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SPEISING Open

09.04.08 @ 22:13

First time Vienna?

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Wohin mit dem Freund, fragt mich der Widerspruch am Donnerstag. Ein Freund, von fern her und erstmals in Wien, wünscht die Stadt kennen zu lernen. Der Widerspruch schlägt sofort den Naschmarkt als Vormittagsprogramm vor. Ausgerechnet den Naschmarkt! Man könne dort schön sitzen und sich von Düften und Farben inspirieren lassen, Kleinigkeiten aus aller Welt verkosten und die weisse Sonne des Frühjahrs genießen. Jo eh, seinerzeit, erwidere ich gelangweilt und schlage den Yppenplatz vor: Samstag Vormittag ist Yppenplatz-Time, gottseidank wissen es noch nicht so viele und man findet immer noch ein Platzerl, Inschallah, an der begehrten Sonnenmeile vor Noi, C.I. und gegenüber dem ANDO. Hier findet ein Wien statt, dass dem Freund vom Widerspruch die Ohren nur so schlackern werden. Das ist so echt, dass man sich in einem Fellinifilm wähnt, die Untertitel dazu stammen von HC Artmann und Orhan Parmuk. Die Zahl der Selbstgefälligen nimmt zu, beeilt Euch!
Zu Mittag möchte der Widerspruch zum Figlmüller in dieser Passage, Schnitzel essen. Najo, denk ich mir, und lass mir das auch anmerken. Dort werden die Schnitzel auf zwei Quadratmeter geprügelt, da ist nichts mehr mit Saftig! moniere ich und schlage den Reinthaler in der Gluckgasse bzw. das Kurz An der Hülben vor. Die Meierei böte sich auch an.
Gut, meint der Widerspruch, aber wohin nach dem Mittagsschlaferl? Ein Visite in einem Kaffeehaus, das Central eventuell? Ich verbiete diese Konfektionsware und fahre mit den beiden raus ins Salettl-Pavillion im Neunzehnten auf einen 5-Uhr Tee, der sich zu einigen Gin and Tonic entwickelt und die Abendgestaltung offen lässt: Erdig, zum Heurigen Leitner am Sprengersteig in Ottakring, es warad wengam Wienblick, oder runter in die Stadt ins Palmenhaus? Das Palmenhaus gibt uns Wienern so herrlich die Möglichkeit, sich als Weltstädter von Bedeutung zu fühlen. Es ist und bleibt ein schönstes Lokal der Stadt mit der besten Terrasse, lässiger Mucke, einer richtungsweisenden Weinkarte und viel Erfreulichem auf der Speisenkarte. Hier ist Wien groß und der Freund vom Widerspruch staunt Bauklötze. Leichtes Essen und leichter Wein lassen noch Platz für einen weiteren Locationswechsel: Ich will in den Volksgarten Pavillon, der Widerspruch schleppt jedoch seinen Freund und mich zur Hermanns Bar, auch ok. Einige Biere später zischen wir zwei letzte zur Wurst am Stand am Hohen Markt und stellen fest, dass wir beim nächsten Wienbesuch ein weniger konventionelles Programm fahren wollen und uns vorher auf Speising.net informieren möchten? Also, Speisinger, wohin?

26 Kommentare | Kommentar abgeben

TomCool, 16.04.08 @ 09:13

Gar ned..
in die Aida auf ein eclaire? :-D

eclaire, 16.04.08 @ 07:15

Feinde...
... würde ich ins Anker Café in der Opernpassage einladen. Dann verlassen sie sicher wieder fluchtartig die Stadt.

dschungeltier, 15.04.08 @ 22:53

feinden
empfehl ich was aber geh mit ihnen nirgends hin. grinzinger oder neustifter heurige zum beispiel, solche mit vielen japsebanern, oder ich schick sie zum pfarrwirten.

OberkllnerPatzig, 15.04.08 @ 22:40

Und wohin mit dem Feind?
Roma, Monte Rosa und Imperial?

rangali, 15.04.08 @ 19:45

da werden
erinnerungen wach :-)

es war einmal eine wunderschöne prinzessin aus einem fernen land, die auf der suche nach einem prinzen in die bundeshauptstadt reiste. die boten hatten ihr erzählt, dass die prinzen ebendort gar wunderschön und höchst generös wären.

sie traf gar viele von ihnen. die prinzen führten sie in wunderbare und -liche lokale, eines hieß schlusche, ein anderes fabios, einen traf sie in diesem biertempel gleich neben der rotenturmstrasse, ein anderer lud sie in ein etablissement namens vorstadt ein. sie lernte abenteuerliche lokale im siebten- nein, nicht himmel- bezirk kennen, sie war spezialistin in kaffeehäusern, wiens ältestes war auch dabei. im demel zerteilte sie zierlich- wie es einer prinzessin geziemt- cremespeisen, im unaussprechlichen ließ sie sich brötchen mit pfiff schmecken, im grünspan ließ sie es nicht beim pfiff bleiben, und im aux gazelles prickelte der champagner durch ihre kehle.

der prinz, der schlußendlich ihr herz eroberte, erkannte, dass prinzessinnen aus diesem landesteil nur mit schnitzel zu erobern sind und ging mit ihr zu den zwei lieserln.

und wenn sie nicht gestorben sind, lieben sie heute noch.

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