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SPEISING Open
17.05.09 @ 23:23
Ich hasse Salat oder über den Hindernislauf am Weg zur Entspannung.
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Ich koche leidenschaftlich gerne. Ich kann nicht singen, ich kann nicht malen und das Klavier hatte mir einst das Klavierspielen vergällt. Für die Fotografie bleibt zu wenig Zeit und das Töpfern hebe ich mir für die Rehab nach dem ersten Entzug auf. Kochen ist somit die einzige Form, in der ich mich kreativ verwirklichen kann, und das nahezu täglich.
Voll Freude pelle ich die Wurst, kontemplativ rupfe ich im Kräutergarten, sinnierend wetze ich die Klinge am Stahl - nur so bin ich ganz bei mir, kann entspannen, entwickle täglich neue Aromen, Konsistenzen und fühle mich durch und durch glücklich. Glücklich bis zu dem Moment, an dem sich meine Tochter klamheimlich von hinten an mich heranschleicht, um dann laut plärrend das Opfer zu geben, wenn ich über sie drüberfliege. Und fort ist die innere Ruhe. Tochter will beruhigt werden, Tochter will auf der Arbeitsfläche sitzen, Tochter muss unbedingt Klebriges auf sich verteilen - mit anderen Worten: Tochter möchte nicht, dass Papa kocht, sondern sich gefälligst mit ihr beschäftigt. Wo ist eigentlich die Mama?
Gelegentlich verzichtet meine Tochter auf diese Aktionen und ich improvisiere mich mit immer schneller werdenden Handgriffen in Richtung optimalen Garpunkt, gleichzeitiges Fertigwerden sämtlicher Zuspeisen und krachknuspriger Haut unter dem Griller. Pfannen werden gerüttelt, Saucen reduziert und gebunden, Gemüse erreicht den status aldentii - "Ich mach´ noch g´schwind an Salat ..." meint die zuvor fehlende Kindsmutter. Tja, ein leicht hingesagtes Vorhaben, nichts Dramatisches, könnte man meinen. Wer jedoch einmal meine Frau beim Salatmachen beobachtet hat, weiß, was nun kommt. Allein schon das prinzipielle Einmischen in das Geschehen kostet Kraft, denn sie beginnt, meine Messer, Kostlöffel und Schneidbretter einfach einmal in die Abwasch zu stellen. Meine sonst so präzisen Handgriffe fahren allesamt ins Leere, ich begehre auf. Das wird natürlich ignoriert, eigenes Arbeitsmaterial gemächlich zusammengestellt (ich stehe dabei natürlich ständig im Wege) und schön langsam wird der Salat gezupft, geschnitten, gewaschen, geschleudert ...
Die Knusperhaut wird letschert, das Gemüse zergart, das Fleisch tendiert in Richtung verdammt well done, aber der Salat ist immer noch nicht fertig. Zwar stehen zwei Arbeitsflächen unter Wasser, der Ablauf ist mit Salatblättern verstopft und sämtliche Schneidbretter und Messer wurden eingezogen, aber der Salat ist noch nicht fertig. Ich hasse Salat. Mittlerweile hat sie mir auch die Herdflächen abgedreht, jedoch ohne es mir mitzuteilen ("Ich dachte, Du hättest sie vergessen ..."), die Reduktion hat sie weggeschüttet (ich dachte, das wäre nur eine dreckige Pfanne) und die Teller zum Anrichten stehen wieder zusammengestapelt im Kasterl. Dankeschön, aber des Salat ist immer noch nicht fertig. Ich hasse Salat.
Ich zaubere unter größtem Stress kleine kulinarische Wunder auf die Teller, suche beim gemeinsamen Verzehr erneut die ursprüngliche Entspannung und freue mich über ein gelungenes Abendessen. Der Salat steht übrigens mariniert aber unberührt in der Küche, den haben wir einfach vergessen. Ich hasse Salat.
gf
32 Kommentare | Kommentar abgeben
veuveclicquot, 29.05.09 @ 22:25
kehren wir doch zurück
zur ursprünglichen problematik, dem salat und dem geschirrspüler und in erster linie dem guten essen in excellenten restaurants!
also
nachdem ICH den geschirrspüler mit des mannes frühstücksgeschirr befüllt hatte, durfte er mich zu den verschiedenen elektromärkten oberösterreichs chauffieren und da ich besser geschirrspülereinräume als wegansage, hatten wir beide das große vergnügen, freitagnachmittagsstaus live zu erleben. gnihihihihi :-))
ab nächster woche ziert dann ein liebherr (kann alles ausser geschirrspülereinräumen) meine küche.
und weil das anstrengend war, das aussuchen, das stauen und das wegfinden, mussten wir abends zum lieblingswirten wallen, wo wir folgendes speisten
spargelsuppe mit knackiger spargeleinlage und kressesprossen
penne arrabiata
rinderfiletspitzen mit frischen nudeln und SALAT!
goldbrasse und lachsforelle auf erdäpfelpüree und eferdinger spargel
topfen nougatknödel mit himbeersorbet
kürbiskernkrokantparfait
dazu bier und gv vom ott (fass 4)
ich bin entspannt und jetzt sag noch einer, das leben sei nicht schön!
walterkunz, 29.05.09 @ 20:38
Mea culpa
Ich bitte um gnädigsten Pardon, ich klopfe reuevoll an meine Brust, ich habe den Fehlerreigen eröffnet, ich habe Dschungeltier zur falschen Schreibweise verführt. Ich als begeisterter Wiener schäme mich, den Namen eines unserer großen Söhne falsch geschrieben zu haben. Dschungeltier und Torberg mögen mir bitte verzeihen.
dschungeltier, 29.05.09 @ 13:03
ups
ich hab grad ein h in der suppe gefunden. ich meinte natürlich den torberg.
dschungeltier, 29.05.09 @ 10:40
@kubse
ätsch, meiner hat 60
@walter kunz: blöd wär ich wenn ich gscheit wär und den satz den thorberg der tante jolesch in den mund gelegt hat war wohl koketterie oder notwendigkeit. wahrheit ist er keine.
ich halte mich von geschirrspülern so fern wie möglich.
walterkunz, 28.05.09 @ 23:40
Sei er nicht, wie alle Männer sind....
Vielleicht sollte veuveclicquot versuchen, Ihren männlichen Bekannten-kreis zu erweitern, um neue Typen zu finden, es gibt doch auch eine andere Strickart Mann. Ich allerdings will mich nicht anbieten, da hätte meine bessere Hälfte etwas dagegen.
Ich habe nur eine ganz leichte Form von Geschirrspülerphobie, ich kann mich selbst recht gut bedienen, halte Machoismus für weniger schlimm als Maoismus, mag gut marinierten Salat, bin autolos und betrachte den Computer als wertvolle Informations- und Kommunikationsquelle. Sehr gescheit bin ich sicher nicht, charmant nur selten, und was fesch betrifft, da halt’ ich’s mit Thorberg.
Und, wenn es um allfällige Bekehrungsversuche geht, die Jesuiten hatten es erheblich leichter, heute, in unserer aufgeklärten Gesellschaft, ist das mit der damaligen Brutalität wohl nicht mehr denkbar.
walterkunz, 28.05.09 @ 23:34
@kubse
Wer MAG denn wirklich abwachen? Kein Mann!
Aber wollen, wirklich hingebungsvoll abwaschen wollen, das tut auch keine Frau. Und sollte ich mir irren, und es gibt tatsächlich eine leidenschaftliche Abwäscherin aus Passion, bitte melden! So ein Kuriosum muss bestaunt werden.
kubse, 28.05.09 @ 21:58
verdammt, was mach ich nur???
sch... ich hab echt keine Geschirrspülerphobie, liebe Witwe. und bin doch ein Mann, sehr gescheit, charmant, fesch, ja, ganz recht ;-)
weißt wovor ich Angst hab? wenn der einmal hin ist. Ich mag nämlich nicht abwaschen. ICH MAG NICHT ABWASCHEN!!!!!
ist das angekommen?
mein alter hatte übrigens 60 cm, das war für den Anfang noch besser :-=))))
veuveclicquot, 28.05.09 @ 16:21
nein!
alle männer, die ich näher kenn, haben ein gespaltenes verhältnis zu geschirrspülern. saxt jetzt nicht, dass ICH psychologische betreuung brauche, weil ich nur die eine strickart mann anziehe ;-)
sie haben alle gemeinsam:
geschirrspülerphobie
hohe bedienungsansprüche
treue apostel des machoismus
salatablehner
spielzeuganhänger (auto, computer, ...)
sehr gescheit, charmant, fesch....
und ich versuche sie zu bekehren, wie einst die jesuiten es mit den wilden machten.
heute abend gibts quasi wieder eine lesung.
@ kubse: 45cm ist genug zum lernen!
kubse, 28.05.09 @ 00:36
Meiner...
...hat nur 45 cm.
walterkunz, 28.05.09 @ 00:01
Exorzismus
Wenn veuveclicquot e i n e n Mann kennt, der Angst vor dem Geschirrspüler hat, wieso kommt sie auf die Idee, dass a l l e männlichen Einpersonenhaushalte so arge Probleme mit dem Küchengerät hätten, dass sogar nach dem Exorzisten gerufen wird?
Ich persönlich fühle mich allerdings nicht angesprochen, weil ich kein Einpersonenhaushalt bin und auch kein Auto habe, das ich waschen, putzen und polieren könnte. Ich bin so brav und bieder, dass ich mein Frühstücksgeschirr in den Geschirrspüler stelle. Einschalten tut ihn meine bessere Hälfte, ausräumen manchmal sogar auch ich. Über sich allfällig daraus ergebende Potenzprobleme will ich nicht im Forum diskutieren.
veuveclicquot, 27.05.09 @ 18:22
betonung
auf geschirr, stimmts? weil autowaschen kann Mann zu jeder tages- und nachtzeit, da kann Mann auch fenster putzen und chrom polieren. es muss am porzellan liegen.
ich werde jetzt die menschheit retten und essgeschirr aus lackiertem stahl mit chromleisten erfinden mit abdeckhauben aus alu beziehungsweise sogenannte cabrioteller mit stoffzelt. am besten in british racing green.
dschungeltier, 27.05.09 @ 16:20
werter grobschmecker
in meiner wohnung verstellen nur meine sachen den weg, ganz selten am wochenend die sachen vom mausilein, aber die ist eine brave.
nein, geschirrabwaschen und geschirrspülereinräumen macht impotent. sagt man.
Grobschmecker, 27.05.09 @ 14:53
Wir Herren können aus einem ganz einfachen Grund nichts in den Geschirrspüler stellen: Der Weg dorthin ist mit Tascheln und Schuhen verstellt und nur unsere Damen kennen den Weg durch dieses Dickicht!
SPEISINGRedaktion, 27.05.09 @ 14:51
ad BLOGS
Nur zu, geschätzte SpeisingerInnen - schickt uns Blogs und wir stellen diese online zur Diskussion - wir können es nicht derwarten!
veuveclicquot, 26.05.09 @ 21:24
was ich nicht versteh
ist, wieso sich ein einmannhaushaltsvorsteher, der eh seine putzfrau oder die hin und wieder anwesende lapin abwaschen lässt, einen 60cm geschirrspüler, der alle stückerl spielt und wirkliches geld kostet, anschafft. da tuts doch eine normale abwasch auch und das geld trägt Mann in pipifeine innenstadtlokale, macht damit lapin und koch glücklich.
die phobie geht ja soweit, dass Mann nicht einmal seine kaffeehäferl in die nähe des geschirrspülers tragen kann. neinneinnein, die müssen auf dem esstisch/ couchtisch/ terrassentisch stehen bleiben um den bösen geist, der dem geschirrspüler innewohnt, nicht zu wecken.
dieser geist nämlich ist der hundling. angeblich schiesst er wie der gereizte blitz aus dem sich zaghaft öffnenden türl und dem armen Mann genau in die dem geist dargebotene körperregion. dorthin wo es weh tut. dorthin wo die fussballer die hände halten, wenn der gegner gezielt auf sie schiesst.
Mann weiß nicht, warum der geist das macht. will er die manneskraft rauben? will er einfach nur fies sein? oder ist er eine sie und hat einfach genug vom abwaschen und will flüchten??
tatsache ist, dass der geist noch nie erschienen ist, aber da Mann nicht vorsichtig genug sein, wird er auch in zukunft dem lockenden zirpen und bitten der lapin, den geschirrspüler einzuräumen, nicht folge leisten.
Anm. der Autorin: Vorschläge zum Exorzismus sind herzlich (und dringend) willkommen!
dschungeltier, 26.05.09 @ 14:40
werte schischi
wenns so einfach wär mit den geschirrspülern
schischi, 26.05.09 @ 12:55
Geschirrspülerphobie
Ich glaub es ist nicht sosehr die Angst vor dem hilfreichen Küchenapparat. Sie wissen halt nur nicht wie er aufgeht, der Hundling.
veuveclicquot, 22.05.09 @ 13:26
erleichtert atme ich auf
und entspann mich wieder.
was aber nun schon interessant wäre- hätte die total übertriebene version des kochens aus patzigins sicht so aussehen können? :-))
ach ja, lassen wirs gut sein, bekocht uns weiter, ihr männer, wir weibsen machen salat und verwüsten dabei die küche!
eines tages schreib ich einen blog: die angst des mannes vor dem geschirrspüler. ich kenn da nämlich einen..... ;-)
OberkllnerPatzig, 21.05.09 @ 23:23
Den Keller kenn ich nur von außen
hab bei meinem Kommentar ein ;-) vergessen und werde schon in den Keller geschupst, so gehts mir ... ;-)
Nein, Witwe, ich war nach dem Kommentar von Patzigin sofort bei meiner Gnädigsten und hab sie diesbezüglich verhört und sogar mit ihrem eigenen Salat bedroht und unter Druck gesetzt, sie schwörte Stein und Bein es nicht gewesen zu sein, erst dann habe ich unter Zweifel heimlich nachgesehen, wer denn das gewesen sein könnte...
Und ob alles, was ich so von mir schreibe, auch wirklich die Realität abbildet .... hmmm, ich bin mir nicht so sicher. So lustig ist die nämlich gar nicht!
:-)))
veuveclicquot, 21.05.09 @ 20:56
heiligs end
dass eine versuchte persiflage auf die küchenereignisse bei OkPs so falsch verstanden werden kann, lag nicht in meinem interesse. ausserdem ist ein blog da, um sich einzumischen und seinen senf dazuzugeben. der eine dijon, der andere kremser, der nächste englisch und ich halt estragon.
ich hab auf amüsante wortgeplänkel gehofft, nicht auf zeigefingerheben und mit selbigen wedeln.
wurscht.
Her OkP, wenn ich auch Ihnen aufs Kellnerschürzerl gestiegen bin, es tut mir leid, ich werde nie wieder desgleichen verbrechen.
und jetzt kommts wieder aus dem keller zum lachen!
walterkunz, 21.05.09 @ 13:43
OkP’s Aufklärung
Wie schon erwähnt, ich will mich nicht in familiäre Angelegenheiten einmischen, und auch nicht in andere nichtfamiliäre. Nur, wenn man das alles liest, entsteht schon der Eindruck, dass.....
Egal, unser Oberkellner wird halt nicht das einzige männliche Kochgenie sein, das mit Unverständnis von Seiten von Ehefrauen, LAPs und Freundinnen kämpfen muss, die im falschesten Moment glauben, unbedingt einen Salat zubereiten zu müssen..... den dann am Esstisch eh keiner vermisst.....
veuveclicquot, 21.05.09 @ 12:12
nachdem
wir uns nicht kennen, weiß ich nix über wünsche!
hallo! die zwei freundinnen sitzen bei einem glaserl VEUVECLICQUOT beisammen! und so eine männlcihe küchengeschichte schreit nach weiblichem kommentar!
und jetzt prost! auf alle küchenchefs dieser welt!
:-))
und between you and me and the gatepost, lieber OkP, sie haben zugang zu den userdaten- die patzigin hat nichts verschleiert! freundschaft!
OberkllnerPatzig, 21.05.09 @ 11:41
Aufklärung tut not!
Patzigin ist nicht Frau OkP!!! Hier ist wohl der Wunsch Mutter der Namensgebung!
walterkunz, 21.05.09 @ 00:27
@patzigin
Ich will mich nicht in familiäre Angelegenheiten einmischen.
Meiner bescheidenen Meinung könnten die „Verwüstungen“ in der Küche beseitigt werden, nachdem der Meister das Mahl serviert hat und nachdem es seine Lieben genossen haben. Ich glaube, dass Thomas nicht so falsch liegt mit seinem Kommentar. Köche haben den Ruf, eigenwillige Menschen zu sein, sowohl perfekte Profis als auch die Perfektion anstrebende und oft auch erreichende Amateure. Mesdames, trinkt nur ein Glaserl Veuveclicquot und lasst unbesorgt den Meister in der Küche werken, das schont die Nerven aller Beteiligten.
walterkunz, 21.05.09 @ 00:14
@thomasf
Das scheint mir die Lösung zu sein.
walterkunz, 21.05.09 @ 00:10
@OberkllnerPatzig
Vom Essig abgesehen, liegen wir in der Zubereitung eines Blattsalats ja nicht so weit auseinander. Nur, ich bin halt sehr langsam, mit tschak tschak tschak geht’s bei mir ja doch nicht.
Ich gebe Ihnen auch Recht mit der Kritik an jenen Lokalen, die dem Gast die Möglichkeit (oder die Verpflichtung) des Selbstmarinierens des Salats geben. Die Grundidee ist ja nicht so schlecht, speziell bei einem Salatbuffet mit der Möglichkeit, verschiedene Würzungen auszuwählen. Nur, dann sollten die Schüsseln auch die entsprechende Größe haben, damit man ordentlich umrühren und durchmischen kann.
patzigin, 20.05.09 @ 20:00
zwei freundinnen bei einem glaserl veuveclicquot
weißt, er kocht ja wirklich hervorragend und ich freu mich immer sehr, wenn er mir die küchenarbeit abnimmt, aber das drumherum ist ein wahnsinn. die küche schaut aus! überall dreckige pfandln und teller und messer und er braucht immer alle siebe, frag mich nicht wofür, aber sie sind alle angepatzt.
wenn er dann zwischen seinen halb angebrannten pfannen herumscheucht und die kleine kommt ihm in die quere, darennt er sich natürlich über sie, sie plärrt und er plärrts z´samm.
spätestens dann will ich helfen und räum halt in gottsnamen die küche auf, stell die verbrannten pfannen in die abwasch, hoff dass das krusterl wieder rausgehen wird und geb gleich die messer in den geschirrspüler, wisch seine überschwemmungen weg und mach halt zwischendurch , wenn dann ein bissl platz ist, einen salat.
wennst glaubst, dass er das schätzen würd, irrst dich! angeblich war das angebrannte seine reduktion, angeblich braucht er für jedes kräutl ein eigenes messer, der glitschlöffel war sein kostlöffel und die vier herdplatten dürfen auch nicht, bevor alles auf dem tisch steht, ausgeschaltet werden.
dass ich da nicht zum salatmachen komm, kannst dir vorstellen.
und dann soll noch ich oder die kleine schuld sein, wenn sein essen nicht so wird, wie er sich das vorstellt und angeblich ist der salat schuld.
ach ja, prost!
thomasf, 20.05.09 @ 16:04
Es kann nur einen geben
Eine "normale" Küche ist prinzipiell auch nur für 1 Koch/Köchin konzipiert.
1 Herd, 1 Kühlschrank, 1Garnitur Schneidmesser, usw. Und bei dem beschriebenen Aufwand kann man einfach auf kein einziges Utensil verzichten.
Meiner Meinung nach hilft in so einem Fall nur, die Küche zum Sperrgebiet zu erklären. Zutrittsverbot für alle Unbeteiligten - und ausser mir ist keiner beteiligt.
Natürlich kann es auch andersrum sein, dann komme ich meinerseits aber auch niemandem in die Quere, sondern kann gemütlich die Zeitung lesen und in hoffnungsfroher Erwartung evtl. einen kleinen Aperitiv nehmen.
Und auf den Salat könnte man vielleicht sogar pfeifen - er steht ja sowieso noch in der Küche ;-)
OberkllnerPatzig, 20.05.09 @ 12:20
Mein Salat
dauert genau keine Zeit:
- Schneiden: tschak tschak tschak (copyright A. Wojta)
- Abspülen ohne schleudern (Kopfsalat)
- Salz, Essig und Öl drüber
- vermengen
fertig.
By the way:
Was ich überhaupt nicht leiden kann, ist, wenn in einem Lokal ein Schüsserl daherkommt, dichtest mit schönen Salatherzblättern gestopft, und dazu werden hübsche Essig-und Öl-Menagen gestellt - zum selber Anrühren.
Danach sieht der Platz und mein Latz so aus, wie eigentlich der Koch nach dem Marinieren aussehen sollte: Anpatzt von oben bis unten.
Bekomme ich bei der nächsten Wienerschnitzelbestellung etwa 3 Schüsserln mit Mehl, Ei und Bröseln hingestellt, die fahrende Fritteuse neben das Handtaschentischerl geschoben ...?
Köche, macht das bitte selber, dafür zahl ich ja auch, unter anderem!
PICCOLO, 20.05.09 @ 00:19
Kompliziert
Es geht einfacher. Waschen, nicht zuviel herumzupfen,etwas sortieren. Nicht schleudern. Weil das Wasser in den Blättern verdünnt den Essig ideal.
Zum Würzen: Salz und Honigwasser, sonst nix. Das honigwasser soll schön süß sein und nie zuviel davon auf Vorrat machen, wird sauer.
die Salatschüssel schön groß und dann kurz vor dem Anrichten: alles aufeinmal drüber. Salz wie ein Weiser, Essig wie ein Geizhals und Öl wie ein Vollidiot. Alte Regel vom Jesus persönlich, da bin ich mir sicher weils so gut ist.
dschungeltier, 19.05.09 @ 08:05
mein beileid patzig, mein beileid
aber ich fürchte da müssen sie durch. dagegen gibts nix. salatophobie hilft da auch nicht weiter.
aber seien sie meines tiefempfundenen mitgefühls versichert.
walterkunz, 18.05.09 @ 09:13
Der unschuldige Salat
Der arme Salat, der kann doch nichts dafür, der verdient es wirklich nicht, von Ihnen gehasst zu werden. Sie sollen natürlich auch Ihre Frau nicht hassen, auch wenn sie durch ihr unorganisiertes Verhalten die Schuld an Ihrer Abneigung gegen Salat trägt, sie wird sicherlich auch viele positive und liebenswerte Eigenschaften haben.
Wenn Sie sich der Mühe (und Freude) unterziehen, für Ihre Lieben zu kochen, dann sollte es doch möglich sein, dass Ihre Frau irgendwo im Haus wartet oder werkt, bis das Essen fertig ist und serviert wird. Die Frage, ob zum von Ihnen bereiteten Menü ein Salat überhaupt passend ist, die könnte man doch schon lange vor dem Servieren des Essens gemeinsam abklären, dann wäre Ruhe in der Küche, kreatives Schaffen statt Ärger, Spannung und Chaos.
Wenn ich zu Hause einfache Gerichte der italienischen Küche zubereite, gibt es keinen Salat als Beilage. Wenn meine Frau Wienerisches kocht, bisweilen schon, und das klären wir mangels Garten vor dem Einkauf gemeinsam ab. Während des Kochens wäscht meine Frau den Salat sorgfältig, dann ruft sie mich langsamen Menschen rechtzeitig und wir bereiten ihn auf Grund unterschiedlicher Geschmacksrichtungen getrennt zu. Ich achte darauf, dass die Blätter möglichst trocken sind, Salz, Pfeffer, durchmischen, ein paar Spritzer von Gegenbauers Weinessig, durchmischen, feines Olivenöl aus Apulien drauf verteilen, durchmischen. Unser Timing funktioniert zumeist recht gut.
--- 04.09.18 @ 20:56
Über eine Monokultur aus Klonen künstlich geschaffener Lebewesen – über den Weinbau / PICCOLO: Aus einem alten "Spiegel" Artikel 30.10.1978 - Deutsche Winzer ziehen der Biene wegen den Zorn des Waldgängers Wellenstein auf... [mehr]
--- 04.11.17 @ 09:30
Über würdige, reife Weine / schischi: Mein persönliches Highlight - Uns hatte einmal ein Winzer, das muss so um 2010 gewesen sein, einen Weißwein... [mehr]
--- 09.10.17 @ 20:27
Was Chemtrail-Glaube und Biodynamischer Weinbau eint / OberkllnerPatzig: Feuer - Was man womöglich noch hinzufügen kann ist, dass manche Winzer, die sich rühmen,... [mehr]
--- 18.04.17 @ 12:49
Rauf die Preise! / PICCOLO: Schnell kommt man ans Bildermalen... - Doch schwer an Leute die es bezahlen. So salopp sagen, die Preise sollen rauf,... [mehr]
--- 13.10.16 @ 13:42
Rauf die Preise! / Meidlinger12: Beisl - z.b. das Quell kann noch immer das große Gulasch um 6,90 anbieten. Muß aber... [mehr]
Peter Gnaiger's Sternen-Logbuch --- 04.08.07 @ 20:16
Tischgespräche --- 11.05.07 @ 11:48
Das Gastlog --- 04.09.06 @ 16:45
Das Weinlog --- 16.04. @ 10:11
Christoph Wagner's Weblog --- 04.02.06 @ 13:33