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SPEISING Open
21.07.08 @ 09:52
Die Woche 29 im Rückblick
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Apres-vacances, kaum Gusta auf Festes und Flüssiges - und doch muss man sich ein wenig zukalorieren, um nicht einfach im öffentlichen Raum umzufallen. Das schickte sich nicht. Aber tolldreist wie ich nun einmal bin, wage ich bei meinem Sushineser ein neues Produkt, ein erhitztes nämlich. Sesamhühnchen mit Reisbällchen und Salat. So etwas Grausliches hat sich kein Verbum verdient - noch selten so garstiges am Karlsplatz erstanden.
Um mich Tage später abends zu trösten, öffnete ich die wochenlang beliebäugelte, neugierig umschnüffelte Flasche deutschen Rieslings, die immer auf den besonderen Moment warten musste. Der besondere Moment stellte sich beim Öffnen ein, als ich einen Schraubverschluss in der Qualität italienischer Olivenölflaschen in der Hand hatte. Butterweich, niedrigstwertig, mehr Einwegverschluss denn akzeptierte Alternative zum Korken. Freunde der Schangse, da dürft Ihr nicht sparen! Nehmt Euch ein Beispiel beim Hirsch im Kamptal, der war vielleicht fast der erste, der mit hochwertiger Haptik den Drehverschlüssen den Durchbruch in Kammern am Kamp und darüber hinaus eröffnet hat. Wie er geschmeckt hat, der Pfalzer Riesling aus Deidesheim? Wen interessiert dieses Detail dann noch ...?
Interessiert Euch viel mehr für den "Heurigen" Wambacher in Hietzing: Dort sitzt man sehr schön in einem Kiesgarten unter riesigen Platanen nebst Monsteroleandern, wird von Kellner Mario perfekt sörvisiert (dt.: serviciert) und isst a la carte wie in einem guten Restaurant. Danke für den schönen Abend.
Rundschau:
Der Standard empfindet große Freude über einen berückenden Jus des neuen Kochs im Kurz (1010 Wien), die Presse erkennt am Gaumen jene Spur zu lange Verweildauer des Dornauer Gebirgssee-Saiblings im See, und zwar im relaunschten Ofenloch (1010 Wien), die Oberösterreichischen Nachrichten waren mit den Speisen im Gasthof Maurerwirt (4261 Rainbach i.M.) unbedingt unzufrieden. Und der Schweizer Tagesanzeiger hat im Züricher Volkshaus viel besser gegessen als erwartet - hop Schwyz!
gf
www.wambacher.co.at/
www.reichsrat-von-buhl.de/
www.weingut-hirsch.at/
www.diepresse.at
www.derstandard.at
www.nachrichten.at
www.tagesanzeiger.ch
3 Kommentare | Kommentar abgeben
mazi, 27.07.08 @ 18:41
Siehst Du, lieber gf,...
...das habe ich gemeint: darauf habe ich gewartet! Danke für diesen Rückblick (die letzten Miniaturen finde ich immer besonders genussreich:-)), die Drehverschlussmisere kam noch nicht bis zu mir durch. Habe mir letztens zwei Weine gekauft, die für den Laden (Wein im Supermarkt kann gefährlich sein, ich weiß...) hochpreisig waren (es gab Anlass). Einer, doppelt so teuer wie der andere, war ein Brunello di Montalcino, der allemal hielt, was der Name versprach. Er hatte Korkenverschluss. Der andere hatte leider nur den Korken.. ein Coto irgendwas, hab den Namen alsbald wieder vergessen, dabei war's die Gran reserva.
Es gab ja schon mal die Diskussion hier im Forum, warum Korken, warum Plastik. Aber Drehverschluss? Gab's diese Diskussion auch? Piccolo? Irgendwelche Ideen?
PICCOLO, 22.07.08 @ 22:55
@adriano
Wenn das Gewässer ein Züchtertümpel war oder eine Reusse im Mittelmeer, dann war der Fisch völlig umsonst im Wasser. In einem sauberen Bach oder See kann es nie lange genug sein. Je länger, desto besser. Ein Wels mit 50 kg ist ca 35 bis 50 Jahre alt. Den verspeist man so, wie ein alter ehrwürdiger Wein getrunken wird. Mit großem Respekt und voll Demut. Das andere ist biomaterieller Müll.
adriano, 22.07.08 @ 10:05
Der Fisch
... interessiert mich schon sehr, woran man erschmeckt, dass ein Fisch eine Spur zu lange in seinem Gewässer war. Hat wer, außer Nowak, eine Ahnung?
--- 04.09.18 @ 20:56
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Tischgespräche --- 11.05.07 @ 11:48
Das Gastlog --- 04.09.06 @ 16:45
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