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Christoph Wagner's Weblog
17.05.04 @ 09:49
Kannibalismus light
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Bei einem Ehestreit in Salzburg-Schallmoos hat Sonntagabend eine 55-jährige Salzburgerin ihren 41-jährigen Ehemann mit einem Messer ins Gesäß gestochen. Der Mann hatte sie zuvor gewürgt. Das Ehepaar war amtsbekannt.
Quelle: oesterreich.orf.at/oesterreich.orf?read=detail&channel=5&id=320590
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tastatour, 19.05.04 @ 20:38
pieks
der tafelspitz des kleinen mannes.
alma, 17.05.04 @ 12:53
saftiges hinterteil
Es wäre natürlich gut möglich, dass der gute Gatte sein Weib zu lange hatte darben lassen, ihr in seinem Geiz auch das soeben in größter Verzweiflung hastig gekaute Stück alter Brotrinde abspenstig machen wollte und die solcherart Verzweifelte in einem Anfall von Heißhunger sein feistes Gesäß als Rettung aus der Not ansah!
17.05.04 @ 00:51
Schon wieder ein Jahrhundertwein!
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Wie ich dem Format, und nicht nur diesem, entnehme, ist 2003, wie auch 2002, schon wieder ein Jahrhundertjahrgang geworden. Das freut mich für den heimischen Weinbau, dem ich stets gute Geschäfte wünsche.
Ich selbst schenke solchen Jahrhundertwein-Ausrufungen allerdings nicht viel Aufmerksamkeit, weil ich ganz einfach schon zu lange im Geschäft bin. Von den letzten 25 Jahrgängen waren es, glaube ich, keine fünf, von denen meine Winzerfreunde freiwillig sagten, dass es sich dieses Jahr vielleicht „nicht gerade um einen Jahrhundertjahrgang" handeln würde.
Aber, wie heißt es doch so schön: Jeder Greißer lobt „sei War´". Also warum sollte nicht auch jeder Winzer „sein Wei" loben, zumal man ja weiß, dass der beste Wein noch immer der verkaufte ist.
Mir persönlich sind die Weißweine des Jahrgangs 2003 (die Roten kenne ich, von ein paar Fassproben abgesehen, kaum), durchwegs zu breit, oft auch zu süß und damit zu wenig elegant geraten.Schiere Trinkfreude bereiten nur wenige Kreszenzen, und zu wahrer Größe ist, so scheint es mir zumindest, nur eine kleine, dafür allerdings umso qualifiziertere Minderheit aufgelaufen.
Ich bin mir auch nicht sicher, ob der Weg, die Weine immer noch konzentrierter und noch fruchtbetonter (leider häufig unter Einbeziehung von Reinzuchthefen) auszubauen, langfristig der richtige ist. Damit fällt man dann zwar bei Blindverkostungen auf, aber gute Koster sind selten gute Käufer.
Ich lege weiterhin Wert darauf, ein Weinfreund und kein Weinkenner zu sein, und bin als solcher auch heuer wieder da und dort fündig geworden. Die Wachau brauche ich nach wie vor keinem zu empfehlen. Donauland wird immer besser, und das Traisental ist immer noch ein Geheimtipp. Und wenn´s ein privater Tipp sein darf: Mein Freund Hans Pitnauer aus Göttlesbrunn hat (neben manch anderem) einen Super-Muskateller für (hoffentlich bevorstehende) heiße Tage zustande gebracht.
Steirer und Burgenländer habe ich noch kaum verkostet. Aber ich bin überzeugt, es gibt User, die da durchaus ihre eigenen Erfahrungen einbringen können und das, wie ich hoffe, auch tun werden.
Vielleicht findet ja der/die eine oder andere einen Jahrhundertwein, Aber gottlob währt unser Jahrhundert noch lange. Und wenn der Jahrgang 2003 schlussendlich doch kein säkulares Ereignis gewesen sein sollte, sondern nur ein sauberer, solider Jahrgang, dann wäre das ja nun auch nicht wirklich ein Beinbruch.
5 Kommentare | Kommentar abgeben
alma, 17.05.04 @ 13:55
...es wird a Wein sein ...
... auch 2003 ...!
Aus dem Bordeaux dringen zwar teilweise Katastrophenmeldungen, die Wachauer klagen über Sonnenbrand an den Trauben, ich habe sehr viele Weiße verkostet, die ihre typische frische Fruchtnase gegen breite Exotik eingetauscht haben, aber manchen "kleinen" Winzern kam der heiße Sommer offenbar entgegen: so hatte ich unlängst einen herrlich dichten cremigen Weißburgunder Reserve im Glas, vom Anton Waldschütz, mit intensivem Aroma nach ganz frischen Walnüssen. Aber ich fand auch herrliche Sommer-Frische: etwa beim rassigen Sauvignon blanc 03 vom Huber aus dem Traisental.
Großen Etikettierungen abhold, in Unkenntnis der Entwicklung der Roten, sag ich also: es wird halt der 2003er sein, aus dem ein jeder nach eigenem Wissen und Können das Seine herausholt.
andreasbigler, 17.05.04 @ 11:53
@ steppenwolf
Es gibt kein gutes und kein schlechtes Weinjahr, wenn ein Winzer weiß, was zu tun ist (unsere sind da zu 90% sehr gebildet).
Da der Österreicher in letzter Zeit auf diese primärfruchtigen Weine steht, wird mehrheitlich vergessen, dass es Reife ist, die einen Wein wirklich gut macht.
Aber seit es nicht mehr proletarisch ist, ordentlich zuzulangen (auch in der Mittagspause), also auch Herr und Frau "ich bin gebildet und hab Anstand" trinken, hat sich dieses leichte, spritzige Kohlensäureweinderl mit mostigem Geschmack etabliert. Diese Leichteweine haben wirklich kein großes Potential (2 bis maximal 3 Jahre), dafür sind sie auch nicht gedacht.
Die "Lagenweine" und "Reserven" sind das, was früher Standard war. Niemand wäre auf die Idee gekommen einen Smaragdriesling sofort nach der Füllung zu trinken und ihn auch noch hervorragend zu finden. Als Beispiel muss ich jetzt einen etwas bekannteren Winzer anführen - Knoll: Seine Weine sind frühestens nach 2 Jahren auf beginnender Trinkreife. Ich hab kürzlich erst einen Smaragdriesling aus der Schütt 1992 getrunken (angeblich ein schlechtes Jahr), der war wirklich schön trinkreif und hat sogar den "Primärfrucht - Trinkern" gefallen.
Bei den Roten ist es nicht ganz so brutal, aber sie kommen auch immer früher in den Handel, die moderne Kellereitechnik läßt das zu. Den Winzern bleibt auch nichts Anderes übrig, denn sie müssen einige "Marmeladewein - Kopien" produzieen, da die Konsumenten leider danach verlangen.
Die wirklich schönen, kräftigen Rotweine brauchen entsprechend länger, bis sie im Handel erhältlich sind, die können dann auch ein wenig mehr Trinkgenuss bieten und vorallem hat man die Möglichkeit über Jahre hinweg die Entwicklung zu studieren und zu genießen.
Langer Rede, kurzer Sinn: Kosten, kosten, kosten.....
LG
Andy
p.s.:
Und jetzt geh ich ins "Mozart", denn die haben dort immer sehr feine Spargelgerichte und auch noch Weine aus dem Jahr 2001....
steppenwolf, 17.05.04 @ 11:26
weinkenner
Also auch ich bin weder Weinkenner noch Weinbauer. Aber was soll ich denn trinken, wenn man mir vom Biere wegen Leibesfülle abgeraten hat.
Ich werde aber zunehmend mit der Problematik des "schnellen" und des "langsamen" Weines konfrontiert. Rote, die keine sechs Jahre überdauern, und Weinausbauten, die heute schon am liebsten den Wein von 2004 darstellen würden.
-
Aber einige 2003er haben mir schon ausgezeichnet gefallen. Und einen würde ich immer gerne trinken, den 2003 Muskateller vom Polz.
andreasbigler, 17.05.04 @ 10:54
Die heimischen Winzer selbst...
haben im Vorfeld niemals behauptet, dass 2003 ein Jahrhundertjahrgang sei, auch nicht die sogenannten Topwinzer. Wie immer waren es unsere "Weinpäpste", die das behaupten.
2003 war ein schwieriges Jahr - ich weiß das von unseren Winzern, und da ich nicht nur mit den Medienwinzern zusammen komme, bekam ich ein breites Meinungsspektrum geliefert.
Die Produktion von wirklich leichten, spritzigen Weißweinen war fast nicht möglich. Durch die Bank, sind alle kräftig und wie CW ausführlich bemerkte ist die Tendenz der "Überladung" bei den 2003ern besonders merkbar.
Die Kamptaler picken dir teilweise so am Gaumen, dass es nicht mehr schön ist und die Burgenländer brauchen auf ihre Weißen auch nicht alle stolz sein.
Generell gibt es ein Problem bei den 2003ern - "Gerbstoff" - das man bei diesem Jahrgang wesentlich häufiger antrifft, als z.B. 2001. Auch bei einigen bekannten Winzern "durfte" ich diese rauhen "Grünerl" schmecken.
Die "hochqualifizierte" Aussage der TV - Someliere Frau Fieber, man sollte 2003 ausschließlich bei den bekannten Topwinzern kaufen, ist schlicht und einfach Blödsinn und Entmündgung all jener, die eigenständig denken und nicht nur das kaufen, was ihnen empfohlen wird.
Wie bereits gesagt, die Rotweine scheinen ziemlich potentialreich zu sein, aber die Wahrheit werden wir erst in einigen Jahren wissen.
Und noch was: Wenn ihr jetzt 2001er Weiße vorgesetzt bekommt, dann trinkt sie ruhig, sie sind wesentlich reifer als die 2003er- ist wohl logisch!
LG
Andy Bigler
p.s.: Auch ich lege Wert darauf, kein Weinkenner zu sein, ich arbeite in der Branche und mit mir reden die Winzer lieber als mit den Weingurus - weiß der Teufel warum. Vielleicht bin ich etwas zugänglicher und hab vom Arbeiten etwas mehr Ahnung, oder so....
tastatour, 17.05.04 @ 09:28
uff
ich bin wirklich froh, dass ich mich beim wein überhaupt nicht auskenn:-)
--- 04.09.18 @ 20:56
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