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Das Weinlog

23.06.06 @ 16:05

Strategien zum Weingenuss

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Wer kennt das nicht: Man ist bei netten Leuten eingeladen und nimmt als Weinfreund einen guten Tropfen mit. Die Gastgeber sind allerdings mit Wein-Kultur so vertraut wie Ahmadinejad mit einem Big Mac-Menü von McDonalds und verfügen über eine Glas-Infrastruktur fern aller önologischen Freuden. Oder andersrum: Man bekommt Besuch von netten Freunden, die einen gepflegten weißen Storch mitbringen und auf dessen Konsum bestehen, obwohl man selbst Dutzende Flaschen parat hätte, auf die man sich schon lange freut.

Zur Vermeidung solch vinophiler Unbill habe ich mir ein paar Strategien zurechtgelegt, ich würde mich über weitere Anregungen allerdings sehr freuen.

Besondere Mühe gab ich mir innerhalb der Familie, da ich mich glücklich schätzen darf (und das ist ernst gemeint) oft kulinarisch verwöhnt zu werden. Allerdings gab es bei der Weinbegleitung wahrnehmbares Verbesserungspotenzial. Aber Investitionen in Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke wie Gläser-Sets oder Wein-Pakete haben sich auch für die Spender mehr als bezahlt gemacht. Vor allem ein Verkostungskurs war sein Geld absolut wert. Seitdem kommen die Riedl-Gläser auch zum Einsatz und ich koste die Gastfreundschaft noch länger aus als bisher...

Beim Besuch bei mir half bis jetzt nur eines: "Bitte keinen Wein mitnehmen!!".

6 Kommentare | Kommentar abgeben

Weinmarketer, 19.07.06 @ 09:37

Sommerweine - Alternativverschlüsse
Hi,
wer von Euch kauft für das sommerliche gemütliche Zusammensitzen einen Weisswein mit Schraubverschluß? Hat von Euch schon jemand diesen neuen Stelvin Lux Schraubverschluß gesehen? Falls ja, welche Winzer haben diesen bereits in Verwendung?
mfg

andreasbigler, 29.06.06 @ 12:20

@ Big Mac-Menü von McDonalds
Heeeeeeee, bitte was ist das?

Minimalist, 27.06.06 @ 19:04

Schutzwein
Gehe ich zu netten Leuten (zu anderen gehe ich nicht), welche nicht viel von Wein verstehen, habe ich immer einen Schutzwein bei mir. "Heute habe ich zufällig im Keller diese Magnum entdeckt, die ist nicht mehr zu bekommen. Die hat nur auf den gemeinsamen Genuss mit EUCH gewartet".
Kommen nette Leute zu mir (andere dürfen nicht) und bringen einen Wein. "Der kann in meinem Keller wunderbar reifen." Weg ist er.
Sollte die Gästin aber ihre Stimem etwa so erheben: "Heute habe ich zufällig im Keller...", muss ich wohl meinen Weinkeller oder zumindest die Auswahl für Gäste überdenken.

-hs, 26.06.06 @ 23:44

Willkommene Mitbringsel
Ach ja, falls es jemanden interessiert: Margaux und Latour 2005 werden in der Subskription für den Endverbraucher über 500€ kosten. das ist rund zehn Mal soviel wie seinerzeit der Jahrgang 1990.

Da werde ich wohl vergeblich darauf hoffen müssen, dass mir jemand zu einer Abendeinladung im Jahr 2008 eine Flasche mitbringt. Aber selber kaufen werde ich sie mir auch nicht!

-hs, 26.06.06 @ 23:33

Was könnte Freiherr Knigge gesagt haben?
eine fürwahr knifflige Frage, deren Beantwortung für mich stark vom Verhältnis Gastgeber, Wein mitbringender Gast und andere Gäste abhängt.

Im Allgemeinen halte ich es jedoch für einen guten Grundsatz, bei Essenseinladungen den Gastgeber die Getränkeauswahl bestimmen zu lassen. Immerhin soll sie zur Speisenfolge passen und die ist dem Gast in den meisten Fällen im Vorhinein nicht bekannt.
Auch erscheint es mir an der Grenze zur Beleidigung, auch nur den Anschein zu erwecken, durch einen höherklassigen Wein die vom Gastgeber ausgewählten Kreszenzen ausstechen und gleichsam herabsetzen zu wollen.

Mit diesen Grundsatz nehme ich es mir als Gastgeber dann auch heraus, mich für ein Weinmitbringsel herzlich zu bedanken, und dann zu entscheiden, dass der Wein vielleicht doch nicht perfekt mit dem Essen harmonieren könnte und ihn für später aufzuheben.

Ist das Verhältnis ein weniger Förmliches kann im Vorfeld jede Vereinbahrung getroffen werden und basierend auf dem geplanten Menu gemeinsam diskutiert werden, wer zu welchem Gang welche Weine beisteuert.
Und das Risiko sollte sich dabei auf ggf. gemachten Erfahrungen basierend gut kontrollieren lassen.

Auch zu immer wieder gern durchgeführten und meines Erachtens auch gerne angenommenen Missionierungen ist man als Gastgeber in der weitaus besseren Position. Als Gast kann man im schlimmsten Fall immer noch versuchen, seine Erwartungshaltung anzupassen und sollte das partout nicht gelingen den Weinkonsum auf das die Höflichkeit gebietende Minimum zu beschränken.

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