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Christoph Wagner's Weblog
16.02.04 @ 15:30
Hansi der Hummer (cont.)
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Altgediente Speisinger erinnern sich vielleicht noch an meinen Eintrag vom 6.1. d.J., in dem ich wortreich meinen im „Eismeer" erfrorenen Freund Hansi zu Grabe trug.
Mittlerweile war die Geschichte auch im „Gusto" zu lesen und hat mir dort manch harsche Kritik ob meiner mangelnden Sorge für den bretonischen Hausgast eingetragen.
Heute aber erhielt ich einen Leserbrief, der mir´s wieder ganz warm ums kalte Hummerherz werden ließ und den ich auch den Hansi-Fans unter den Speisingern nicht vorenthalten möchte:
Anfang Dezember habe ich im Internet nach einem Hummer-Kochrezept gesucht und bin durch Zufall auf eine Seite geraten wo viele verschiedene Menschen miteinander über Hummer diskutiert haben.
Darunter war dann auch einer, der geschrieben hat, daß man den lebenden Hummer immer erst ins Gefrierfach legen soll, da das anscheinend ein schönere Tod sei als mit dem Kopf voraus in siedendes Wasser getaucht zu werden.
Da gab es dann verschiedene Meinungen - tot ist tot oder?
Worauf der Schreiber vom Gefriertod sich behauptet hat, denn er habe das genau recherchiert!?
Wenn man erfriert, schläft man einfach ein und meint auch noch, es wäre ganz warm - das sagt zu- mindest ein befreundeter Arzt - ob es so ist oder nicht möchte ich lieber nicht ausprobieren, aber vielleich fühlt sich Herr Wagner dann nicht mehr ganz so als Tierquäler.
Viele Grüße aus Tirol
sendet Meisinger Hildegard
Liebe Frau Meisinger, nun kann ich Hansi endlich mit gutem Gewissen die schöne Bachkantate „Mit Fried' und Freud' ich fahr' dahin" (BWV 125 ) mit auf die Reise in die ewigen Hummergründe geben. Vergelt´s Gott.
2 Kommentare | Kommentar abgeben
andreasbigler, 17.02.04 @ 15:25
Tierquäler - Hummer - Kult
Lieber CW!
Es hat sich wahrscheinlich schon herumgesprochen, dass ich ich mich in der Ess- Trink- und Rauchkultur zu den Fachleuten zählen darf (ist nicht auf meinem Mist gewachsen), daher muss ich meinen Senf zu diesem Eintrag geben.
Auf Costa Rica wurde ich vor vielen Jahren zum Hummerfang mitgenommen. Eine "Mordshockn", bezogen auf den Aufwand, ich will darauf aber nicht näher eingehen.
Aber ein riesiges Tier war dabei, welches mit einer Entschuldigung und den für christliche Fischer üblichen Bekreuzigungen, wieder ins Wasser befördert wurde. Natürlich fragte ich nach dem Grund. Einfach, es war ein alter Herrscher, angeblich über 150 Jahre alt.
Damals probierte ich viele noch nie gegessene Nahrungsmittel aus, allerdings hatte ich beim Hummer immer eigenartige Gefühle. So über drüber schmeckt er auch wieder nicht und die Art, wie er zubereitet wird ist sicherlich human. Human zu sein ist ja nicht immer das Netteste.
O.K. Alle Tiere, welche sich in Teilen auf meinem Teller befanden mussten sterben, aber der Hummertod ist meines Erachtens genau so grausig, wie der von Schildkröten und Fröschen, bezogen auf nachfolgendes Verspeisen durch Menschen.
Irgenwie sind der Jännerbeitrag und dieser ja nett zu lesen und niemand wird sich wirklich ernsthaft darüber aufregen, aber wenn ich jetzt berichte, dass ich meinem Türkennachbarn die Fresse bereits mehrmals polieren musste, weil er meine Freundin blöd angemacht hatte, werden sich viel Multikulturelle wieder einmal aufregen und mich als Ausländerfeind bezeichnen.
Allerdings sehe ich keinen Unterschied, denn beide Aktionen waren notwendig, wenn auch aus verschiedenen Gründen, der Hummer schmeckt eben besser, wenn er sein Leben im Kocktopf aushaucht und mein Nachbar braucht die Schläge, weil sein Erinnerungsvermögen dadurch etwas aufgebessert wird, was zu seinem Vorteil ist.....
Das Leben ist eben nicht immer einfach!
rotgold, 16.02.04 @ 19:43
arnold, der hummer
nachzulesen im - wie immer grandiosen - vorletzten "magazin" des tages-anzeiger (nr. 06).
womit bewiesen wäre, dass hummer ein thema ist und man sich ihm von verschiedenen seiten nähern kann.
spannend!
und ich gestehe: beim sauschlachten war ich als kind dabei, einer henne habe ich den kopf umgedreht und einen fisch kann ich auch umbringen. aber das mit dem hummer, hm, da habe ich irgendwie kein gutes gefühl. eigenartig.
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