): Willst ja gar nicht glauben, wie gut! Gefüllt mit einer Pilzfarce, gewürzt mit Zitronenpfeffer - tolle Seidigkeit, perfekter Biss, herrliche Aromen ...
Hauptgänge:
Geräucherte Rinderwange (22): mit Powidljus, Maisbrot und dunkel angekokelten Rüben. Ja, einfach unglaublich gut.
BBQ Makrele (20): mit Buttermilch, geräuchertem Kaviar, Grünkohl und einem knackigen Schwarzwurzelragout. Geht voll auf, sehr durchdacht, ein intellektueller Gang.
Koji Chicken (22): mit Yuzu gesäuertes Kraut und einer Dattelglace. Geil.
Seeteufel mit Safran-Erdäpfelragout, Chorizo, Miessmuscheln und Passpiere (26): Was soll bei den Zutaten schon schiefgehen? Sehr gut.

Schöner Rahmen, hervorragendes Küchenleistung dank Felix Müller, ein wirklicher Gewinn. Kommen wir wieder? Nein, nicht so lange es kein echtes Angebot in Sachen Wein gibt.

Gregor Fauma

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1 Kritik | Kritik verfassen

OberkllnerPatzig, 17.04. @ 21:25

Revisited
Wieder dort gewesen, wieder a bit of everything gegessen. Aber es fehlte diesmal an Präzision. Als wäre ein anderer Koch am Herd gestanden. Die Gerichte erinnerten an den ersten, fulminanten Abend - aber wir waren uns einig, dass es ein wenig in die Beliebigkeit abgedriftet ist. Schade, hoffentlich findet das Küchenteam zur Form zurück.
Die Cocktails wieder zum Niederknieen, btw. - und ja, es stimmt, der Whiskey Sour, dieser Langeweiler von früher, ist dort wirklich verdammt gut.

Speising sagt

hervorragend

empfohlen am 18.01. @ 09:40

Adresse

Hillerstraße 11
1020 Wien
Telefon: 0670 6022997
Email: office@zazatam.com

Ruhetag(e): Mo, Di, Mi, So, Feiertags
Küchenzeiten: Do-Sa ab 17 Uhr
Menüpreis: €€€€

Inhaber: Gabriel Alaev
Küchenchef: Felix Müller
Kreditkarten: Visa, Mastercard

www.zazatam.com

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