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Das Weinlog
27.03.06 @ 19:16
Was überzeugt Etikettentrinker?
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Nein, damit sind ausnahmsweise nicht diejenigen Weinliebhaber gemeint, die bereits bzw. erst beim Anblick eines Mouton-, Screaming-Eagle- oder Unendlich-Etiketts in Ohnmacht fallen, sondern diejenigen, denen das Etikett primär aufgrund seines optischen Gesamteindrucks eine relevante Kaufentscheidungshilfe bietet.
Immer schon dürfte es für Weinerzeuger eine diffizile Frage gewesen sein, mit welcher Etikettengestaltung sie gerade diesen Käuferkreis ansprechen und damit ihren Umsatz bestmöglich steigern könnten.
Das renommierte Marktforschungsinstitut ACNielsen glaubt hierauf eine Antwort gefunden zu haben:
In einer aktuellen Studie teilt man mit, dass Abbildungen von Kängurus, Pinguinen, Krokodilen oder anderen Tieren einen nahezu unwiderstehlichen Kaufanreiz ausüben dürften. Wie sonst wäre es zu erklären, dass US-Tafelweine mit sogenannten "Critter-Labels" mehr als doppelt soviel Erfolg haben wie vergleichbare Weine ohne Tier am Etikett?
In Österreich fallen mir ad hoc hiezu nur Bienenfresser und Roter bzw. Weißer Storch ein (mit etwas Interpretation auch noch die Smaragdeidechse), aber vielleicht sollten wir diese Erkenntnis bei unserem Pinaut-Projekt (das ich bei dieser Gelegenheit wieder einmal in Erinnerung rufen möchte) berücksichtigen.
Da die in der Studie genannten Tiere hierzulande eher selten in freier Wildbahn anzutreffen sind, stellt sich jedoch unerbittlich die Frage: "Welches Tier?"
17 Kommentare | Kommentar abgeben
alma, 29.03.06 @ 18:20
ralleystreifen
Aktuelle Etikettenveränderung von dezent-schlicht zu jungbuntfröhlichstreifig, einhergehend mit der Verjüngung am Weingut:
Gsellmann & Hans (statt & Gsellmann - Sohn statt Bruder):
http://tinyurl.com/r8yqm
Was beim Chardonnay und Zweigelt noch als frecher Trinkalltag durchgehen mag, ist bei meinen bevorzugten Weinen Alte Lagen (der ab sofort Charakter heißen wird) und Ungerberg - beides mehr als seriöse Weine - mit diesem Streifendesign schon recht gewöhnungsbedürftig.
noapino, 29.03.06 @ 18:02
Sphinx 1916
So wie es ausshet gibt es das Etikett schon mindestens 39 Jahre länger....
http://tinyurl.com/oj9fh
Woran auch immer dabei gedacht wurde.
PICCOLO, 29.03.06 @ 16:50
@ noapina -- Sphinx
..ein rätselhaster Wein. 1955 dachte offenbar noch niemand daran, dass Weinhandlungen die Weine schon völlig anderen Gesichtspunkten ins Regal legen. Daher ist es nicht so unsinnig nach dem Etikett zu wählen.
Beim Eingang rechts die Topwinzer. Die Top Ten wines und das Verkostungs- Animationpult. In Augenhöhe in den restlichen Regalen solche die dafür bezahlen und die "Feinde oder A - löcher" hinten links in einem engen Durchlass wo sicher keine Dame durch will wenn dort ein dicker bärtiger Bacchus steht. ...Man sieht es: Weine werden ja schon fast wie Parfüms verhandelt... Für den Platz in gewissen Vitrinen eltärer Handelsketten werden für 15 Tage Platzierung bis zu 20000 Euro hingeblättert - bei Parfüms.
Minimalist, 29.03.06 @ 13:59
Langhälser
Beim Weintrinken wünsche ich mir manchmal, eine Giraffe zu sein. "Langer Abgang".
Für "Aufkleber" mit G-Motiven hiesse das "lang und schmal".
Für den Etikettenwettbewerb zu pinaut.
Der GewinnerIn spendieren wir die erste, von 1000? Traubingern handsignieret, Flasche?
Jury wäre noch zu wählen. Ich möchte mich bei Ausschlusskriteren zum "Motiv" für Österreichlandkarten, Mozart und Photo eines Regierungsmitglieds stark machen.
Und beim "Textausschluss" (für allfällige differenzielle Vorteile) , "tringig".
Sonst sei kreative Freiheit gewährt?
Allerdings, für mich ist die wichtigste Info "was, WER, wo". Und beim wer und wo sind wir noch ziemlich leer.
pastinake, 29.03.06 @ 13:08
Chamäleon
Der Fred Loimer ist bezüglich seiner Etiketten bzw. Logo ein Chamäleon. Ich glaube, es gibt kaum einen Winzer, der so oft sein Design wechselt. Erfreulicherweise ist im Gegensatz dazu die Qualität seiner Weine konstant.
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