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Gasthaus Hanslwirt (Wien)

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Gasthaus Hanslwirt (Wien)
copyright Gregor Fauma

Ich bin einfach nur froh, dass ich es geschafft habe. Geschafft, einen Tisch zu ergattern - aber das wird sich noch als Witz herausstellen.
Seit über zwei Jahren will ich zum Scherner, lässt der Blick durch die Fenster ein wunderschön altes Beisl vermuten. Doch jedesmal, wenn es ans Reservieren geht, finde ich im Internet keine Telefonnummer und keine Zeit für tiefere Recherchen. Es wurde dann aus Zeitmangel stets ein anderes Wirtshaus (franz, Weinschmankerl, Arlt, Wratschko, Schilling, ...).
Doch diesmal wollte ich es schaffen. Stundenlanges Gegoogle brachte nichts. Es gibt zwar im Josefstädter Bezirksblatt eine Empfehlung von den Bezirksgrünen, mit Öffnungszeiten, Foto und allem Pipapo, jedoch ohne Telefonnummer. Nichts. Nicht einmal der Herold weiß bescheid. Der Name der Wirtin wurde rausgefunden, auf der selben Anschrift wohnt auch so ein Name - der jedoch am Telefon behauptet, nicht die Wirtin zu sein. Zufälle gibts.
Welch Glück! Am Weg in die Hacke kreuze ich den Scherner (der eigentlich Hanslwirt heißt) und sehe am Morgen Licht darin. Ich klopfe an, eine Person mit Bügeleisen nähert sich dem Fenster, ist aber partout nicht bereit, mir die Tür zu öffnen und mir zu sprechen. Pech gehabt, es soll nicht sein.
Was bleibt, ist die Kaltakquise. Und so treffe ich mich mit einer lieben Freundin am schneeverstöbertsten Abend des Jahres im Scherner und bleiben bis zur Sperrstund´ die einzigen Gäste. Soviel zum Reservieren.
Der Schank-und gleichzeitig Gastraum ist sauber eingedeckt, es gibt Weihnachtsschmuck und alles wirkt gepflegt. Die gackerlfarbenen Holzwände wirken alt, jedoch ohne Muffigkeit oder dergleichen. Das Licht an den beiden Stammtischen ist milde und verströmt Gemütlichkeit und Ruhe.
Die Karte verspricht Fleisch, paniert und natur. Rostbraten Girardi, Zwiebel, Vanille und Puszta sowie Gulasch und Tagesgerichte. Alles Servierte ist in Ordnung und erinnert mich an Großmutters Küche, derber und urtümlicher in seiner Form. Eine illustre Herrenrunde verkostete eine Woche später die Karte querbeet und es hat allen geschmeckt. Mehr möchte ich dazu nicht schreiben, es ist ein Lokal für gesellige Runden mit Unterlagenbedarf und sicher nicht für Feinspitze. Auch an jenem Abend waren wir die einzigen Gäste.

Die Chefin ist ausgesprochen nett, das Häusl abenteuerlich und der gesamte Betrieb wirkt sehr privat. Es scheint fast, als ob die Chefin und ihre Freunde das Lokal für sich führen und sich dabei über gelegentlichen Besuch freuen.
Ich mag den Scherner/Hanslwirt wie er ist und war bestimmt nicht die letzten Male dort.

Gregor Fauma

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Speising sagt

nicht bewertet

empfohlen am 30.12.10 @ 11:37

Adresse

Blindengasse 16
1080 Wien
Telefon: 0676.6928082

Ruhetag(e): So, Feiertags
Küchenzeiten: Mo-Sa 10-23 Uhr

Inhaber: Fam. Scherner

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