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Marchfelderhof (Deutsch-Wagram)

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Dass der Marchfelderhof zu den bekanntesten Lokalen in Österreich gehört ist gewiss. Dass man über das Ambiente -so wie in vielen Lokalen- geteilter Meinung sein kann auch. Von schrullig, altmodisch bis skurril, von einzigartig, unvergleichlich bis verstaubt spannt sich da der Meinungsbogen. Dass es das Lokal mit der höchsten Medienpräsenz und auch höchsten Promidichte -dank des umtriebigen Wirtes Bocek –ist, ist unbestritten. Wirklich gutes Essen in Richtung Haubenniveau hat es dort aber nie gegeben. Wie man hört und liest soll sich das geändert haben. Ein neuer Küchenchef, welcher schon Hauben und sogar einen Michelinstern erkochte sei da am Werk und biete nun Haubenküche zu Nichthaubenpreisen an.

So führte mein Weg nach 10 Jahren wieder einmal ins „Festaurant“ in der der Spargelrepublik Deutsch Wagram. Optisch alles beim alten. Eine herzliche, freundliche Begrüßung- kleine Probleme bereitete der Wunsch nach einem Rauchertisch. Für die gibt es nur die Möglichkeit des Cafehauses. Na gut, warum auch nicht. Vis a Vis von der „Raucherlounge“ der Musiker umgeben von zwei tonlosen Fernsehern mit unterschiedlichen Programmen aber lauter Barmusik wurde die Speisekarte studiert. Eine ziemlich große Auswahl- aus der auch 20(!) unterschiedliche Arrangements angeboten werden. Vom „Romantik“-, „Husch-Husch-Kuschelabend“-, „Romeo&Julia“- bis zum „Es grünt so Grün“-Dinner jeweils für zwei Personen. Auch ein „Kulinarisches Halleluja-Dinner“- mit versprochenem Glücksgefühl für Glücksritter ist zu haben: 6 Gänge für zwei um € 64.—

Die Vorspeisenvariation Kleines Beef Tartar, hausgebeizter Lachs & Gänseleberpralinen mit Mango-Paprikachutney € 12,00 war eine Minute nach Bestellung am Tisch. Optisch sehr hübsch auf einem Glasteller serviert, dazu gab es warmes Gebäck mit Olivenöl beträufelt. Das Tartar mehr ein breiiges Mus, geschmacklich unauffällig aber mit einer äußerst intensiven Senfsauce aufgeputzt und verhübscht. Der Lachs an den Rändern trocken und fest als ob er schon Stunden an der Wärme darauf wartete um Glücksgefühle für den Glücksritter zu erzeugen—tat er nicht.

Die Hauptspeise: „Rindfleischhimmel“: Allerlei Feines vom Rind, dazu Rösterdäpfeln, Rahmkohlrabi, Schnittlauchsauce & Apfelkren € 20,60
Die Beilagen am Teller drapiert, das Fleisch mit reichlich gutem, bissfestem Gemüse in einem Topf serviert. Rahmkohlrabi wirklich ausgezeichnet, auch der Apfelkren war gut, die Schnittlauchsauce schmeckte wie Kuner Jogonaise- die Krönung das Fleisch: Eine Tranche von völlig zerkochtem Tafelspitz; so was von zerkocht- und dadurch auch ohne jeglichem Geschmack- dass man sie nicht einmal schneiden konnte. Auch ja; zwei Bissen von undefinierbarem Rindfleisch schwammen auch noch in der kraftlosen Brühe: Was es war- keine Ahnung, jedenfalls kein Beinfleisch, Hüferscherzel Rieddeckel, Hüferschwanzel, Brustkern. Das war weder Haubenküche und schon gar nicht Nichthaubenpreise.

Das Dessert: Sachermousse im Glas serviert mit Honig- Ingwerweichseln € 5,60 konnte den Abend auch nicht mehr retten: Ein festes Schokolademus von nicht feinster Güte- was hat das bitte mit Sacher zu tun?- mit säuerlichen Weichseln an denen der Ingwer vorbeigezogen ist.

Service: Nett, freundlich, bemüht und aufmerksam, sehr gutes Angebot an Weinen per Glas zu Normalpreisen, das Bier / 0,3 lt. Um€ 1,60- ein Geschenk, der Cafe sehr gut.

4 Kritiken | Kritik verfassen

dschungeltier, 04.11. @ 23:16

die Gans wurde zweimal ermordet
Es war so ein gegenseitiges Aufstacheln. „Das traust nicht nie.“ „Natürlich trau ich mich, du traust dich nie“ Und so gingen wir zum Ganslessen in den Marchfelderhof. 

Ich mein, ich war einmal vor 35 Jahren dort, aber das Gedächtnis filtert oft wirklich genial vieles Böse weg. Allein schon das Ambiente, es bewegt sich zwischen Polanskis Tanz der Vampire und Grottenbahn im Prater. Verwinkelte enge Gänge, kleine Zimmer und größere Zimmer, Klos, die ich eher im Orient oder Babylon vermuten würde.
Überall Tand, soviel abartiges billiges Graffl hängt von den Decken, steht an Brüstungen, dass man etliche Billigflohmärkte damit füllen könnte. Die Devotionaliengeschäfte in Mariazell sind dagegen ein Hort guten Geschmacks.
 Alle 5 Minuten geht’s Licht aus, weil von einer ungarischen Altherrencombo Happy Birthday geträllert und gefidelt wird. Ansonsten Donauwalzer in Endlosschleife.
Eine Wahrsagerin, sie sieht aus wie irgendeine Lehrerin aus Hogwarts, kommt im Viertelstundentakt und fragt ob sie meine Hand lesen soll.
Auch (alles echt) Janine Schiller und First Mausi (Lugner) waren dort. 

Das Essen! Ich weiß nicht ob man darüber überhaupt schreiben soll.
Die Gans unterbot lässig jedes Beislniveau. Das Fleisch faserig, weich und trotzdem zäh, staubtrocken, zur Haut sag ich nichts. Sie schwamm im Fett, der Knödel, naja ich würde ihn Sicherheitsknödel nennen. Und was sich so alles Rotkraut nennt. Die Fülle Pappendeckel ohne Würzung. Die Desserts hab ich vergessen. 

Alle 35 Jahre ist genug.

HannesTeufner, 21.03.11 @ 14:41

nach einem Negativerlebnis vor 2 Jahren ....
und keinem weiteren Besuch finde ich es schon ziemlich eigenartig, einfach über ein Lokal her zu ziehen.

Ja der Herr Bocek und sein Team können schon sehr eigenartig sein und mal so richtig daneben hauen, auch das Ambiente und das gesamte Lokal wirken manchmal ein wenig sehr veraltet und eventuell sgar ein wenig schmuddelig, aber ein derartiges Negativerlebnis war wohl eher ein ganz seltener Ausrutscher des Marchfelderhofs. ich bin mit meinen Geschäftspartnern und Freunden sicherlich vier bis fünf Mal pro Jahr hier essen und wir erlebten auch schon einige kleinere Enttäuschungen, aber so schlimm war es noch nie.

Ich denke eine zweite Chance wäre schon angebracht.

HannesTeufner, 21.03.11 @ 14:25

Nach einem Negativerlebnis vor 2 Jahren ....
und keinem weiteren Besuch finde ich es schon ziemlich eigenartig, einfach über ein Lokal her zu ziehen.

Ja der Herr Bocek und sein Team können schon sehr eigenartig sein und mal so richtig daneben hauen, auch das Ambiente und das gesamte Lokal wirken manchmal ein wenig sehr veraltet und eventuell sgar ein wenig schmuddelig, aber ein derartiges Negativerlebnis war wohl eher ein ganz seltener Ausrutscher des Marchfelderhofs. ich bin mit meinen Geschäftspartnern und Freunden sicherlich vier bis fünf Mal pro Jahr hier essen und wir erlebten auch schon einige kleinere Enttäuschungen, aber so schlimm war es noch nie.

Ich denke eine zweite Chance wäre schon angebracht.

absolut2002, 21.03.11 @ 13:15

Wir waren vor ca. 2,5 Jahren dort und kommen bestimmt nie wieder! Das Essen war eine Katastrophe und die anschließende Nacht zu Hause ebenso. Es war bestimmt das schlechteste Essen der letzten 7-8 Jahre: zerkocht, ungewürzt und einfach grauslich. Allein die verklebte Speisekarte mit Speisen, die sich auf fast jeder Seite wiederholen ist ein Witz (zB Tafelspitz beim romantischen Menü und dann bei der Wiener Küche).

Speising sagt

nicht bewertet

empfohlen am 15.03.11 @ 20:53

Adresse

Bockfließerstraße 31
2232 Deutsch-Wagram
Telefon: 02247.2243
Email: office@marchfelderhof.at

Küchenzeiten: Mo-Fr 18-22 und Sa,So+Fe 12-22.30 Uh
Menüpreis: €

Inhaber: Bocek & Faltus Restaurant Betriebsgesellschaft m.b.H.
Küchenchef: Christian Langer

www.marchfelderhof.at

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