Home | Blogs | Christoph Wagner's Weblog | 13.01.05

Christoph Wagner's Weblog

13.01.05 @ 02:20

Trüffel und Schlangen

Kommentar abgeben

ausblendenSie müssen eingeloggt sein um diese Option zu nutzen. Falls Sie noch nicht Mitglied von SPEISING.NET sind, können Sie sich hier registrieren.

Es hat schon seinen sind, wenn man seine Kinder etwas Gescheites lernen lässt. Soeben (02:12) kehrte meine Tochter aus der Philosophie-Vorlesung heim und konfrontierte mich mit zwei Texten.

Der erste stammte von Kierkegaard und lautete: „Ich bin gleichwie das Lüneburger Schwein. Mein Denken ist eine Leidenschaft. Ich kann vorzüglich für andere Trüffeln aufwühlen, selbst habe ich an ihnen keine Freude. Ich nehme die Probleme auf meine Nase; aber ich weiß nichts weiter mit ihnen anzufangen, als sie mir rückwärts über den Kopf zu werfen."

Frage des Vaters: „Gibt es in der Lüneburger Heide überhaupt Trüffeln?"

Der zweite Text war ein Witz. Er ging so: „Was wäre passiert, wenn Adam und Eva Chinesen gewesen wären? - Antwort: Sie hätten statt des Apfels die Schlange gegessen."

Antwort des Vaters: „Ich habe ja schon immer gewusst, dass ich m Grunde meines Herzens ein Chinese bin. Für eine gute Schlangensuppe lasse ich jeden Apfelstrudel der Welt stehen."

Soviel für heute zum Thema Philosophie.

6 Kommentare | Kommentar abgeben

andreasbigler, 14.01.05 @ 14:53

"Heimkehr" der Tochter ...
Um 02:12 von der Vorlesung nach Hause kommen?

O.k. meine Tochter wird erst 19 und besucht die HLW und kann daher noch keine Vorlesungen besuchen, aber sie ist auch schon um 02:12 nach Hause gekommen, entweder von einem Jugendfestl mit grausigem Essen, oder gemeinsam mit mir, saudreckig von einer Höhlenpartie und wenn sie dann einen auf Philo macht, dann phantasiert sie von Baders Jakobsmuscheln, denn die kann sie in Unmengen verdrücken, obwohl sie diese eigentlich nicht mag.

Ich weiß, Themaverfehlung, aber so is(s)t es eben bei uns!

ChristophWagner, 14.01.05 @ 00:43

Kulturhistorisch gesprochen...
...lässt sich nach Lektüre der Genesis ganz einfach nicht leugnen, dass das Paradies ein vegetarisches war. Die mosaischen Speisegebote, die regeln, welche Tiere gegessen werden dürfen und welche nicht (Schlangen zweifellos nicht) wurden erst nach der Sintfllut erlassen.

Das allerdings war ja auch das Witzige an dem Witz.

membaer, 13.01.05 @ 13:20

Vorzügliches Glück
Ja da haben wir ja noch mal alle vorzügliches Glück gehabt, dass es der Apfel war und nicht die Schlange, die verzehrt wurde. Gar nicht auszudenken, wie es weitergegangen wäre, hätten sich Adam und Eva "Das Böse selbst" einverleibt - dies unter der Annahme, dass das Böse nicht vergänglich und damit auch nicht verdaut noch katabolisiert werden kann.
Nun liegt aber aller Wissenschaft nach die Wiege der Menschheit in Afrika, was mich zu der Vermutung treibt, dass Adam und Eva Vegetarier gewesen sein mussten, denn auch in Afrika ist man dem Verspeisen von Schlangen nicht abgeneigt (man belehre mich eines Richtigeren). Muss wohl ein frisch saftig steirischer Apfel gewesen sein - fair trade!

alma, 13.01.05 @ 12:43

Getrüffelte Schlangen
Was für eine Leidenschaft ist das, etwas aufzustöbern, womit man sich dann gar nicht mehr befasst?
Bei der Leidenschaft Essen ist der Ruf nach Schlangensuppe verständlich, man wird sich kaum mit dem Aufstöbern von entsprechenden Rezepten begnügen, mit deren Verwertung sich dann andere plagen mögen.
Apropos: sind eigentlich auch getrüffelte Schlangen bekannt?

Ein immer wieder in meine Hände fallender Text berührt indes weder die Trüffel- noch die Schlangenproblematik noch die grundlegende und hiermit philosophische Frage, ob die ersten geschaffenen Menschen Chinesen gewesen seien, sondern dringt, ausgehend vom Kierkegaardschen Tagebuch des Verführers, bis in musikalische Gefilde vor, was einige Speisinger hier durchaus interessieren könnte ;-)

http://www.sicetnon.cogito.de/artikel/kunst/kierke.htm

kjr1, 13.01.05 @ 11:32

Trüffelschwein
die Jung im Piemont lösen das Schweinproblem mit hungrigen Hunden: die finden die Trüffel genauso gut, aber fressen sie nicht, sondern bekommen als Belohnung dann Futter, das ihnen schmeckt.

Seite 1 von 2    weiter »alle anzeigen
Neue Kommentare

--- 04.09.18 @ 20:56
Über eine Monokultur aus Klonen künstlich geschaffener Lebewesen – über den Weinbau / PICCOLO: Aus einem alten "Spiegel" Artikel 30.10.1978 - Deutsche Winzer ziehen der Biene wegen den Zorn des Waldgängers Wellenstein auf... [mehr]

--- 04.11.17 @ 09:30
Über würdige, reife Weine / schischi: Mein persönliches Highlight - Uns hatte einmal ein Winzer, das muss so um 2010 gewesen sein, einen Weißwein... [mehr]

--- 09.10.17 @ 20:27
Was Chemtrail-Glaube und Biodynamischer Weinbau eint / OberkllnerPatzig: Feuer - Was man womöglich noch hinzufügen kann ist, dass manche Winzer, die sich rühmen,... [mehr]

--- 18.04.17 @ 12:49
Rauf die Preise! / PICCOLO: Schnell kommt man ans Bildermalen... - Doch schwer an Leute die es bezahlen. So salopp sagen, die Preise sollen rauf,... [mehr]

--- 13.10.16 @ 13:42
Rauf die Preise! / Meidlinger12: Beisl - z.b. das Quell kann noch immer das große Gulasch um 6,90 anbieten. Muß aber... [mehr]

Blogs Archiv

Peter Gnaiger's Sternen-Logbuch --- 04.08.07 @ 20:16
Tischgespräche --- 11.05.07 @ 11:48
Das Gastlog --- 04.09.06 @ 16:45
Das Weinlog --- 16.04. @ 10:11
Christoph Wagner's Weblog --- 04.02.06 @ 13:33

SPEISING Suche
suchen!
Gesamtkarte
Lokal finden
suchen!
?ber uns | Sales | Kontakt | Impressum | Presse | Partner
JPETo™ Content Management System
design by
DMC

Diese Website verwendet Cookies, um die angebotenen Services zu verbessern. Die weitere Nutzung der Website wird als Zustimmung zur Verwendung von Cookies betrachtet. Einverstanden | Mehr erfahren