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Das Weinlog

23.06. @ 23:34

ZU BESUCH BEI MEISTER BRETZ!

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Fast ist man versucht zu sagen bei Meister Petz! Die Statur hat er, der Jörg BRETZ.
Ab und an sieht man seine Weine bei kleinen Händlern und in guten Restaurants. Auf Messen findet man ihn weniger, nur bei ausgewählten Veranstaltungen. So ergab es sich an einem regnerischen Maimorgen, dass ich mit einem kundigen Weinfreund in Höflein stand und ein Schild an der Tür der Adresse suchte.. Es gibt keines...Das eine oder andere Mal durfte ich Weine des gebürtigen Deutschen schon kosten, und sie hatten alle eines gemeinsam: ohne Reife kommt kein Flasche auf den Markt. Also waren wir schon sehr gespannt, was uns erwartet. Und nach einem kurzen Gespräch ging es los... BRETZ hat Önologie in Geisenheim studiert, bei eingen Winzern gewerkt, unter anderem Franz KÜNSTLER, BRÜNDLMAYER und Gernot HEINRICH. Beim Fassbinder PAUSCHA war er auch und Fässer spielen ja eine Rolle beim Weinmachen. Und besonders hier. Fassreife ist ein Thema. Jungwein wird man hier keinen finden. Unter 3 Jahren kommt nichts auf den Markt, nicht einmal der Rose. Gut 4 Hektar Rebflächen werden bewirtschaftet, am Neusiedler See und in Carnuntum. Bio ist er, schreibt es aber nicht drauf... Mehr als 20 000 Flaschen gibt es normal auch nicht.
WEISSBURGUNDER SEKT BRUT NATURE 2015 wird von HARKAMP in der Steiermark versektet, und das steht natürlich für Qualität. Knackig, frisch. Schöne Säure und dezente Nussigkeit. Apfel und etwas Muskatnuss am Ende. Sehr schön. Es gibt noch eine ungeschwefelte Version des Sektes, die mir einerseits etwas blumiger und fruchtiger vorkommt, aber auch etwas staubiger in der Nase. Interessanter Vergleich.
BLAUFRÄNKISCH ROSE SEKT 2008 Kirsche, Weichsel, Orange, Senfkörner im Finale. Gute Länge und Struktur.
WEISSER BERG 2011 GRÜNER VELTLINER, etwas Weissburgunder und Sämling dabei. Tolle Nase, Würze, weißer Pfeffer, Tabak, Birne. Lindenblüten. Rauchig mineralisch. Tolles Paket. Braucht Luft. Dann etwas Grapefruit. War 8 Jahre im großen Fass... Sehr schön.
GEMISCHTER SATZ GEYER 2011 Goldene Farbe, dünklere Aromatik. Leichte Rosine in der Nase. Honigmelone. Akazien, reife, trockene Marillen.Schöne Strtuktur und guter Grip am Gaumen. Ein stoffiger Wein mit feinem Abgang. Dann kommen noch Pfeffer und Birne dazu.
WEISSBURGUNDER 2009 Walnüsse, roter Apfel, Honig, elegant röstig. Braucht Luft und Zeit. Die Apfeltöne werden mehr. Kraftpaket. Kein einfacher Wein, aber ein sehr guter.
BUSCHBERG 2002 CHARDONNAY, etwas GRÜNER VELTLINER rauchige Noten, leicht salzig. Apfel, Mandeln, Butterscotch. Hätte ich sofort nach Kalifornien gestellt, oder ein etwas üppigerer Burgunder. Hat burgundische Noten. Elegant und feine Säure. Alles balanciert. Chapeau, Referenzwein aus Österreich.
BUSCHBERG 2003 ähnlich, jedoch mehr Karamell, mehr Blumen, Linden. Weniger Säure.
ROSE SCHILLERBERG 2011 BLAUFRÄNKISCH ZWEIGELT PINOT NOIR BLAUER PORTUGIESER auch Rose liegt hier lang im Holz. Das ist kein simpler Trinkwein. Er schreit förmlich nach einem Essen. Rohschinken, oder noch besser gebratene Garnelen. Hummer. Die Nase hat was von einer Hummer Bisque. Blutorange, Kräuter, stoffig schön. Aber auch elegant und feingliedrig im Abgang. TIPP
PINOT NOIR 2001 Burgunder kann er. Tolle Nase nach Thymian, Oregano. Kirsche. Sehr elegantes Tanin. Braucht wieder mal Zeit. Tolle Länge. Kühle Aromatik. Feine Rauchigkeit, gepaart mit einer angenehmen Mineralität. Jung, aber doch gut zu trinken. Referenzwein.
PINOT NOIR 2002 Er hat mehr Schmelz und ist vielleicht etwas weniger elegant, aber im Moment leichter zu trinken....
PINOT NOIR 2009 ein Baby im Vergleich. Heller, leichte Kakaonoten. Zurückhaltend, aber es bist alles um in der Zukunft vergleichbar zu werden.
BLAUER PORTUGIESER 2011 bisher war mein Lieblings Portugieser der vom Matthias WARNUNG. Jetzt hat er Konkurrenz. Frisch, fruchtig und doch sehr dicht und präsent. Kirsche, Laub, Zitrusfrüchte. Dann würzig und minzig. Länge und Säure passen. Mich erinnert es an einen MORGON, den ich unlängst in HERBECK hatte.
BLAUER PORTUGIESER 2009 ähnlich, aber auch mehr Schmelz, Kaffenoten. Sehr saftiges Finale.
ZWEIGELT 2011 ALTE REBEN so mag Zweigelt. Rotbeerig, dicht und einladend saftig. Wirkt direkt komplexer, als man es gewohnt ist. Ein Maul voll Wein. Cremiges Ende mit dunkler Kirsche und dann Heidelbeeren.
BLAUFRÄNKISCH SPITZERBERG 2012 Zwetschke, Tabak, Zedernholz, geschliffenes Tanin. Unglaublich elegant, hat was von einem Pinot. Jung. Toller Wein.
BLAUFRÄNKISCH ROTER BERG 2011 Zwetschkenröster, eleganter Rumtopf. Cremig, elegant. Orangenzeste im Abgang. Wirkt kraftvoller als der Andere.
BLAUFRÄNKISCH 2009 Tinte, Fleischiger, dunkle Kirsche. Getrocknete Kräuter. Diese tintigen Noten bleiben. Graphit!
BLAUFRÄNKISCH 2011 straffer, strukturierter als 2009. Mehr Würze, mehr Säure. Dicht am Ende. Schön.
BLAUFRÄNKISCH SEEBERG 2006 mineralisch, dicht, Brombeeren, dezent rauchig, wird selchig. Ich mag das irgendwie.
BLAUFRÄNKISCH SEEBERG 2007 recht ähnlich, die Flasche war schon länger offen, der Wein funktioniert aber. Er wirkt etwas fleischiger.

BLAUFRÄNKISCH RESERVE 1997 diese Weine sind wohl die Flaggschiffe des Hause. Sie bleiben wirklich lange im Fass, einmal groß, dann wieder klein, und wieder groß. Diese Flasche war auch schon offen, zeigt aber viel Klasse. Kräuter, Thymian, zeigt positive Reifenoten. Mürbes, schönes Tanin. Klasse.
BLAUFRÄNKISCH RESERVE 2004 kommt dann demnächst auf den Markt. Tinte, Schiefer, Graphit. Sehr dicht und reduziert am Beginn. Schwarzer Tee, mehr Kräuter kommen. nach einiger Zeit offenbart er seine Klasse. Weinpaket für die Zukunft. Top!
Achja, ein paar Flaschen deutschen Riesling gibt es auch. Macht er aus Trauben befreundeter Winzer.
RIESLING HOCHHEIMER HÖLLE KABINETT 2017 11,5% ALKOHOL Trinkspass pur, und so typisch. Marille, dann eher Erdbeeren. Dicht und glockenklar.
RIESLING KOSTHEIMER WEISS ERD SPÄTLESE 12,5% ALKOHOL ähnlich im Stil, natürlich von allem etwas mehr. Viel Marille, mehr Mineralität. Salziges Finale. Und so gut zu trinken.
Dann waren wir beim BITTERMAN auf Innereien. Gut war's!!
Die Weine sind eigenständig, und somit nicht immer ganz einfach. Preis/Leistungsverhältnis ist aber wunderbar. Eine Empfehlung.
www.bretzjoerg.com

In Wien gibt es einen Teil der Weine bei www.vinonudo.at

Michael Kantor www.herbeck.wien

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