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Christoph Wagner's Weblog

14.08.04 @ 02:37

Sommerloch II: Wenn Gott raucht. Kindische Anmerkungen zur Theodizee

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Wenn Gott sich was gönnen will, raucht er vielleicht eine schöne Doppelcorona und schenkt sich ein, zwei Glaserln Barolo oder alten Bordeaux ein, vielleicht auch mehr. (Wer hat, der hat).

Selbstverständlich weiß Gott, da er ja allwissend ist, welche kleineren und größeren Katastrophen das in seinem Organismus auslösen kann, vom Absterben von Zellen über Kreislaufprobleme bis hin zum Krebsgeschwür.

Aber Gott lässt sich´s nicht verdrießen, und er raucht und trinkt weiter.

Nun muss man sich nur noch vorstellen, dass wir alle nach seinem Bilde geschaffen sind, und wie sich, wären wir Gott, die kleinen und größeren Katastrophen unseres Organismus auf den Kosmos auswirken würden.

Was dann dort geschähe?

Genau.

15 Kommentare | Kommentar abgeben

andreasbigler, 28.08.04 @ 21:52

Warum sollte Gott nicht rauchen?
Er wird ja wohl nicht hin auf das Zeug!

Allerdings wird er auch keine maschinell gefixelten Stinker paffen, sondern eher eine gute kubanische vom Zinos besseren Zeiten!

Hat der gute Zino Davidoff Glück, dass er nicht mehr unter uns weilt - ich glaub er würde sich im Grab herumdrehen, wenn er den dominikanischen "Neuzeit - Davidoff - Shit" rauchen müsste!

Angesichts dieser Tatsachen werde ich meinen Humidor um eine Dom Perignon erleichtern!

katiza, 28.08.04 @ 11:21

Tausend Dank, liebe Landsfrau Alma
für die Urlaubsfresstipps - wird getestet und die Erfahrungen werden dann gerne geteilt

Heute geht's los

noapino, 27.08.04 @ 16:40

CW oder Leibniz?
Falls ich das richtig verstanden habe, hat Gottfried Wilhelm Leibniz (zumindest nach seinem Verständnis) das Problem der Theodizee dadurch geklärt, dass Gott unter der unendlichen Anzahl möglicher Welten diejenige geschaffen hat, in der es am wenigsten Platz für Böses (eingeteilt in metaphysische, physische und moralische Übel) gäbe.

Danach wäre zu überlegen, in welche der drei Kategorien das von Tabak- und Alkoholmissbrauch ausgelöste Übel eingereiht werden könnte:
„Moralisch” (sprich sündhaft) kann es kaum sein, da daraus eine Abwendung von Gott also sich selbst erwüchse und über eine diesbezügliche Persönlichkeitsspaltung nachzudenken erscheint mir aus psychohygienischen Gründen dann doch zu bedrohlich. Wenn ER sich jedoch dadurch selbst „Metaphysische Übel” zufügt, die laut Leibniz dadurch entstehen dass das Geschaffene nicht vollkommen und damit gottidentisch sein kann, würde das zu ähnlichen Folgen wie oben führen. In Ermangelung einer Physis fallen in diesem Fall jedoch auch die „Physische Übel” flach.

Somit bleibt nur eine einzige Schlussfolgerung: CW irrt und ER kann ungestraft pofeln und bechern.
Beneidenswert!

Noch drei Punkte wären anzumerken:
1. Leibniz ist es bekanntlich nicht gelungen, die bereit zu seiner Zeit 2000 Jahre dauernde Diskussion über die Theodizee zu beenden.
2. Weitaus mehr Erfolg hatte der Universalgelehrte mit seinen bahnbrechendenden Erkenntnissen über die Differentialrechnung. In wenigen Wochen werde ich versuchen, die 340. Wiederkehr des Jahrestages seiner diesbezüglichen, ersten Veröffentlichung in angemessener Weise zu begehen.
3. Mir fällt abermals auf, wie eine CWsche Abwesenheit dazu führt, dass die Speisingerschen Diskussionen recht weit abdriften. Fast so als würden sie versuchen, dem Reisenden nachzufolgen....

ala, 26.08.04 @ 10:06

Junge Gourmets speisen bei Mörwald....
Also ich fühle mich ja wirklich noch jung, aber bei Mörwald, im Ambassador, fühle ich mich in meine Kindheit versetzt. Das Menü: Lachsbuger mit hausgemachtem Ketchup, CHicken Mcnuggets mit Potato Wedges (!!!, ohne Ketchup!!!), Lamm Spiess mit Langos, Schokovariation.
Also liebe Leute, schickt eure Kinder oder kleinen Geschwister hin, aber ich glaub ab 20 ist man da wohl fehl am Platz....

alma, 23.08.04 @ 22:27

sprachverwirrung
CW hat uns die Konfrontation mit einem selten benutzten Wort geschenkt. Aufmerksam lektürende reisende Feinschmecker bescheren hingegen neue Erkenntnisse über die Vielfalt an Übersetzungsmöglichkeiten, an Varianten deutscher Schreibweisen weit jenseits einer Rechtschreibreformdisskussion.
Nachzulesen in der köstlichen dag-Montagsglosse im Standard vom 23.8., zu finden unter http://derstandard.at/leichtsinn/[dag] und dem Titel "Oelikatessen"!

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