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Christoph Wagner's Weblog

18.10.04 @ 01:56

Süßer Trost durch — na, ihr werdet schon sehen...

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Oberösterreich ist und bleibt eines der gefährlichsten Länder der Welt. Da hilft nichts, außer vielleicht ein Blick in ooe.orf.at. Die Ausbeute eines Tages: Seilbahnunglück am Grünberg in Gmunden, keine Besserung beim niedergestochenen Trafikanten aus Leonding, gefährliche "Dämmerungseinbrüche" in Marchtrenk, und ein 15-Jähriger wurde von einem 17jährigen mittels einer Leitschiene aufgespießt. Wie schön für einen Landsmann, im weit entfernten und "sicheren" (Michael Häupl) Wien leben zu dürfen.

Aber auch Istrien, aus dem ich gerade komme, bietet nicht nur eitel Wonne: Der schwächste Trüffel-Jahrgang seit langem, und die Burja (der kalte, auch als Bora bekannte Fallwind aus den Bergen) macht Mittelmeerbuchten zu norwegischen Fjorden.

Und dann kommt man endlich heim, besucht ein Lokal seiner Wahl (nein ich sage nicht welches) und bekommt einen schlecht entgräteten Zander auf Rote-Rüben-Risotto.

Es ist zum Verzweifeln.

Doch dann findet sich – meine Computer-Uhr sagt, es sei 1.35h – wenigstens noch ein Gläschen 15jähriger Dalwhinnie im Eichenschrank, und außerdem lungert noch eine Manner Wachauerschnitte in der Speis herum. Und genau sie bringt die Rettung.

Sie ist in Wahrheit jeder der durchaus respektierlichen Mannerschnitten vorzuziehen, da sie genauso schmeckt, aber mit köstlicher Bitterschokolade überzogen ist. Außerdem handelt es sich trotz des Namens nicht um eine schmale Schnitte, sondern um einen vollmundigen Riegel.

Doch kaum einer kennt sie. Meine Manner-Freunde haben mir erklärt, sie habe nur einen winzigen, wenngleich lukrativen Markt, und der befände sich — erraten!!! — in der Wachau.

Tatsächlich steckt hinter der Manner Wachauerschnitte (Arnie, aufgepasst!) jedoch ein klammheimlicher Welterfolg. Die Firma Mirabell müsste sich, wüsste sie um die energetische Power, die in dieser verkannten Wunderwaffe der Konkurrenz steckt, sofort die Mozartkugel geben. Und ich weiß nun endlich, warum die Wachauer Torte Wachauer Torte heißt: nach der Schokolade, natürlich.

Der Dalwhinnie passt echt nicht schlecht zur Wachauerschnitte, die, wie gesagt, eigentlich ein Riegel ist. Doch plötzlich — es ist mittlerweile schon 1:43h — erwacht in mir ein unbändiges Bedürfnis nach hochvolumigen Wachauer Smaragden mit einer gewissen Restsüße.

Klar habe ich etliche davon im Keller liegen. Aber es ist nun schon 1:45h, und der Keller ist nun einmal drei komplett liftfreie Stöcke tiefer.

Ihr wollt wissen, wie ich mich entscheide?

Ich glaube, ich bleibe beim Dalwhinnie.

Andererseits wäre ein bisschen Bewegung um diese späte Stunde auch nicht schlecht.

Mal sehen, was wir mit dieser begonnenen Nacht heute noch anfangen.

9 Kommentare | Kommentar abgeben

steppenwolf, 22.10.04 @ 17:37

Unterkunft
Besser als Flüchtling im Sex-Club als als Asylant in der Kaserne, --- heult der Wolf

andreasbigler, 21.10.04 @ 14:02

Enger Horizont...
Aber nur in geographischer Hinsicht, denn die Vielfalt der Dramatik ist schon beindruckend.

Ich für meinen Teil wünsche mir nur - sollte ich auch einmal auf der Flucht sein - in einem Sexclub untergebracht zu werden, denn das ist immer noch besser als in einem Park zu erfrieren, glaub ich zumindest......

ChristophWagner, 21.10.04 @ 12:46

Enger Horizont
Ich bitte um Vergebung, dass ich auf Schweinereien aus der grünen Mark und dem Burgenland nicht näher eingehen kann, da ich mit der systematischen Aufarbeitung kulinarischer Vorgänge in meiner Heimat OÖ (Stichwort Affenkäfigprozess, Feng-Shui-Gräber, Flüchtlingsheim im Sex-Club und der Konkurs der Pizzeria Niccolai, in der ich vor annähernd hundert Jahren oder so die erste Pizza meines Lebens aß ) schon mehr als ausgelastet bin.

karlheinz, 21.10.04 @ 11:55

solche schweine!
jetzt erhellt sich die situation um die burgenländischen putscherln! nicht gestohlen worden sondern ausgebrochen sind sie um kurz darauf in der steiermark in einem beispiellosen raubzug 53 notebooks zu erbeuten ( http://steiermark.orf.at/oesterreich.orf?read=detail&channel=8&id=349896 )- die 3 überzähligen computer sind vermutlich ein opfer schweinischer gier!

tastatour, 21.10.04 @ 10:41

st. stephan
bemerkenswert, dass es die nationale süssigkeit auch in einer kokosvariante gibt, ohne dass sie sich dabei blamiert.

die zitronenausgabe erinnert dann doch wieder an die grosstante, die dem buben was gutes tun will...

sonjaaa, 20.10.04 @ 14:59

cw
wie war das
fototermin bei meister petz und essenstermin ...
aber eigentlich waer s lieber umgekehrt?? oder ist das zuviel indiskretion bezueglich eines ueberteuerten schickiinnenstadtitalieners??

ps: unterm ratzenboeck pepi haets solche gefahren net gegeben

noapino, 19.10.04 @ 18:26

Burgendländisches Schweinebratenmuseum?
Die Schweine, die heute Vormittag noch als entlaufen galten werden nunmehr als gestohlen gemeldet: http://tinyurl.com/4ymad
Der Vorgang gilt als rätselhaft, wofür auch der Umstand spricht, dass der Diebstahl der 50 Tiere "innerhalb der letzten drei Monate erfolgt ist".

Was auch immer das bedeuten mag.
Irgendwann in dieser Zeit, alle auf einmal?
Oder so im Schnitt jeden zweiten Tag eines? Damit immer wieder frischer Wildschweinbraten auf den Tisch gebracht werden kann?

Vielleicht hat ein Burgenländer auch den Nitschschen Ausspruch ( http://tinyurl.com/59ncy ) falsch verstanden und plant als Konkurrenz zum Wiener Kunsthistorischen ein Burgenländisches Schweinebratenmuseum, um den Punitzer Fremdenverkehr anzukurbeln?

(Teuer genug wären die Tiere ja mit angeblich 400€ pro Stück)

andreasbigler, 19.10.04 @ 11:35

Gefährliches OÖ?
Wien darf nicht Chicago werden, hat da mal ein "Volksvertreter" gesagt, vielleicht etwa weil OÖ bereits Chicago ist???

Na nix für ungut, OÖ ist schon in Ordnung, denn immerhin gibt es dort viele gute Gastrobetriebe!

alma, 19.10.04 @ 11:28

oö on top
Oberösterreich scheint bei seltsamen Vorkommnissen immer die Nase vorn zu haben - oder aber es liegt an den einschlägig eifrigeren orf-oe-Redakteuren, dass sich mehr Haarsträubendes auf der bewussten Seite befindet. Burgenland kann immerhin mit 50 entlaufenen Wildschweinen aufwarten, die sich entweder ein ruhigeres Plätzchen gesucht haben oder aber in die Fänge heißhungriger Obelix-Nachfahren gefallen sind.
Tirol aber ist fad: Berge, Kultur, Verkehr, Benzinpreise und ein bissi Drogen, aber sonst total unspektakulär.

Mangels neuen Eintrags wissen wir nun nicht, ob unser karstiger Bürgermeister noch Bewegungstraining in Form von Stiegensteigen zwecks Smaragd-Rekrutierung absolviert hat oder die Melange aus Whisky und Manner für diese Nacht ausreichend war; mein letzter Smaragd war ein 02 Singerriedel und so goldfärbig und lindenblütenhonigüppig, dass mich, wäre nicht die Flasche vor mir gestanden, Zweifel an seiner Jugend hätte haben müssen.

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