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Das Weinlog
31.07.06 @ 19:27
einfach sommer
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Ich stelle mit Bestürzung fest: nicht nur ich bin der sommerlethargie verfallen, auch meine Kollegen sind abhanden gekommen. Und weil ich den Juli mit einem Beitrag begonnen habe, so will ich ihn mit einem weiteren beenden.
Etwas Besonderes müssen sie sich nicht erwarten; um ehrlich zu sein, zur Zeit trinke ich kaum Wein. Ich hab mir Hollersekt gemacht, den spritz ich noch zusätzlich auf, weil er mir zu süß ist. Oder ich mache mir Tee aus frischer Minze, das ist herrlich erfrischend und lindert Durst und Hitzegefühl.
Natürlich, da und dort kam mir schon ein feines Fläschchen unter; unlängst in Osttirol zum Beispiel, in dieser unnachahmlichen Pizzeria Saluti in Matrei, ein verkapptes Gourmetlokal mit erstaunlichem Weinkeller. Da gibts zum Beispiel keinen einzigen weißen 2005er auf der Karte. Im glasweisen Ausschank dann schon, aber die Weinkarte geht erstaunlich in die Tiefe. Und ich landete bei einem Riesling Vinothek vom Nikolaihof, Jahrgang 1990, abgefüllt 2004. Es war mittags, draußen hatte es 34° im Schatten.
Warum aber in einem Lokal, das sich Weinstadl nennt, ein Nittnaus Heideboden mit fast 34° "Raumtemperatur" serviert wird, ist mir nicht verständlich. Es hat eine halbe Stunde gedauert, bis er sich mit Hilfe von Eiswürfeln in trinkbarem Zustand befand. Aber das ist ein altes Leiden der Gastronomie, nicht nur im Sommer: die Rotweine haben, bis sie im Glas sind, schon fast an Hitzschlag. Und das beileibe nicht nur an so bescheidenen Plätzen wie dem Weinstadl am Fuß des Kaiseraufstiegs ...!
Wie geht es Ihnen so im Sommer? Mit oder ohne Wein?
Café-Pizzeria Saluti
A-9971 Matrei i. O., Griesstraße 10
04875 / 6726
13 Kommentare | Kommentar abgeben
pastinake, 01.08.06 @ 13:17
Diese nette Runde (hallo Angelika, hallo Profiler!)
animiert zum Posten. Als Alltagsgetränk im Sommer trinke ich tagsüber im Büro gutes Leitungswasser und abends Grüntee mit frischer Minze. Nach dem Sport ein kühles Seiterl Uttendorfer Pils (oder zwei).
Zum Geniessen: am liebsten sehr kalten Rotwein aus dem Kühlschrank und dazu Mineralwasser. Extra, bis zum "Gspritztn Rot" habe ich Trinkbanause es doch nicht gebracht ;-)) Vom schwarzen Merlot bis zum Burgunder schmeckt mir da alles. Es muss ja nicht gerade das Feinste sein, weil ich das aufgrund der Kälte ja doch nicht schmecken würde, aber doch sehr gute Qualität.
profiler, 01.08.06 @ 11:09
trinken im sommer.....
bei diesen temperaturen trinke ich so über den tag verteilt min. zwei bis drei liter wasser (nur leitung kein mineral) und abends, nach dem geschäft bei ca. 38 - 40 grad in der küche, gibts fast nix besseres als zwei kleine bier. wobei mir vorkommt dass das erste von den beiden nicht einmal den magen erreicht, sondern irgendwie in der speiseröhre zu verdunsten scheint.
beim weinkonsum liegt die präferenz eindeutig beim weissen, der rotweinkonsum ist bei mir praktisch auf null gesunken, ach übrigens, minimalist, der sauvignon von russiz war ein hammer, nochmals vielen dank.
trotzdem muss ich sagen, dass ich mich trotz vielfachen bemühens nicht mit den üblichen sommerweinen anfreunden kann, es sollten trotzdem sehr reife federspiele oder smaragde (diese vielleicht ein wenig kälter als gewohnt) sein.
gruss
Minimalist, 01.08.06 @ 09:14
gegen den Strich
ich trinke im Sommer auch weniger Wein.
In der Hitze liebe ich "das Gebrannte".
Gestern habe ich den Rest meines alten "Ardbeg" (G&McPh), Single Malt, verdrückt. Es kann aber auch ein Cognac (bevorzugt "Ragnaud") oder ein Rochelt (Basler Kirsch, Holler,...) sein.
Das treibt die "Hitze" aus dem "Gehirn" in die Poren (dort gehört sie hin).
Gegen den Flüssigkeitsverlust?
Mineralwasser. "Preblauer" zum Auffüllen der Elektrolyte. "Montes/Vöslauer" für jede Minute. "Hildon" zum Geniessen.
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