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Gergely's (Wien)

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Das Sympathische an Stefan Gergely und seinem gastronomischen Lebensprojekt ist immer schon gewesen, dass er sich und seinen Gästen nichts vormacht. Der Ex-Journalist, Chemiker und Cellospieler hat nie nach Hauben und Sternen geschielt und die Tatsache, dass er einfach ein kommerziell orientiertes Unternehmen führt, auch niemals durch das Blasen von kalten Espumas und heißer Luft verschleiert. Andererseits hat er den Gästen seines Gastronomiekomplexes auf den Fundamenten eines mittelalterlichen Kastells im fünften Bezirk auch stets einen "good bargain" angeboten, sprich: leistbare Erlebnisgastronomie auf der Basis von grundsolider bis zuweilen sogar exorbitanter Qualität.

Ähnlich wie Ewald Plachutta ist Stefan Gergely das, was man einen "moderaten Systematisierer" nennen könnte. Er weiß, dass sich ohne Systemgastronomie heutzutage kaum Gewinne lukrieren lassen, aber er systematisiert in erster Linie Abläufe und nicht Rohstoffe. Systemgastronomie bedeutet also nicht, dass hier Packerln aufgerissen und Fertigsaucen verspritzt, sondern dass nur solche Gerichte angeboten werden, die sich als "kluge Produkte" sowohl am Gaumen der Gäste als auch in der Bilanz des Betreibers bewährt haben. In jüngster Zeit ist dem präzisen Analytiker Stefan Gergely jedoch aufgefallen, dass sich gerade im Kernstück seines Gastro-Komplexes, der "Schlossgasse 21", die modernen und postmodernen Küchenkonzepte reziprok zur Ambiance entwickelten. Seit einer Woche sieht das Lokal daher nicht mehr aus wie ein Spät-80er-Treff mit Halogenlicht und Bierwolke, sondern wie der fashionabel renovierte Gewölbekeller eines kleinen Stadthotels, rote Lederfauteuils und Kristalllüster inklusive. Der Tapetenwechsel wird den Stammgästen von Langzeit-Küchenchef Rudi Kirschhofer durch allerlei neue (und äußerst wohlfeile) Schmankerln zusätzlich schmackhaft gemacht.

"Essen zum Quadrat" lautet die Devise, unter der auf vierteiligen Tellern hübsche kulinarische Quartette zu Themen wie Wiener Küche, Mezze, Tapas, Knödel oder Asien aufgetischt werden, jeweils vier kleine feine Gerichte zum Kampfpreis von 7,20 bis 9,60 Euro pro Teller. Als kleiner Appetizer geigt bei Kammermusiker Gergely auch ein Würstel-Trio (Mini-Käsekrainer, Chorizo & Blunzen) um 4,50 auf. Gelegentlich "marschiert" dann (Gergely ist ja auch Gastrosoph) ein "Grosse Pièce" in Form eines ganzen Hirschrückens, einer Hochrippe oder eines gebratenen Truthahns durch die soignierten Räume und erweckt genau jenes Verlangen, das Gergely in seinem neuen "Gergely's" möglichst perfekt bedienen will: die Lust, einfach zuzugreifen!

Christoph Wagner

9 Kritiken | Kritik verfassen

Speising sagt

empfehlenswert

ø 1.20 Punkte (5x bewertet)

empfohlen am 16.10.03 @ 15:14

Adresse

Schlossgasse 21
1050 Wien
Telefon: 01.544 07 67
Fax: 01.548 84 66
Email: info@schlossquadr.at

Ruhetag(e): So, Feiertags
Küchenzeiten: Mo-Sa 18-23.30 Uhr
Menüpreis: €

Inhaber: Dr. Stefan Gergely
Küchenchef: Rudi Kirschenhofer
Kreditkarten: Visa

www.schlossquadrat.at

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