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Das Weinlog
12.02.07 @ 15:41
Weinkarte, überhaupt
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Abgesehen vom Preis des Weins, der für mich Kundin schon auch wichtig ist, interessiert mich vor allem eins: was passt mir zum Essen des Tages? Und wenn ich dann das Kellerbuch mit Inhaltsverzeichnis und hunderten Positionen in der Hand halt, ist das zwar eindrucksvoll, aber wenig praktikabel.
Dem kundigen Gast kann auch die Ordnung der Weinkarte ziemlich wurscht sein, weil er eh weiß, was er will. Wenn ich auf Burgunder steh, dann find ich die schon, und wenn kein einziger Pinot da ist, dann nützen mir alle Systeme nix.
Da und dort sieht man's ja schon, aber noch zögerlich: die auf die Tageskarte abgestimmten Empfehlungen. Die allerdings wirklich entsprechend gewählt sein sollten. Wer dann mehr sehen/lesen will, kann ja immer noch zum schweren Buch greifen. Oder den Sommelier fragen.
17 Kommentare | Kommentar abgeben
bioweinwelt, 19.02.07 @ 19:04
Biowein
Wohl auch ein Verfechter der konventiellen Methode? Wie Sie Wein beurteilen ist Ihre eine Sache, aber wenns biologisch klappt und auch noch dazu schmeckt? Warum lässt man nicht den Konsumenten entscheiden? Bei den Grundnahrungsmitteln haben viele schon auf den Trend reagiert. Und auch Recht bekommen. Bin schon zu lange in der Branche um mich mit Besserwissern herumzuschlagen. Oder haben die Loire-Winzer oder jene aus dem Elsass alles falsch gemacht? Nicolas Joly, oder Fetzer aus Kalifornien? Diese Weine haben Sie vermutlich noch nie getrunken. Dies zum Thema wer wieviel Wein getrunken hat, oft vielleicht auch zuviel. GJ
amigo, 19.02.07 @ 18:30
biowein?
sehr viel wein haben sie in ihrem leben aber noch nicht getrunken, oder? na vielleicht ändert sich das, wenn sie einmal fertiger weinakademiker sind.
spritzmittel oder nicht, ist ein wichtiger ideologischer punkt, aber hat mit der qualität des weins relativ wenig zu tun. da gehts immer noch primär um standort, rebsorte, ertrag, weingartenpflege und kellermanagement. und die idee nicht zu vergessen.
michlits macht ganz brave weine, ein grauburgunder aus einem verwilderten und unbewirtschafteten weingarten zu machen, mag zwar originell sein, die besitzer der benachbarten weingärten werden sich über den auf diese weise verstärkten oidium- und peronospora-druck aber bedanken.
bioweinwelt, 19.02.07 @ 17:19
Biowein
Beim Thema Biowein geht es nicht um Kuhhörner, welche im Weinberg vergraben werden. Als angehender Weinakademiker habe ich mich mit der Problematik durchaus seriös auseinandergesetzt. Es ist jedoch eine Tatsache, dass die Sparte Weinbau den größten Zuwachs an Spritzmitteln in der Landwirtschaft verzeichnet. Für mich einer der gelungensten Weine der letzten Jahre ist der Graupert des Weingutes Meinklang/Michlits in Pamhagen, ohne synthetische Spritzmittel, aus biologischer dynamischer Produktion. Vielleicht besuchen Sie das Weingut Meinklang mal, zum besseren Verständnis der Materie. Das Österreichs Winzer qualitätsorientiert arbeiten ist keine Frage. Über ökologisch kann man diskutieren. Gerhard Jagersberger
dac, 19.02.07 @ 15:41
biowein
Dass gute Weine unter anderem nur durch Verzicht auf synthetische Spritzmittel entstehen glaub ich nicht. Einige synthetische Spritzmittel sind, sinnvoll und sparsam dosiert, in manchen Jahren für die Erzeugung von hochqualitativen, GESUNDEN Traubengut beinahe unumgänglich. (Ich denke da z.B. an Botrytizide) Und wer behauptet, dass konventionell arbeitende Betriebe in Österreich auf totgespritzten Traubenproduktionsstätten arbeiten, der hat vom Weinbau scheinbar keine Ahnung. Österreichs qualitätsorientierte Betriebe sind allesamt bedacht darauf, möglichst gesunde Rebstöcke in einem vitalen Umfeld stehen zu haben, nur auf einem guten Boden wachsen ebensolche Trauben. Pflanzenschutzmittel werden von den konventionellen Betrieben sehr sparsam und nur dann wenn es notwendig erscheint, eingestetzt; nämlich nur dann, wenn die GESUNDHEIT des Rebstocks durch unwidrige Witterungsverhältnisse gefährdet ist. Das Biowein-Thema ist momentan ein ziemlich populäres, leider wird hier viel Schindluder getrieben und den Konsumenten diverse Bären aufgebunden. Es macht momentan leider den Anschein, dass die Popularität (wahrscheinlich Aufgrund der zunehmenden Industrialisierung der v.a. neuen Weinwelt) dieses Themas sehr gerne marketingmäßig genutzt wird. Die Thematik sollte etwas objektiver und fairer beleuchtet werden.
Klar ist, dass österreichischer Spitzenwein nichts mit industrialisierten und internationalisierten Produkten zu tun hat, und das in österreich so "biologisch" produziert wird, wie in sonst kaum einen Weinbauland!
Bitte sprechen wir nicht von totgespritzten Weinbergen. Und lassen wir uns nicht von vollgekackten, im Weinberg vergrabenen Kuhhörnern irritieren.
bioweinwelt, 19.02.07 @ 13:49
Biowein - der öko- und bio- logische Weg
Ökologie, Qualität und Genuss gehören untrennbar zusammen. Gute Weine entstehen im Weinberg, in einem intakten Lebensraum. Dies funktioniert unter anderem nur durch Verzicht auf syhntetische Spritzmitel. Der ökologische Weinberg ist also keine totgespritzte Traubenproduktionsstätte. Biowein hat derzeit in Österreich noch eine relativ geringe Bedeutung, aber es ist der logische Weg. Biowein ist noch immer weit davon entfernt, in Österreich als Kaufargument zu dienen. Italien oder das Elsass sind geradezu Hochburgen für Biodynamiker, ebenso das Loire-Tal, allen voran Nicolas Joly. Auf lange Sicht wird sich diese Arbeitsweise aber bezahlt machen, davon bin ich überzeugt. Mit der Errichtung der "bioweinwelt" in Österreich möchte ich allen Biowein-Freunden und jenen die es noch werden wollen, ein umfangreiches Sortiment und tolles Service anbieten. Der Start erfolgt Anfang April. Liebe Grüße Gerhard
www.bioweinwelt.at
--- 04.09.18 @ 20:56
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Über würdige, reife Weine / schischi: Mein persönliches Highlight - Uns hatte einmal ein Winzer, das muss so um 2010 gewesen sein, einen Weißwein... [mehr]
--- 09.10.17 @ 20:27
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--- 18.04.17 @ 12:49
Rauf die Preise! / PICCOLO: Schnell kommt man ans Bildermalen... - Doch schwer an Leute die es bezahlen. So salopp sagen, die Preise sollen rauf,... [mehr]
--- 13.10.16 @ 13:42
Rauf die Preise! / Meidlinger12: Beisl - z.b. das Quell kann noch immer das große Gulasch um 6,90 anbieten. Muß aber... [mehr]
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Tischgespräche --- 11.05.07 @ 11:48
Das Gastlog --- 04.09.06 @ 16:45
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