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Laabnerhof (Laaben)

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Der Laabnerhof befindet sich mitten im Wienerwald, an den Ausläufern des Schöpfels, bekannt und gefürchtet von Extrembergsteigern als höchster Berg eben dieses Waldes, aber als solcher auch respektiert. Die Einheimischen nennen ihn liebevoll "Teifeszock´n", was so viel bedeutet wie "lass Dich an seinen Füßen nieder, es werde Dir schmecken".
Tut es, und wie.

Der Laabnerhof sieht so aus, als gebe es ihn schon immer, nur dass ihm eine kräftige Retusche in Richtung Qualität in Sachen Haptik, Optik und weiterer Sensorik widerfahren ist. Unter weiterer Sensorik möchten wir hier den Geschmack- und damit unzertrennbar verbunden den Geruchsinn hervorheben. Was auch serviert wurde, es zeichnete sich durch eine schmeckbar hohe Wertigkeit und eine riechbare Aromatik durchdachter Würzung aus. Schlicht, es war einfach ganz hervorragend, was uns Küche und Keller geboten hatten.

Voll Stolz zeigen Koch und Eigner in einer Person die jüngst erhaltene Bürde in Form einer Haube her und freuen sich über eine Seite wohlwollender Kritik in der Niederösterreichausgabe der Kronenzeitung. Ich freue mich mit und weiß ab nun, dass es etwas kostspieliger in Zukunft werden könnte.
Anyhow, anyway, whatever, however, no matter what und überhaupt.

Der Gruß aus der Küche, ein wunderbar schaumiges Cremesüppchen im Stamperl serviert und als Cappuccino von und an tituliert, kleidete Schlund und Magen samtig aus, um diese für Kommendes einzuschmeicheln. Harry Rowohlt würde von einer Anschleimphase schreiben. Das Gedeck konnte ebenso überzeugen, speziell das selbstgebackene Fladenbrot war ein ganz besonderer Genuss.
Die flambierte Wachtel als Zwischenmaul, mit Steinpilztascherl und Herbstpilzen, bleibt für immer in bester Erinnerung, ebenso wie das Rinderfilet mit Gänseleber, Rahmkohlrabi und Pilztascherl. Hui bui - wer hätte das von Laaben erwartet, mal ehrlich?!
Das pre-dernier-geulle, ein Koriander-Obst-Sorbet, brachte die eigentlich gar nicht notwendige Erfrischung (mal was anderes als das ewige Öffnen der Fenster) und gliederte sich in die Reihe "echt gut" mit dem Dessert, einem Mirabellen-Sorbet, ein.

Kinderfreundlich sind sie auch noch, bringen Spiel- und Malsachen, damit sich Vati, vulgo Papa, den Wein(-kost)keller zeigen lassen kann. Verspielt jonglierte ich mit ein paar Flaschen Bricco della Bigotta, um im Anschluss an 9 Bouteillen Sammarco von Castello di Rampolla meine neue Bowlingkugel (Analogkäseschaum, kältegehärtet) auszuprobieren. Was für ein Hallo mit doch so simplen Mitteln zu erzeugen ist.
Zigarren satt, Teesorten detto, freundliches Service wenn es zugegen war - in somma ein Tipp für all jene, die Tipps auch annehmen.

Für den Laabnerhof würde ich glatt die West bei Altlengbach verlassen, mich durch Innermanzing (das Innermanzing!) schlängeln und dafür auch gut und gerne 40 Minuten Anfahrt aufwenden. Übrigens: Innermanzing muss hier auch noch kulinarisch beschrieben werden, ich sage nur Kaisereiche/Schilling ...

Gregor Fauma

7 Kritiken | Kritik verfassen

Speising sagt

sehr gut

empfohlen am 15.12.09 @ 21:01

Adresse

Laaben 32
3053 Laaben
Telefon: 02774.83 550
Email: laabnerhof@aon.at

Küchenzeiten: Mo-Sa 11.30-14 und 18-22 Uhr, So+Fe 11.45-15 Uhr
Menüpreis: €€€

Inhaber: Robert Geidel
Küchenchef: Robert Geidel
Kreditkarten: Visa, Mastercard, Diners Club

Hotel: ****

www.laabnerhof.at

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