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SPEISING Open
18.09.08 @ 21:01
Herbstzeit ist Nüssezeit
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Nehmt Euch in Acht - mit den Temperaturen sinkt auch die Laune und so kann es sein, dass Patzig seinen Zorn über alltägliche Kleinigkeiten in Form von Kopfnüssen kanalisiert und diese wohlplaziert auf den Häuptern diverser Verfehler verteilt.
Auch Menschen dürfen herbsteln.
So bekommen nahezu täglich die AnkerfilialmitarbeiterInnen stellvertretend für deren Marketingchefs Kopfnüsse. Warum dies, ruft die Masse? Ich möchte es Euch erklären. Gezeichnet von ein paar Stunden Arbeit und aggressiv hungrig order ich ein Sportkerni - so weit so gut. Aber dann kommt das Auspackverfahren Marke Babuschka-Puppen: Zuerst ein braunes Papiersackerl, auf dem irgendetwas von Bio steht. Darin finde ich 4-5 Papierservietten, für die ich eventuell irgendwann einmal im Wald dankbar wäre, aber nicht in 1010 Wien. Weiters ist das Kerni in eine Art Butterbrotpapier gewickelt, aber auch das reicht noch nicht. Das butterbrotpapierbefreite Weckerl steckt zusätzlich in einem Papier-Etui, das die Hände vor dem Inhalt schützt. Sind es die 3 Schichten Verpackung plus 4 Servietten, die das Kerni satte Zweiwasweißichwas kosten lässt? Kopfnuss!
Die nächsten Kopfnüsse gingen blitzschnell auf die Fischtandler am Naschmarkt nieder. Wie kann es sein, dass der Mercedes unter den Fischhändlern und Nachbar der Ostsee im September keine offenen Miesmuscheln führt und nicht bereit ist, ein Packerl für mich zu öffnen, um mir ein halbes Kilo rauszuschaufeln? Kopfnuss! Und gleich noch eine Nuss für den grau-schnauzigen Verkäufer von Hella Gruber daneben: So was von angefressen, angewidert und angefäult - sagenhaft! Mann, behalt Dir Deine Laune, gib mir mein Futter, dann bleibt Dir auch die Kopfnuss derspart. Unter diesen Vorraussetzungen könnt Ihr Euch Eure permafrostigen Meeresfossilien wirklich behalten - Kopfnuss!
Und weiter geht es: Kopfnuss für die beste Pastaköchin zwischen Krottenbach und Pötzleinsdorf. Antwortet sie doch auf meine Frage nach der perfekten und überraschenden Passform ihrer knackengen Knautschlackimitathose mit einem kecken "low carb". Bitte was soll das? Kohlenhydrate machen doch glücklich und sorgten obendrein, neben dem Alkohol, für meinen Sommerspeck, den ich nun auch nach dieser trennköstigen Methode loswerden will. Seither gelingt mir in der Küche gar nichts mehr und obendrein macht der Beilagenentzug depressiv. Mit dem Rauchen habe ich auch noch aufgehört. Kopfnüsse satt für mich - ich kann mich gar nicht mehr leiden.
8 Kommentare | Kommentar abgeben
PICCOLO, 24.09.08 @ 00:21
Da werden wir..
..aber ein
Gasthaus brauchen wo das beste österreichische Bier ausgeschenkt wird. Das Schnaitl Bier aus dem Innviertel.. Es soll ja in Wien schon ein paar davon geben.
Das erste Murmerl ist schon im Tiefkühlschlaf.
OberkllnerPatzig, 23.09.08 @ 11:18
Es gibt ja die Regel, dass jener feine Mensch, der für gesottenes Murmeltier sorgt, auch gleichzeitig das Schlägl-Bräu bereitstellt ...
TomCool, 22.09.08 @ 21:56
Kömma
auch was Gscheites dazu trinken?
OberkllnerPatzig, 21.09.08 @ 20:45
@ Tom Cool & Piccolo
Ich brauche weniger die Muscheln selbst, sonder viel mehr deren würziges Safterl, das sie beim Garen freigeben. Ich verwende die Muscheln nur so zum Drüberstreuen über meinen Meerestopf:
St. Petersfisch, Sepie, Salzwassergarnelen werden in ihrer jeweiligen "Sauce" auf Erdäpfel geschichtet, dann kommen die Muscheln mit ihrem Natursafterl drüber - und hmmmmmm .....
Piccolo, natürlich wäre es mir auch dieses Jahr ein besonderes Vergnügen, mit Dir ein frisch aufgebrochenes, noch handwarmes Murmeltier auszulöffeln. Passt da Kubses angehimmelter Schrammler-Wein dazu?
PICCOLO, 20.09.08 @ 15:37
Die ersten Murmeltiere ,...
..waren heuer schlecht geschossen. Ich hab dem Jäger eine Kopfnuss ( virtuell) gegeben. Die nächsten dürften daher besser getroffen sein. Keine weichen Schüsse. Das wird den löblichen Herrn Patzig dann schon etwas aufmotzen.
--- 04.09.18 @ 20:56
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