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Das Weinlog

08.06.04 @ 21:14

Virtual reality: Der Web-Wein

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Sie wollten immer schon einen eigenen Wein haben, aber sich nicht die Hände schmutzig machen? Dazu haben Sie nun die Möglichkeit, denn jetzt ist er da – der erste Web-Wein der Welt, der Web-V@ltliner 2003, Ergebnis der Arbeit virtueller Winzer. Gehostet vom Weingut Summerer in Langenlois, haben sich im vergangenen Jahr die Stock-Manager per jeweiliger Abstimmung über die Zielvorgabe und die einzelnen Arbeitsschritte geeinigt. Angestrebt wurde ein Veltliner der Kabinettstufe, gewählt wurden – neben Details wie Modalitäten des Rebschnitts und Ablehnung von Entblättern – Ganztraubenpressung, Abziehen des Mostes mit geringfügigen Trübstoffen und Vergärung mit Reinzuchthefen. Die Arbeiten im realen Weingarten wurden von Rupert Summerer durchgeführt, der nur dann und wann aufgrund der dramatischen klimatischen Bedingungen rasche ad-hoc-Entscheidungen treffen musste.
Ergebnis der Intention eines kräftigen, opulenten Weines ist ein recht klassischer, dichter, würziger Veltliner mit 13,5%, der durchaus Druck zu bieten hat. Verschlossen ist er übrigens – wie alle Summerer-Weine, mit dem neuen Glasstoppel, der die Korksorgen in die Vergangenheit verweist. Und er ist auch im freien Verkauf erhältlich – mit 9 € ab Hof ein weiteres Mitglied des Clubs 08/15.
Wer nun Lust auf den eigenen Wein bekommen hat, kann sich unter www.mein-weinstock.at informieren und anmelden.
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2 Kommentare | Kommentar abgeben

pivu, 09.06.04 @ 13:25

es lebe die Demokratie ...
... oder Gleichberechtigung, zwischen realem und virtuellem Winzer. Was für ein toller Wein muss das auch sein, wenn sich 51% für Zurückschneiden aussprechen und später von den anderen 49% plus einigen Überlaüfern und neu Hinzugekommenen zu langen Standzeiten, Barriquevergärung oder auch zum Gegenteil überredet werden. (So als wenn der Captain unserer friendly airline auf einmal die Passagiere fragen würde "Welches Knopferl soll ich jetzt drücken, das blaue, grüne oder rote?".) Egal, damit wird die Wein-Werdung (wie auch der AUA-Trip) zum miterlebeten Erlebnis, darauf kommt's doch an. Schliesslich wird am Ende auch gefragt, was mit dem fertigen Produkt geschehen soll, vielleicht eignet er sich ja als Essig ;-) . Weil Wein dann vielleicht keine Mehrheit findet.

Oder ist auch das Konzept des Web-Weins bloß ein virtuelles ...

noapino, 08.06.04 @ 23:01

Virtualität
ein interessantes Konzept. Ein wenig bedauerlich scheint mir, dass die Abstimmungszahlen (Achtung von CW offengelegte Numeromanie meinerseits!) nahelegen, dass niemals mehr als 7 virtuelle Winzer an den Abstimmungen teilgenommen haben. Zum Glück sind die realen Winzer engagierter.
Besonders erfreulich finde ich die Entscheidung für den TCA-resistenten Vinolok und das Kosten bleibt immer noch ein reales Vergnügen (hoffentlich).

btw. es scheint so zu sein, als ob Wein in allen der folgenden Daseinsformen zu finden wäre.
If it's there and you can see it--it's real
If it's not there and you can see it - it's virtual
If it's there and you can't see it - it's transparent
If it's not there and you can't see it - it's gone!

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