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SPEISING Open
20.01.10 @ 12:29
Massenfutter bei Massenhaltung
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Eng ist es. Heiß ist es. Es ruckelt, beschleunigt, bremst, ich habe aber nur eine Hand um mich anzuhalten. Die andere Hand umklammert den Burger. Das heiße Laberl ist in solchen stressigen Situationen mein Ruhepol. Während für richtiges Essen keine Zeit bleibt, ist das Runterschlingen von Pizzaschnitten, Kebabs und Burgern die beste Möglichkeit, das Benützen der Öffentlichen erträglich zu machen.
Und warum soll der Geruch von zB. Pizza, der im Restaurant als Duft und Assoziationskeim zu Urlaubsstimmungen gereicht, im 43er-Schlauch auf einmal als belästigender Gestank wahrgenommen werden? Wenigstens rieche ich dann die Mitmenschen nicht mehr. Das einzige, das ich beim Beobachten essender Benutzer der Öffentlichen empfinde, ist in der Regel Neid und Hunger. Oh, wie rinnt mir das Soaferl im Mund zusammen, wenn ich die zarten Kreuzkümmelnoten eines frisch geschnittenen Kebabs in der U-Bahn vernehme ...
13 Kommentare | Kommentar abgeben
OberkllnerPatzig, 26.01.10 @ 16:52
ach würde es im aufzug zur U2 am karlsplatz doch bloss nur nach verdaubaren und nicht nur nach verdautem riechen!
dschungeltier, 24.01.10 @ 13:24
@cmling
ich würds auf vornehm so übersetzen: ihm rinnt das wasser im mund zusammen
cmling, 24.01.10 @ 06:24
Synästhetiker?
"Oh, wie rinnt mir das Soaferl im Mund zusammen, wenn ich die zarten Kreuzkümmelnoten eines frisch geschnittenen Kebabs in der U-Bahn vernehme ..."
Was ist ein Soaferl?
Hirn_mit_Ei, 22.01.10 @ 12:20
lustig
da gibt es wohl ein missverständnis. ich habe nicht geschrieben, dass ich mich nur in einer wolke von pizzaschnitten, kalten hamburgern dämpfen, kopfhöhrernebengeräuschen und abgestandenen körpergerüchen wohl fühle. ich sage auch nicht, dass das irgendwer anderer sollte. faktum ist, dass sich die regeln des sozialen zusammenlebens in den letzten jahrzehnten verändert haben und das benehmen "schlechter" ist als früher. ich glaube aber nicht, dass verbote irgendetwas daran ändern. soziale reglen durch juristische zu ändern ist sehr heikel. ich mag den gestank und das zischen und das rücksichtslose geschubse auch nicht, aber es gibt vieles das ich nicht mag ohne gleich nach verboten zu schielen. verbote sind ein letztes mittel wenn etwas wirklich aus dem ruder läuft, jemand geschädigt wird, ... der rest sind soziale prozesse und auch als solche auszutragen. dann muss man sich eben 'uncool' lächerlich machen und sich bei der jeweiligen person beschweren.
btw. ich glaube auch nicht, dass dschungeltiers vorschlag sich noch schlechter zu benehmen als sein umfeld in dem man einen "würzigen fahren lässt" zu einer verbesserung der situation beiträgt.
walterkunz, 22.01.10 @ 10:49
Auch noch mein Senf dazu....
Auch wenn ich persönlich einem wohlriechenden Leberkässemmerl den Vorzug vor einer Pizza vom Blech oder einem Kebap geben würde, über Gerüche kann man streiten, ob etwas duftet... oder stinkt. Wenn schon gegessen wird, irgendein kalter Snack von einer Wiener Großbäckerei führt am wenigsten zu unerwünschten Gerüchen.
Manche Mitmenschen sind (übertrieben) heikel, und manche (besonders) rücksichtslos, ein Ausgleich ist nicht so leicht. Die Fahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln ist nicht wirklich lustig, das Zusammenballen von vielen Menschen mit unterschiedlichsten Empfindungen.
Wenn andere Menschen etwas essen, stören mich nicht die Düfte so sehr, ich befürchte eher, dass durch das unbemerkt Herunterfallen von Essensresten meine Bekleidung schmutzig werden kann. Wenn jemand mit zurückgenommener Stimme eine kurze und wichtig erscheinende Mitteilung am Handy macht, geht es ja noch, wenn hingegen mehrere Leute lauthals ihre Banalitäten von sich geben, dann ist es schon sehr ungemütlich. Die hämmernden Rhythmen von Popmusik quälen mich ganz besonders.
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