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Zur schwarzen Katze (Wien) - ARCHIV

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HAT GESCHLOSSEN!

The Rise and Fall auf Günther S and the Katze from Hernois

Das alte Wirtshaus hatte regelmäßig frische Innereien auf der Karte und weniger frische Gäste im Lokal. Diese verstanden es, sehr langsam zu mittagessen und nahmen sich ihr Abendessen gleich in Reindeln und Töpfen mit nach Hause. Sozialromantik pur.

Athmo
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Dann war es zu und August 2005. Die Angst, es könnte ein Wettcafé oder eine Admiral-Wind'n werden, war berechtigt aber unbegründet. Es kam ganz anders.

Ein erster Besuch und die Geschichte beginnt, zaghaft. Denn wir blieben, abgesehen von den „Querulanten” (Stammgäste hatten bei G & S Spitznamen), auf lange Zeit die einzigen Gäste und stellten uns die Frage, wie lange er das aushalten wird – nämlich fantastisch kochen zu können, aber keine Gäste zu finden. Aber er wollte auch nicht suchen, sondern offensichtlich entdeckt werden. Zu entdecken gab es ausreichend:

Das Angebot an Speisen war zweigeteilt: Einerseits die Wirtshaus-Klassiker mit Beuscherl, Wangerl, Fledermaus – andererseits Günthers Kreationen. Und diese ließen einen aufschmecken! Wachtel, Topinambur, Lamm, Rotbarbe, Risotto, Limetten, Ingwer, Avocado, Ente, Frühlingszwiebeln, Tascherln, Flusskrebse, Polenta, Sesam, Puree, Chorizo, Pomodori secchi, süsses Pesto!, Pinienkerne, Sugho, Jus, Glace ….

Seine Kunst ist, dass es für ihn wahrscheinlich keine Kunst ist – es kommt alles so selbstverständlich daher, leicht, klar und ohne jedes Blenden. Die Begeisterung seiner Gäste schien ihm daher nicht ganz nachvollziehbar.
Die Gastwirtschaft hatte viel Patina, einen uralten Schankraum und einen Speiseraum im 50/60er-Stil. Das blieb auch so, schnörkellos.

Ein eisiger Winter, eine schlechte Heizung, zugige Fenster und nur wenige Gäste ließen ein frühes Ende absehbar werden – Günther S sprach bereits von Kündigung des Pachtvertrages. Jetzt wurden seine Gäste aktiv – denn man konnte doch nicht zusehen, wie dieser liebenswert „schöne” Familienbetrieb nach nur wenigen Monaten wieder zusperrt.

Ein Speising-Eintrag, ein Corti-Bericht und eine Nowak-Erwähnung machten schon fast Reservierungen notwendig, es ging aufwärts, es ging Richtung Sommer. Ein launiges Fest „Alt trifft Neu” mit Herrn Theo, dem singenden Kellner, und jeder Menge Wein aus Wien-Unbekannt ließen die Katzenfreunde enger zusammenrücken.

Ein Sommer ohne Schanigarten bot Gelegenheit zu Direktmarketing, hunderte Kopien der Speisenkarte wurden im Hernals verteilt und schmückten zahlreiche Autos der näheren Umgebung. Die Speising-Community wurde immer aktiver und der Katze widerfuhr ein für Wien typischen Phänomen – sie wurde zu einem Geheimtipp, den jeder kannte.

Es folgte die beste Wildkarte der Welt. Günther übertraf sich und die Erwartungen seiner Gäste Abend für Abend. Bewundernswert auch seine Partnerin Sabine, die fast jeden Abend, nach ihrer eigentlichen Tätigkeit in einem Büro, gemeinsam mit Herrn Theo die Gäste umsorgte. Herr Theo, der sämtliche Sorgen seiner Gäste im Gesicht trägt, ist auch Familienmitglied und launig-versierter Oberkellner der ganz alten Schule.

Die Gastwirtschaft zur schwarzen Katz' - von Insidern und Besseressern liebevoll kurz Katze genannt, war fast immer gesteckt voll, selten leer und wöchentlich Thema im Speising.net: Die User/Esser überschlugen sich vor Schwärmereien, und wahrscheinlich war täglich irgendein Speisinger in der Katze genießen. Mehr Gäste brauchen mehr Kellner - Viola, Christine und Manuel deckten diesen Bedarf zum Teil charmant, zum Teil professionell.

Die Karte wechselte alle paar Wochen, mit Spannung wurden die neuen Gerichte verkostet. Die Suppen waren ein Pflichtpunkt, die kleinen Vorspeisen konnte man nicht auslassen, bei den Hauptgängen war eine Entscheidungsfindung fast unmöglich, so Genuss verheißend war das alles. Schluss? Nein – die Desserts setzten noch einen kreativen Höhepunkt drauf, wenn man sich bereits glücklich entspannt zurücklehnte und leise in sich hineinlächelte. Es war einfach nur schön.

„Ich habe den Pachtvertrag gekündigt, mit Ende März ist Schluss” schlug ein wie eine Bombe, tat weh und kam einer Kränkung gleich. Wieso, wieso jetzt, Du bist doch jeden Abend ausreserviert, Du kannst den Sommer übertauchen, warum nur…? Wie trotzige Kinder wollten wir uns mit einer Realität nicht abfinden. Eine Realität, die für Günther anders aussah als für seine Gäste:

Eine einsinkende Küche, ein semipermeables Dach (Frischluft blieb draußen, der Regen ging durch), kein Kühlhaus, eine lebensgefährliche Elektrik, kein echtes Bratrohr und vieles mehr. Auch die Situation für seine Gäste war ihm ein Dorn im Auge: Die Lüftung irreparabel kaputt, der Gästeraum kaum -, die Toiletten gar nicht zu heizen. Das alles zu einer sehr hohen Pacht und ohne jede Aussicht auf Besserung. „Ich koche mir ein gutes Publikum, dass dann im Winter auf der Klobrille festfriert und dessen Kleidung tagelang ein Souvenir der Katze mit sich trägt – das will ich nicht.”

Die Ankündigung des absehbaren Zusperrens schlug Wellen und führte dazu, dass sich hinter Akronymen versteckende Poster zu Menschen aus Fleisch und Blut verwandelten, die einander kennen lernten. Es wurde intensiv über ein Fortführen der Katze nachgedacht, doch es blieb bei der Absicht.

Jetzt ist es vorbei, es bleibt die Dankbarkeit und Freude, diese herrliche Zeit intensiv miterlebt zu haben. Die nächste Türe wird aufgehen.

Was war es? Warum ist gerade dort, zu dieser Zeit, mit diesen Protagonisten etwas entstanden, das über ein gutes Gasthaus weit hinausgeht?

Patzig meint: Die Katze wollte nie mehr sein, als sie war. Keine modernen Bilder oder stylische Food-Fotos, keine cool-urbanen Kellner, frei von Firlefanz in jeder Hinsicht. Selbst die Gäste waren bar jeder Anwesenheits-Eitelkeit.

Das allein war es aber nicht. Die Ehrlichkeit der Hauptdarsteller, die Geradlinigkeit der Küche, diese gelebte Unkompliziert- und Unkapriziertheit schufen einen Raum tiefer Entspannung, der von Genuss und Lebensfreude geprägt war.
Danke Günther, danke Sabine.

Was meinen die Katzenfreunde – was war es?

OberkllnerPatzig

47 Kritiken | Kritik verfassen

OberkllnerPatzig, 22.02. @ 19:48

Katze IV, vulgo ZBW, ist nun auch Geschichte
Am Samstag war der letzte Tag im Zwischenbrückenwirt. Szigeti wird in Zukunft als angestellter Koch arbeiten; wo, ist noch nicht fix.
Am Samstag gab es einige Erinnerungsgericht: die herrliche Topinamburcremesuppe, das Tartare vom Lachs/Rind, die Gänseleber-Creme brulee, Entenbrust mit Maroni und Gnocchi, Rindswangerl geschmort und gebacken, Krapfenschmarrn , ... beim Leertrinken des Kellers konnten wir auch noch helfen - schön war es, danke, Sabine, für Dein liebesvolles Kümmern! Danke, Günther, für das herrliche Essen! Wir sehen uns wo auch immer!

dfw, 05.10.07 @ 11:29

na ja
hoffentlich krieg ich heuer noch einen tisch :-)))
und wie ich mich freu !!!

muriel_igel, 03.10.07 @ 19:57

Sie ist wieder da!!!!
Ab Montag, den 8. Oktober ist sie wieder da, die schwarze Katz'!
Wien 18, Kreuzgasse 35.
Kinder, ich bin völlig aus dem Häuschen!

OberkllnerPatzig, 11.09.07 @ 15:51

@ dschungeltier
Geduld ...

dschungeltier, 11.09.07 @ 09:03

warum hab ich das nie kennengelernt
ewig schad um sowas, höchstwertiges essen geht also auch ohne schmafu und irrem geldeinsatz. und meinem lieblingslokal, der hoftaverne in bad zell wirds mangels gästen (bad zell ist nicht wien) bald genau so gehen. die wahren helden der küche sterben aus

OberkllnerPatzig, 09.09.07 @ 21:55

Katzenfutter
Günther Szigeti wir im Rahmen des Speising -Preis-Achtelns im Weidinger für das Papperl sorgen, quasi als Gastkoch. Unter preisachteln@speising.net könnt Ihr Euch anmelden und habt nicht nur Szigetis Küche, sondern auch wirlich feinste Rotweine in einem launigen Rahmen dabei.
Ich würde mich freuen, wenn Ihr dabei seid!

muriel_igel, 09.09.07 @ 16:11

Ist damit das Café Weidinger am Lerchenfeldergürtel gemeint? Soll man reservieren lassen? Mein Mann, unsere Freunde und ich leiden seit Ende März an nicht enden wollenden Entzugserscheinungen - es wäre eine Tragödie, wenn wir wegen Platzmangels wieder unverrichteter Dinge wieder vom Hof reiten müssten.

OberkllnerPatzig, 06.09.07 @ 18:15

Feines von der Katze ...!
.... am 21. September im Rahmen des Preis-Achtelns im Cafe Weidinger können Erinnerungen an die Schwarze Katze aufgefrischt werden, denn Günther kocht dort für die Rotweinnasen! Dort kann man ihn dann auch mit Fragen löchern ...
Hmmm?

alma, 20.04.07 @ 18:21

Welche Zeitrechnung! Der 31.3.07 scheint zudem erst gestern gewesen zu sein.

m1a2tti, 20.04.07 @ 18:01

Ein seit drei Jahren geschlossenes Restaurant sollte eigentlich aus diesem Netz entfernt werden.

muriel_igel, 05.04.07 @ 17:37

Bei aller Trauer bleibt uns doch die Hoffnung, dass die Szigetis ja willens sind ihr segensreiches Werk fortzuführen. Ich hoffe, dass wir nicht allzulange darben müssen und bald ein Raunen durch Speising geht: The black cat is back!

mazi, 04.04.07 @ 00:04

Eine Fotostrecke zur Abschiedsfeier wird es geben - sobald der Schmerz überwunden und neue Hoffnung geweckt ist!
Also: erholt Euch und gebt uns Bescheid, wo, was, wann und wie! Wir kommen bestimmt!!!

-ad-, 03.04.07 @ 18:45

Mir war es nicht vergönnt, mehr als eine Ahnung zu bekommen von dem, was hier entstanden war - für mich war es das virtuelle Stammbeisl. Zu wünschen ist, allen: dass sich ein solches vitales und weniger virtuelles baldigst wiederfindet.

dfw, 03.04.07 @ 02:07

Auch von mir ein DANKE an Andrea, an Patzig für sein Engagement und seine Ode (beim Lesen sind mir Tränen gekommen) und an Günther und Sabine.

Wie tief durfte ich den "Geist von Speising" mit, durch und bei der Katze erleben. Danke Patzig und kubse.

Etwas wie die "Katze", ohne Günther und Sabine, kann es nie mehr geben. Möge aber ihr Geist in Speising und den Speisingern noch lange verweilen (cit. mazi).

Der "Geist der Katze" kann nicht offline gehen (TomCool)

Ich habe viel lernen dürfen. Auch dafür bin ich dankbar.

SOUL FOOD, das war's noch nicht. (Verzeih, kubse)

kubse, 03.04.07 @ 01:19

Liebe Andrea, lieber Patzig,

was ihr da oben online gestellt habt, ist ein wunderbarer Qualitätsbeweis des lieben Speising, und ich hab dieses unglaublich wohlige Gefühl in mir, Menschen zu kennen, die das Herz am rechten Fleck haben. Ich maße mir nicht an, den wahrhaft rechten Fleck zu kennen, ist es doch ein ganz persönliches, subjektives Empfinden, und als solches kommt es unbeschreiblich gut daher! Danke Günter und Sabine, aber auch danke an dich, lieber Oberkllner, dass du dieses Engagement auf dich genommen hast.
Woanders aufgeschnappt: SOUL FOOD. das war es, oder?

TomCool, 01.04.07 @ 08:44

"Alles für die Katz", möchte man sagen, wenn man tags darauf feststellt, dass auch kleine Portionen sich mächtig an die Hüften schmiegen können, wenn es soooo viele sind. Und doch möchte man keine davon missen.

Das Wissen, dass ein Koch wie Szigeti kein Problem haben wird, eine neue Wirkungsstätte zu finden, (wenn er das will), tröstet ein wenig. Die Ahnung, dass wir auf Speising zu den ersten gehören werden, die davon erfahren, freut.

Traurig wäre ich erst, wenn die schwarze Katze als Restaurant auf Speising offline geht. Das sollte nie passieren. Ein Beisl, das so viele Speisinger dermassen bewegte, muss wenigstens virtuell online bleiben. Und für eine neue USP der Seite sorgen: "Wir wissen, wo es früher gut war."

Definiert durch den Zusatz: "geschlossene Favoriten der Speisinger".

Viel Glück der liebenswerten Crew auf ihren neuen Wegen!

-ad-, 21.03.07 @ 18:47

Da muss ich mir doch morgen mal selber ein Bild machen!

dfw, 18.03.07 @ 16:58

ich bin jetzt in der Halbzeit beim durchgenießen durch die "best of katze" Heute war's Lamm und Zander, und natürlich Capuccino x 3, usw.

Am Nebentisch Speising-Leser, auch Szigeti-Fans. Haben schon reserviert für nächsten Sonntag. Also viel Zeit ist nicht mehr, denn die Reservierungen mehren sich rapid.

Heute hat der Günther Szigeti gemeint, in seiner noblen, zurückhaltenden Art. es besteht der Funken einer Chance, daß er "vielleicht" in Hernals bleibt, aber nicht in der Katze. Tut mir leid Günther, aber das muß die Gemeinde erfahren.

Und irgendwer sollte den Stadthauptmann informieren, daß sie die Hernalser Hs. am Monatsende sperren, und das Parkverbot aufheben.

katiza, 18.03.07 @ 13:25

Milchlammbeuschel natürlich!

katiza, 18.03.07 @ 13:24

Gestern endlich auch da gewesen - eventuell zeitgleich mit mazi????(wir waren vier, wenn man reinkommt nach dem Schankraum 1. Tisch rechts) - und stimme jetzt aus vollem und ganzen Herzen in den Katzenjammer ein. Habe sofort meinene Terminkalnder durchforstet und hoffe, es vielleicht noch mal zu schaffen bevor....
Ich hatte übrigen einen Traum von Milchrahmbeuschel und Cappuccino X 3. Das von mazi beschrieben Dessert durfte ich jedoch auch probieren - schnurrrrrrrr

mazi, 18.03.07 @ 12:33

Der Aufguss, verrucht engelsgleich: karamellisierter Frischkäse mit süßem Pesto, süßsäuerlichen Apfelspalten, Basilikum und Zitronenmelisse...

Darf man das?? Ein verboten überwältigendes Zusammenspiel feinster Gaumenfreuden, das die Sinne benebelt, gleichzeitig verschüttet geglaubte Erinnerungen an heiße Sommertage hervorholt und, enthielte es rechtlich bedenkliche Inhaltsstoffe, ein Schicksal wie einst die Grüne Fee erleiden müsste.

Ein neuerlicher Besuch der Wellnessoase Szigeti ist dringend erforderlich... wo doch... man wagt es nicht zu denken...

dfw, 17.03.07 @ 10:13

Gestern war Melancholie pur, bei und nach dem Menu a la dradra, ein Auszug aus "Best of Katze". Einfach himmlisch!

Und zweierlei war zum Heulen: Günther Szigeti macht wirklich ernst. Nur noch ein paar Tage "Best of Katze". Man sollte ihm Fußfesseln anlegen oder ihn festbinden. Oder er sagt endlich, wo er hingeht. "Die Hoffnung stirbt am letzten"

Und zweitens war der Schankraum voll besetzt; vermutlich mit Speisingern, die schon den Sitzstreik proben.

dfw, 08.03.07 @ 14:38

ich kanns ja probieren; das Wilheminenspital ist eh in der Nähe

OberkllnerPatzig, 08.03.07 @ 09:21

... für mich am 30.3., so gegen 17:00 Uhr - wer stellt sich und meint, er könnte länger picken bleiben als Patzig ...?
Gebt Laut!

dfw, 07.03.07 @ 22:08

Und wann gibt's den Sitzstreik???

OberkllnerPatzig, 05.03.07 @ 13:10

ABSCHIEDSFEST / RUNNING KATZE 30./31. März !!!!!!!!!!!

Liebe Katzenfreunde,
von Freitag, 30.3. (ca. 17:00 Uhr) bis Samstag Nacht (31.3.) geben Günther, Sabine und Herr Theo ihr Abschiedsfest: RUNNING KATZE, und ich habe die traurige Ehre, das Fest anzukündigen.
Es wird ständig kleine Katzenteller aus der Küche geben, 2 Euro der Teller, mit feinen Günthereien, je nach Laune und Nachfrage. Zusätzlich wird der Weinkeller "aufgelöst", das Achterl um 1.8 Euro, unabhängig von Wein und Winzer.
Ich verspüre bereits unbändigen Appetit und entsetzlichen Durst ...

C U THERE, SPEISINGER

kubse, 05.03.07 @ 10:25

Endlich war das Geburtstagsfeierbedürfnis stärker als die diversen Viren.
Lazarett in die Hernalser Hauptstraße verlegt.
Gesundgegessen mit Topinambur- und Kokos-Kürbissupperl, Rieslingbeuscherl (Foto) und Kalbszüngerl, Limettenrisotto, Thunfisch und Backhendl, Chardonnay-Medizin vom Edlmoser brav eingenommen, und schon geht's viiiiiiiel besser ;-)

Muss noch einmal hin, bevors aus wird sein.

PS: Die vielen Endungen auf -erl täuschen ein bissl über die wahren Portionengrößen - ist eher liebevoll als verkleinernd gemeint...

dradra, 02.03.07 @ 16:19

ABSCHIEDSKATZE
Seit Montag gibt es die Abschiedskarte, ein "Best of Katze":
Melancholie kam gestern abend auf bei:

- Topinamburcremesuppe mit Entenverhackertem
- Ente à la Dra (mit Topinambur-Pilzgröstl und Traubenglace)
- Karamellisiertem Frischkäse mit Apfel-Melissensalat und süssem Pesto.

Wer bis jetzt nicht dort war, hat jetzt noch 1 Monat lang Gelegenheit, eine "Leistungsschau" von Günther Szigeti zu verkosten - denn am 1. April ist es zu spät. Kein Scherz.

mazi, 17.02.07 @ 19:08

Dort, wo man den g’schupften Ferdl grad um die Ecke biegen gesehen hat, dort, wo die Wiener Vorstadt noch unbeleckt von Fast Food Ketten existiert, dort, wo sich die Straßen fast schon obszön breit ausnehmen im Vergleich zum sonst so dichten Wiener Straßennetz, dort beginnt meine Geschichte: in Hernals.

Das Hauserl, bescheiden einstöckig schmiegt es sich an seine Nachbarn, die Fenster verdeckt durch milchigweiße Halbfenster und Weinflaschen, streckt vorwitzig seine grünen Blätterkugeln in die Luft. Unwillkürlich denkt man an lauwarme Fritattensuppe und g’röste Knödel mit Ei und lächelt gerührt über das „Vorzügliche Küche”, das in schwarzen Lettern am Windfang prangt. Und doch – betritt man das Lokal, wird man wohl sein Lebtag nicht vergessen, was man erleben darf. Eine Verquickung von unglaublichen Genüssen, eine Hommage an alles, was einem lukullisch heilig ist, ein Glücksfall, wie man ihn nur alle paar Jahrzehnte erleben darf.

Vergleichen wir diesen Glücksfall vielleicht mit einer Wellnessoase. Ein skurriler Vergleich? Wir werden sehen.

Der Beginn. Beim Eintreten leuchtet einem in absolut schrägem 50er Jahre Stil (Vorsicht, wenn die FM4 Gemeinde und die Intellektuellen aus dem 4er Hieb davon erfahren, wird die Schwarze Katze auf Wochen, ja Monate hinaus ausgebucht sein!) das Interieur entgegen. Unverfälscht, ohne Fremdbehübschung, ohne Tütü und Chichie – und wer braucht schon einen Neorokokosaal mit Zimmerbrunnen und Wandmalerei, ehrlich?-, die Schank in Holz und blitzendem Chrom, der Steinboden, die mit Karo überzogenen Stühle, die alte Uhr – eine Hässlichkeit, die man lieben muss. Weil sie Stil hat! Kein Steh-grad-der-Herr-Doktor-Sowieso-schaut-her, kein Sitzt-meine-Frisur-gut, kein Wer-sieht-mich-aller. Ein schlichtes Griass-di-Mama.

Einzig die Blumentöpfe würde ich aus persönlichen Gründen gegen Vasen mit einer Unzahl frischer, bunter, bunter Blumen ersetzen. Und die Seidenblume im Makrameehänger verschwinden lassen. Aber sonst soll man nichts, aber auch gar nichts am charmanten Innenleben der Katze verändern. Man betritt sie, gibt seine Garderobe ab und erwartet das Verwöhnpackage.

Das Lakonium. Eine Sauna der alten Römer. Es kommt als Kürbis-Ingwersuppe daher, mit gebackenen Strudelblättchen als Do-it-yourself-Einlage am Extratellerchen. Grenzgenial heiß, lüstern scharf, unverschämt cremig. Man schließt die Augen, hört förmlich, wie sich die Muskeln entspannen und die letzten drei, vier Jahre Stress sich in Luft aufzulösen beginnen. Man will nur mehr genießen und schickt den Verstand, den eifernden Hüter der Zeit, auf Urlaub. Nur mehr wallen, nur mehr wogen, nur mehr sein. Als kalten Guss, um nicht schon jetzt die Sinne vollkommen zu verlieren, einen Wieninger aus der reich bestückten Weinkarte.

Das Heubad. Olfaktorische Genüsse erreichen die Nase, wenn die Räucherfischravioli dampfend am Tisch stehen. Man meint zu träumen, sticht wärmumhüllt in die perfekt al dente gekochten Teigtascherl, lässt die weiche Fülle auf der Zunge zergehen, die mollige Sauce im Gaumen verschmelzen. Und wünscht sich mehr, mehr, mehr.

Das Whirlpool, 37 Grad. Man möchte tanzen, springen, vor Freude jauchzen, tut es aber dennoch nicht, um nicht ein Molekül dieser Geschmackspolka zu versäumen: Hasenfilets mit Polenta, Pfirsichen und Dörrzwetschken, die Jugend hüpft im Hinterkopf auf und ab und übermütig reicht man sich dazu den Kelch mit Pinot Noir, der das Seinige dazu tut, die Stimmung sprudeln zu lassen!

Das Osmanische Bad. Eine Explosion der Sinne: Zweierlei Gebratenes vom Rind. Nicht nur die Frida Kahlo Darbietung am Teller, auch die schlichte Kombination von Filetstücken und zart gegarten Gemüsestreifen lassen erkennen, dass hier ein begnadeter Künstler am Herd steht! Die pure Fleischeslust, bezwingend majestätisch, unentrinnbar. Gnade.

Der fulminante Abschluss, die Finnische Sauna. Der Rest der Müdigkeit verschwindet, wenn ein schamlos an den Rand der Maillard-Reaktion in Butter gebratener, flauschig-krosser und bis zur Besinnungslosigkeit überwältigender Krapfenschmarrn gebracht wird. Unterstrichen von schockierend köstlichem Apfelzimteis und luftig dichter Vanillecreme lässt er sich einen das Paradies recht irdisch vorstellen. Und draußen parken schon die Wolken, auf denen man nach Hause schweben wird.
Aufguss, BITTE…

dfw, 08.02.07 @ 00:50

Die vielen euphorischen Kritiken und das wehleidige Gejammere, daß da sowas wie die Schwarze Katze in Hernals ihre Pfoten von sich strecken und alsbald die Pforten schließen wird, haben mich mehr als neugierig gemacht. Und die kritischen Speisinger haben halt - wie fast immer - recht. Ich weiß nicht, ob ich es bereuen soll, daß ich nicht die Wachtelsuppe bestellt habe. Wiewohl meine Kürbis-Ingwer-Suppe ganz formidabel war, so hat mich der eintopfartige Suppentopf meines Tischnachbarn doch sehr fasziniert. Beide Suppen waren das Präludium zu einem wunderbaren Abendessen. Es folgten Räucherforellentascherln und ein Basilikumrisotto, als Zwischengang fast schon zu viel bzw. zu schwer. Und dann die Hauptspeisen !! Kaninchenrücken auf Polenta mit Dörrzwetschken, Clementinen(oder so)-spalten und gerade nicht zu säuerliche Apfespalten, alles zusammen geschmacklich huiwui! Ebenso Steinbuttfilet mit Speck, Salbei und Süßerdäpfelpüree, letzteres zum Verlieben. Schon mehr als satt und weil die Neugier groß war ein heißer "Krapfenschmarren" mit Apfelzimteis (himmlisch) und noch so was vanillig Süßes dazu (höllisch gut). Vorher ein Budweiser gegen den ersten Durst, zum Essen Polz und Loimer, und als Abschluß ein Glaserl Süßwein. Die Aussicht auf ein rauschendes Katzen-Abschiedsfest machen das naherückende Ende dieses Schmausetempels vergessen, für kurze Zeit zumindest, aber keinesfalls erträglich. Seit heute verstehe ich die Szigeti-Fans. Wie recht sie haben. Der Mann ist ein Meister. Ich(wir) kommen wieder und immer wieder; vielleicht hilft ein Sitzstreik gegen das bedrohliche Ende...

dradra, 25.01.07 @ 19:30

Aber das kann er doch nicht machen!!!

Geh bitte, redets wer mit ihm und erklärts ihm, dass das Viertel, der Bezirk und die Stadt ihn und seine Katze dringend brauchen - ich kann mir seine herrlichen Gerichte in einem anderen Lokal gar nicht vorstellen ...

Rechtsanwälte, Politiker, Geldsäcke - unternehmt was!!!

Feinspitzin, 25.01.07 @ 16:32

Das ist ja eine Katastrophe! Ich habe mich so gefreut, dass sich in der kulinarischen Wüste Hernals ein so tolles Pflänzlein entwickelt hat. Das kürzlich in besagtem Lokal genossene Dreierlei vom Lamm mit Polentastrudel und Grammelkraut war ein Gedicht. Vor allem auch so ein Preis-Leistungsverhältnis findet man sonst nirgendwo in Wien. Gibt's keine Lotto-Jackpot-Gewinner im speising.net? Die Fans der schwarzen Katze können doch nicht ein Bank überfallen, um das Lokal zu halten ... oder doch ...

OberkllnerPatzig, 24.01.07 @ 14:17

Abschied nehmen.
Dass Alter nicht nur Schönheit, sondern auch Bürde bedeutet, bekommen die Freunde und Gäste der hervorragend eingefahrenen "Katze" nun präsentiert.
Der Verpächter ist nicht willens, die Infrastruktur der Küche zu verbessern, der Wirt will nicht für Versäumnisse der letzten Jahrzehnte am Ende bezahlen müssen. Bevor ihm nun der Boden unter den Füßen wegbricht (tatsächlich) bzw. ihm das regendurchweichte Dach in die Töpfe stürzt, zieht er es vor, Mitte März die Katze aufzugeben.
Es wird ein "Best of Katze-Menü" geben, die aktuelle Kalbszunge sollte sich auf dieser Karte wiederfinden - ein so was von zarter Genuß, eine der Art stimmige Zusammenstellung der Aromen ...
... wir mir sehr fehlen.

Dass mir auch das Wirtenpaar fehlen wird, sag´ ich ihnen lieber persönlich ;-)

Die Vorstellung, dass Herr Bernardy aus welchen Gründen auch immer sein Lokal komplett verrotten lässt, so dass dann nur noch der Caterpillar aufräumen kommt, missfällt mir doch ein wenig sehr. Daher:

Potentaten! Reiche Binkel! Eitle Vermögende! Wer auch immer nicht weiss, wohin mit seinen Penunsen, soll doch bitte die Katze pachten, Koch Günther Sz. anstellen und das Lokäu sanieren. Sein Reibach? Ein Wirtshausjuwel mit optimaler Gästestruktur, Anerkennung und Dank des Grätzels und regelmäßiges Einkommen durch von Zufriedenheit durchdrungene Gäste.
So scheé warads...

kubse, 19.11.06 @ 23:53

Kann's gut verstehn, die enthusiasmierten Speisinger Fäaken rundherum...
Hab mich bei meinem heutigen Besuch in vollzählig angetretenem Familienkreis auf die linke Seite der Karte konzentriert, das Saftl zur G'rösteten Leber war fast noch besser als bei der Oma selig, nur Semmerl gab's am Sonntag leider keines dazu. Das Schnitzel des Sohnes dürfte Anklang gefunden haben, viel war jedenfalls nicht übrig, der bereits schon erwähnte Erdäpel-Vogerlsalat war absolut herrlich! Das Backhenderl reichte für Mutter und Tochter gemeinsam, sehr zart, mit nämlichem Salat, auf die Braterdäpfeln mussten wir aufgrund eines Missverständnisses warten, was ich grundsätzlich als gutes Zeichen empfinde - Ihr Speisinger wisst, was ich meine!
Powidltascherln waren gut durch, die Bröseln hätten vielleicht mehr Butter vertragen, jaja, ich weiß, so war's viel gesünder.
Für die Wildkarte muss ich einmal in anderer Runde wiederkommen, meine Frau findet das Ambiente gar nüchtern, um nicht zu sagen ungemütlich. Mir macht das weniger aus, bald wird's eh keine solchen Gaststuben mehr geben. Wir saßen übrigens am Einsertisch, neben dem Windfang, die Schank ist perfekt!

Russell, 05.11.06 @ 00:22

Großen Dank an die Lesergemeinde. Aufgrund der hier bereits geschriebenen Kritiken wich ich vom ursprünglich geplanten Restaurant auf die schwarze Katze aus.
Die Wildkarte ist phänomental. Die Gerichte schmecken auch so, wie sie heißen.
Die Weinkarte ließ für mich nichts zu wünschen übrig, der Merlot von der Braunstein war ausgezeichnet und der glasweise empfohlene Merlot vom Triebaumer auch nicht schlecht.
Die Desserts wurden von einer Beerenauslese von Martin Pasler begleitet. Passt.
Wer sehen möchte, wie die gegessenen Gerichte aussehen, mag sie sich auf http://steppenhund.twoday.net/stories/2893272/ ansehen.
Das Hirschfilet war so was von zart und die Suppen ganz köstlich, vor allem die Topinambursuppe.
Die Bedienung bestand in zwei jungen Leuten, die wegen des Weines in der Küche rückfragen mussten, und im übrigen ganz brav ihren Dienst versahen. Ein Lokal zum Wiederhingehen.

OberkllnerPatzig, 25.10.06 @ 21:13

Sagenhaft! Die Benchmark in Sachen Wildkarte.
Ein Auszug:
- Topinamburcremesuppe mit Reh-Butterschnitzerl
- Hirschleberkäse und Rehbratwürstel mit Feigensenf und Rotkrautsalat
- Mit Madeleine gefüllte Wachtel mit Pastinaken-Orangenpüree
- Fasanfilet und Perlhuhnbrüstchen mit Erdäpfel-Maronipüree und Granatapfelsafterl
- Hirschrouladen mit getrüffelten Schupfnudeln und Wintermarillen
- Gemsen-wasweissichwas mit Schokoladen-Ingwersauce, schwarzen Nüssen und Preiselbeerschmarren
- Hirschrückenfilet a la Dra (Topinambur, Steinpilze und glasierte Weintrauben)
- Rehragout mit Selleriepalatschinke und Safranäpfel
- Haxn vom Wildhasen und Filet vom Haushasen mit Maroninockerl und Dörrzwetschken
- Vom Rehhaxen mit Apfelkruste und Erdapfel-Kürbislasagne

Hab ich was vergessen? Ja: Hirschragout mit gebratenen Pilzknödelscheiben oder so....

Ich hab sicher noch mehr vergessen - muss gleich wieder hin. Wer vor Ort einen Fäaken mit glücklichem Gesichtsausdruck sieht - das bin ich.

Die Stimmung bei Wirten: Andächtiges Schmatzen und glückliche Seufzer.

Wer toppt die Benchmark? Ich will was lesen!

dradra, 04.09.06 @ 10:39

Hallo Sonjaa,

würde gerne wissen, wie oft Speisinger unbewusst Tisch an Tisch sitzen - auf jeden Fall ein Qualitätskriterium für das Lokal.
Was mir nicht einleuchtet ist, dass alle Gäste schnurstracks in den hinteren Gästeraum gehen anstatt sich in den herrlichen Schankraum zu setzen. Was ist Deine Motivation?

See you there,

dradra

sonjaaa, 01.09.06 @ 10:42

Wir scheinen am selben Abend dort gewesen zu sein.

Alles begann mit einem wunderbaren Bier. Das Beuschl war tadellos, nur leider die Powideltascherl nicht ganz durch.

Aber sonst ein wirklich gutes Plaetzchen, wo man sehr nett sitzt, super bedient wird und kulinarisch befriedigt wird.

dradra, 29.08.06 @ 21:02

War gestern wieder einmal dort - es hat sich einiges getan: Schönes, schweres Besteck, Wasser automatisch am Tisch, Salz&Pfeffermühlen und wieder diese spannende Wochenkarte: Eine traumhafte Kürbis-Kokossuppe mit Garnele als "externe Einlage", Ziegenkäsetaschen mit Mango-Chili drauf, und dann 2 Goldbrassenfilets auf einem cremigen Safranrisotto mit Biss. Herrlich!
Zusätzlich hat der wirtende Koch immer noch ein spannendes Flascherl Weiss o. Rot im Eis, das er gerne zum verkosten gibt: Diesmal ein erfreulich untypischer Weinviertler vom Diem aus Obermarkersdorf bzw. ein 04er CS von Straitz&Straitz aus Gumpoldskirchen.
Hernals kann froh sein, so ein Gasthausjuwel zu haben.

arrosto66, 23.05.06 @ 21:02

Nachdem ich durch das Lesen einiger Kritiken neugierig gemacht wurde, war ich jetzt schon 2x dort und war angenehm überrascht.
Beide Male war das Lokal nur mäßig besucht, was meines Erachtens aber nicht an der Küche liegen kann, die ist durchaus erfreulich. Beim ersten Mal hatte ich Rehkeule, rosa gebraten mit Ingwer-Ringlottenmarmelade, sehr gelungen, beim nächsten Besuch Tagliatelle mit geschmorten Kalbswangerln, wunderbar weich und würzig.
Gutes Preis-Leistungsverhältnis bei den offenen Weinen,leider Ottakringer Bier.

Das Ambiente ist nicht aufregend, wenn man das Essen als das Wesentliche ansieht, aber akzeptabel.

Nicht ganz nachvollziehen kann ich die "Freude" am Kellner. Manche mögen den Typus des grantelnden, unfreundlichen Kaffeehauskellners ja skurill bis witzig finden, ich steh' halt nicht drauf. Das junge Fräulein beim 2ten Mal war mir da um einiges lieber.

Trotzdem durchaus positiver Gesamteindruck, kann man empfehlen.

MyTrinIT, 16.03.06 @ 16:22

Mir gefällt die „Schwarze Katze” außerordentlich gut. Das 50er Jahre Design der Räumlichkeiten, die zu einem Teil traditionellen Speisen und die interessanten „modernen” Kompositionen der Speisekarte, und nicht zuletzt die kleine aber umso feinere Auswahl an offenen Weinen hat mich äußerst positiv überrascht.

Ich habe mir als Vorspeise eine Pastinaken-Orangen-Suppe gegönnt, die mit Räucherlachs auf einem extra Teller serviert wurde. Danach genoß ich zwei zarte, innen noch rosafarbenen, Beiriedstücke auf einem Petersilgröstl mit ausgezeichnet passendem Nussjus. Ich konnte mich außerdem noch glücklich schätzen, den Zwiebelrostbraten (wenn man die Beilagen miteinbezieht, noch besser als auf dem Donauturm) , das ausgelöste gebackene Huhn (riesige Portion mit passendem Salat) und die Powidltascherln (mit extra Portion Zwetschgenröster) probieren zu dürfen.

Ich konnte nicht anders, als sofort wieder fürs Wochenende einen Tisch zu reservieren.

sonjaaa, 14.03.06 @ 11:09

Ein super Beisl!
Speising sei Dank - es war eine richtig gute Empfehlung hier im Netz, die wir gleich ausprobieren mussten.

In der Tat sind der Schankraum und der Herr Ober vom Feinsten. Das ist die pure Athmosphaere! Es sei angemerkt: Alles ist irgendwie alt (mein besonderes Augenmerk galt den Lampen!), aber Bezeichnungen wie schmuddelig sind unangebracht. Alles ist im super Zustand und der Herr Ober ausnehmend freundlich, flink und stets beratend zur Stelle (und trotzdem - wie sichs gehoert - unaufdringlich, fast unsichtbar). Erstklassig in diesem Preissegment.

Nun zum Essen: die Kalbsnieren auf Linsen waren ein Bisserl zaeh, aber es ging noch unter Bissfest durch. Das Saucerl erstklassig, die Linsen herausragend. Auch die Kombination mit Paprikastueckerln passte gut und mundete ganz hervorragend. Und da meine Frau echte Wienerin ist, bewertet sie ein Lokal beim ersten Besuch immer nach dem Wiener. Es war auf den Punkt, die Panier gut, nur leider das Fleich doch etwas zu dick, etwas zu wenig geklopft. Ein paar Fettstreifen und die Dicke erinnerten dann an japanisches Tonkatsu und nicht an Wiener Schnitzel. Es war kein Drama, aber es gibt bessere Schnitzel in Wien. Wir hoffen auf einen Eintagsfehler, denn der Erdaepfelvogerlsalat dazu war wiederum mehr als nur ausgezeichnet.

Im Uebrigen sei auch das Preis Leistungsverhaeltnis erwaehnt. Ein Abendessen fuer 2 (mehr als eine Portion pro Person ist aufgrund der Mengen leider nicht drin) inkl. Bier (2,80 Euro) und einem wunderbaren Laurent aus Tattendort (2000er vom Reinisch um 2,90!!) um insgesamt 25 Euro ist durchaus: absolut Spitze.

Wir waren sehr zufrieden und kommen sicher wieder.

andreasbigler, 08.03.06 @ 22:48

Richtig, absolut leiwandes Wirtshaus - das ist noch echtestes Wien.

Diese Beschreibung würde voll treffen - "ein Spitzenbeisl im 17. Hieb", aber wer von den heutigen Schickis könnte damit etwas anfangen und hoffentlich werden diese Schickis von Ureinwohnern wie "da G'stopfte", "d' Greidinger Mitzi" und dem "Roiperl Hansi" davon abgehalten, solche Lokalitäten heimzusuchen, denn dann wären die Gemütlichkeit und die Echtheit im Oa...., um wienerisch zu bleiben.

Oberkellner, deine Tipps sind immer "a Ansapartie"!

LG
Da G'scherte aus "Tuin"

OberkllnerPatzig, 04.03.06 @ 21:16

Nach dem S. Corti die S. Katze gefietschert hat, war dieses Juwel Abend für Abend nahezu voll.
Ich war gespannt, ob die Küche unter Druck ihr Niveau halten kann. Sie wurde besser. Unter Auslastung waren die Gerichte einfach noch eine Spur strukturierter, klarer in ihrem Geschmack (keine Zeit zum Überwürzen?).
Immer noch leicht, immer raffinierter, ein nun größeres Angebot an modernen Gerichten. Leider immer nur 1 Woche bis 10 Tage auf der Karte. Jetzt noch ein anständiges Besteck (mehr Gewicht) und ein weicheres Licht im hinteren Raum, und das Wirtshaus hat eine neue Benchmark.
Wirte, ohne Öffentlichkeitsarbeit gehts leider nicht!

Besseresser, 07.02.06 @ 23:22

Habe die schwarze Katze bisher zweimal besucht und war jedesmal hochzufrieden.Vom Preis-Leistungverhältnis ein einmaliges Lokal.Das Ambiente: ein vom Grind befreites Vorstadt Lokal dem vielleicht noch etwas die Gemütlichkeit fehlt, gespeist habe ich aber immer hervorragend sowohl Fleisch (Schweinsbackerl in Zweigelt geschmort) als auch Fisch von sehr guter Qualität.Ein besonderer Tip (für mich immer noch mit einem "p") Beilagen aus Kartoffelteig (zB.Gnocci) selten in so einer guten Qualität in Österreich gegessen ! Da finde ich das grüne Teller zwar Geschmacksache sind (auch nicht meiner !) aber doch in die Rubrik "Nebengeräusche" fallen.Wichtiger für mich ist das das Lokal nur 10 Gehminuten von mir entfernt ist !

Besseresser, 07.02.06 @ 23:21

Habe die schwarze Katze bisher zweimal besucht und war jedesmal hochzufrieden.Vom Preis-Leistungverhältnis ein einmaliges Lokal.Das Ambiente: ein vom Grind befreites Vorstadt Lokal dem vielleicht noch etwas die Gemütlichkeit fehlt, gespeist habe ich aber immer hervorragend sowohl Fleisch (Schweinsbackerl in Zweigelt geschmort) als auch Fisch von sehr guter Qualität.Ein besonderer Tip (für mich immer noch mit einem "p") Beilagen aus Kartoffelteig (zB.Gnocci) selten in so einer guten Qualität in Österreich gegessen ! Da finde ich das grüne Teller zwar Geschmacksache sind (auch nicht meiner !) aber doch in die Rubrik "Nebengeräusche" fallen.Wichtiger für mich ist das das Lokal nur 10 Gehminuten von mir entfernt ist !

dradra, 16.12.05 @ 21:02

Schönes altes Gasthaus, das aber noch ein wenig mehr Wärme ausstrahlen könnte. Die Wochenkarte gibt es jedesmal viel zu kurz - so gerne würde ich jedes einzelne Gericht probieren. Doch jede neue Wochenkarte bringt neue kreative Gerichte, gut, so ein Lokal ums Eck zu wissen - auf jeden Fall auch einen Besuch aus der Ferne wert.
Unprätentiös trifft am besten zu - und obendrein ausgesprochen wohlfeil. Wenn er demnächst auch das braune Balsamico-Gel als Tellerrandschmuck weglässt, sollte es drei Sterne geben.

Speising sagt

sehr gut

ø 2.59 Punkte (17x bewertet)

empfohlen am 04.12.05 @ 14:28

Adresse

Hernalser Hauptstraße 85
1170 Wien
Telefon: 01.480 13 05

Küchenzeiten: geschlossen!
Menüpreis: €

Inhaber: Günther Szigeti
Küchenchef: Günther Szigeti

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