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Christoph Wagner's Weblog
17.11.04 @ 00:30
Kuhlinarisches Oberösterreich
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„Es war wohl die Angst vor der Schlachtbank", las ich auf www.oeorf.at, „die das Tier zu seiner Flucht bewogen hat. In einem Stall in der Linzer Petzoldstraße war es dem zwölf Monate alten Rind gelungen, sich beim Verladen loszureißen. Das Tier rannte ziellos im Bereich der Donaulände herum und begab sich schließlich auf die Mühlkreisautobahn. Während bei der Linzer Polizei unzählige Notrufe besorgter Autofahrer eintrafen, machten die Polizisten Jagd auf das Tier.
Nachdem das 350 Kilo schwere Rind jedoch nicht eingefangen werden konnte, musste es bei der Eisenbahnbrücke mit zwei Schüssen erlegt werden, um eine weitere Gefährdung von Autofahrern und Passanten zu verhindern."
Warum passiert sowas nicht in Tirol, Kärnten, Vorarlberg oder der Steiermark?
Ich glaube, ich weiß die Antwort: Weil die oberöstereichischen Kühe als letzte ihrer Rasse noch einen wachen Instinkt dafür haben, was wahre Anarchie ist.
Wie die Oberösterreicher, muss ich in diesem Zusammenhang hinzufügen, ja ganz allgemein unterschätzt werden.
6 Kommentare | Kommentar abgeben
ChristophWagner, 21.11.04 @ 01:52
ad @sonjaa & Anarchie
Selbstverständlich weiß ich um die vielen halbseidenen Beiträge meiner Heimat zu Film, Funk und (stattspolitischer) Bühne. Ich möchte nur submissest darauf hinweisen, dass auch Hermann Schürrer, der Großmeister der anarchistischen Literatur des 20. Jh. (nebstbei ein Schulkollege meines Vaters) Oberösterreicher war. Seine beiden Hauptwerke „Europa oder Die Toten haben nichts zu lachen" und „Klar Schilf zum Geflecht" kann ich jedem/r literarisch interesserierten SpeisingerIn nur zutiefst ans Herz legen.
noapino, 17.11.04 @ 23:42
@sonjaaa : Gerechtigkeit für die Kuh!
Ich möchte doch mit aller Deutlichkeit darauf hinweisen, dass ein Vergleich der bemitleidenswerten Kuh mit sattsam bekannten Exil-OÖlern (unser BM sei selbstverständlich ausgenommen) in aber überhaupt keiner Weise angebracht ist:
Hat sie doch - im Gegensatz zu den angeführten und -gedeuteten, die ihre Bestimmung jenseits der Grenzen fanden, versucht, im Lande zu bleiben.
Zugegeben - das Unternehmen war nicht wirklich erfolgreich, aber sie hat es immerhin versucht!
steppenwolf, 17.11.04 @ 23:40
fliegende Kühe ...
erfreuen sich allgemeiner Beliebtheit. Bei der Recherche im Internet gibt es relativ glaubwürdige Berichte auch aus England, wo die fliegende Kuh "großen Schaden" an einem Wohnwagen verursachte, als sie aus 10 m Höhe nicht so einen eleganten Bogen fliegen konnte, wie man das immer bei den Actionfilmen zeigt.
Und auch dort hat sich die Kuh in anarchischer Weise nicht an das Begrenzungsschild gehalten: "Bitte hier nicht weiter, es droht Absturzgefahr."
noapino, 17.11.04 @ 16:19
HA! Erwischt! Kein Dienstag!
Die Geschichte mit der Kuh kann schon deshalb nicht stimmen, weil der 29.4.2001 kein Dienstag war, freute sich der Erbsenzähler festgestellt zu haben und legte sich beruhigt wieder nieder.
tastatour, 17.11.04 @ 14:50
muh
'Fliegende' Kuh versenkt Fischerboot
Tuesday, 29. April 2001 - 06:50:38
Im Ochotskischen Meer (Insel Sachalin, nördlich von Japan) ist eine Kuh vom Himmel gefallen und hat beim Aufprall ein japanisches Fischerboot versenkt.
Die Begebenheit wurde als Beispiel für den desolaten Zusatand der russischen Streitkräfte und der russischen Flugsicherung geschildert: Russische Soldaten (der Gerechtigkeit halber sei erwähnt, dass russische Soldaten oft seit 6 - 12 Monaten vergeblich auf ihren Sold warten!!!) hatten eine Herde Kühe gestohlen und wollten sie mit einer Transportmaschine wegfliegen. Die Kühe wurden im Inneren des Flugzeugs jedoch nicht angebunden. Als die Tiere während des Flugs in der Maschine unruhig wurden, wurde das Flugzeug instabil und den Soldaten blieb nichts anderes übrig, als die Herde über die Heckklappe 'ins Freie' zu treiben. Das 'Freie' lag allerdings 2000 Meter tiefer.
Eines der Tiere traf das japanische Fischerboot, das sofort unterging. Die Fischer konnten unverletzt geborgen werden.
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wobei: diese geschichte lässt sich mirnixdirnix ausgoogeln und ist wohl in die kategorie "urban legends" einzuordnen.
die oberösterreichermafia an den musikausbildungsstätten gibt es hingegen wirklich.
sonjaaa, 17.11.04 @ 11:33
hm
die oberoesterreicher verschicken ihre extremsten "ausgeburten" ja gerne in andere gefilde:
haider nach kaernten
krenn nach niederoesterreich
etc
deren politische ansichten (es gab da ja auch noch schlimmere) ich nicht unbedingt als anarchisch bezeichnen wuerde.
und bei den kulturschaffenden happerts leider ein bisserl - aber vielleicht aendert sich das ja in den naechsten jahren!
--- 04.09.18 @ 20:56
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