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Durch die Wachau

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Krems, Und, Stein - so heißen die drei Kremser Stadtteile, wobei es selbstverständlich sprachlicher Nonsens ist, daß das Örtchen Und seinen Namen bloß deswegen trägt, weil es die beiden anderen Teile verbindet. Und, wo das gleichnamige Weinkloster liegt, stammt vielmehr aus dem lateinischen „ad undam“ und bedeutet soviel wie „zu den Wellen.“

Das bereits 995 als Stadt erwähnte Krems ist ein traditionsreiches Zentrum des Salz- und Weinhandels und eine der ältesten Städte Österreichs. Neben der Steiner Altstadt, der Gozzoburg und mehreren bemerkenwerten Kirchenbauten erschließt sich der Zauber von Krems dem Besucher vor allem auch in seinen Museen. Dem Historischen Museum im Kirchenschiff des ehemaligen Dominikanerklosters ist auch ein wunderschönes Weinbaumuseum mit historischer Weinstube und einer Faßspundsammlung, aus der ein Exemplar die Züge von Kaiser Franz Joseph trägt, angeschlossen. Beide Museen sind in der Zeit von April bis Oktober von Dienstag bis Samstag zwischen geöffnet.

Durch die Wachau
Arkadenhof
Weinumranktes Tor
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Ein Museum völlig anderer Art ist das erst vor wenigen Jahren gegründete Karikaturenmuseum in der Steiner Landstraße 3a, das in seiner Art weltweit einzigartig ist und einen Überblick über die Expeditionen der spitzen Feder von heimischen Größen wie Deix, Haderer und Ironimus bis hin zu Robert Gernhard, Lionel Feininger, George Crumb und — last not least — Wilhelm Busch vermittelt.

Last not least läßt sich in Krems auch noch auf den Spuren zweier großer Söhne der Stadt wandeln. Im Ortsteil Stein findet man das Geburtshaus des k.k. Rates Ludwig Ritter von Köchel, dem das berühmte Köchelverzeichnis der Werke Mozarts zu verdanken ist. Und in der Mohrenapotheke kann man, während man ein Kopfwehpülverchen einkauft, ein besonders schönes Deckenfresko von Martin Johann Schmidt aus dem Jahre 1780 bewundern, der als Kremser Schmidt zu Weltruhm gelangte und dessen Werke in den meisten Kirchen und vielen Profangebäuden der Region in fast inflationärer Dichte zu besichtigen sind.

Als Höhepunkt jeder Wachaureise gilt trotz zeitweiligen Massenandrangs ein Besuch der Kuenringerstadt Dürnstein, in dessen mittlerweile zur Ruine verfallenen Festung während der Kreuzzüge König Richard Löwenherz gefangengehalten wurde. Malerwinkel, Wasserstadt, Baderhaus, Prangerplatz, Kuenringer Taverne und Klosterkeller in der verkehrsfreien Altstadt spiegeln heute noch unverfälschtes mittelalterliches Leben wider. Einen Abstecher wert ist neben dem von Joseph II. aufgelassenen Chorherrenstift mit seinem blau bemalten Barockturm (von März bis Oktober geöffnet, Führungen auf Anfrage) auch das ehemalige Clarissinnenkloster, in dessen Apsis sich Wachauer Maler der Gegenwart ein Stelldichein geben. Die Dürnsteiner Schlosskirche ist eine beliebte Hochzeitskirche der österreichischen Mimenprominenz (hier traten u.a. Peter Weck und Walther Reyer, zuletzt auch Karlheinz und Fiona Grasser in den Ehestand). Und es ist sicher kein Zufall, dass Hugo von Hofmannsthal keineswegs am Salzburger Domplatz, sondern vor der Dürnsteiner Kirchenfassade erstmals der Gedanke kam, seinen „Jedermann“ im Freien aufzuführen.

In der Teberreith-Kurve, kurz vor dem Gipfel des Seiberer, finden Kenner der Landschaft einen der schönsten Aussichtspunkte der Wachau. Von hier aus bietet sich die einzigartige Möglichkeit, Göttweig und Dürnstein nicht nur auf einen Blick in Augenschein zu nehmen, sondern auch auf ein Foto zu bringen. Vor allem aber ist es auch eines der „Lieblingsplatzln“ von Karl Holzapfel, der hier in luftiger Höhe einige seiner schönsten Veltliner-Lagen besitzt. „Die meisten meinen, hier oben sei es am schönsten, wenn die Sonne die Weinberge in ein sattes Gold taucht“, sagt Karl Holzapfel während eines kleinen Weingartenspaziergangs. „Aber Sie sollten erst einmal erleben, wie das im Spätherbst oder Frühling ist, wenn sich das Donautal unter einer Dunstglocke präsentiert und plötzlich der Turm der Weißenkirchner Pfarrkirche wie ein Wolkenkratzer aus den Nebelschwaden auftaucht. Wenn ich so etwas sehe, dann weiß ich, dass ich einfach in die Wachau gehöre.“

Christoph Wagner

7 Kritiken | Kritik verfassen

Speising sagt

weltklasse

empfohlen am 12.05.07 @ 09:00

Stationen

1) Jell (Krems): Das Entsetzen, nicht alle Speisen dieser Karte konsumieren zu können, steht mir... [mehr]

2) Bacher (Mautern): Um den Nachwuchs muss man sich keine Sorgen machen in diesem Haus: Wenn die... [mehr]

3) Schickh (Furth bei Göttweig): Ohne speziellen Anlass - lass uns doch mal über eine der "sicheren" Adressen... [mehr]

4) Loibnerhof (Dürnstein): Der riesige Gastgarten und der enorme Gästeandrang zu Mutter- und sonstigen... [mehr]

5) Jamek (Joching): Jutta und Hans Altmann halten den traditionsreichen Hausnamen Jamek weiterhin in... [mehr]

6) Rudi Pichler (Wösendorf): Der "zweite große Pichler" der Wachau stellte sich heuer mit einem Riesling... [mehr]

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