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Das Weinlog

16.05.06 @ 13:38

Ein Fingerhut um 5 Euro

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Vielen Dank an Andrea Riegl für diese Anregung: Wir haben zwar schon viel über die Preisgestaltung bei Weinen in der Gastronomie diskutiert, aber die Unsitte der Mikro-Einheiten zu horrenden Preisen wurde noch nicht angeschnitten.

Wein & Co schreibt seine glasweisen Einheiten in 1/16-Preisen an, anderswo gibt es Zehntel-Gläser. Nicht selten um die fünf Euro, auch wenn der Wein nicht immer hält, was der Preis erhoffen lässt. Ich persönlich boykottiere diese Fingerhut-Einheiten - bei Wein & Co kann ich mir wenigstens eine Bouteille zum Shop-Preis einverleiben. Auch wenn es nicht für Aktionsweine (warum eigentlich?) gilt und man zu Wasserkonsum zwangsverpflichtet wird.

Wie sind Eure Erfahrungen mit der Preispolitik bei Kleinsteinheiten? Kann uns jemand Wein-Lokale mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis empfehlen? Werbung ausdrücklich erwünscht.

21 Kommentare | Kommentar abgeben

sonjaaa, 22.05.06 @ 11:40

ad Pastinake
sorry Pastinake, mir ist ein Fehler unterlaufen: Ja natuerlich, der Neulinger ist in Weitersfelden (Geburtsort meiner Mutter) und in Freistadt (mein Geburts- und Aufwachsort) im oberen Aisttal ist das relativ neue Wirtshaus: "Neumuehle" - sehr romantisch gelegen und mit eigener Lammzucht. Ueber die Einrichtung kann man streiten, aber das Haus an sich und die Terrasse sind sehr nett. Und in der kulinarischen Wueste des Muehlviertler Kernlandes ist das neben dem Weiermann (dort wuerde ich allerdings wirklich nur Bier trinken) ein wahrliches Kleinod.

Es ist allerdings absurd, dass hier auf Traubing ausgerechnet das Hopfenparadies Muehlviertel diskutiert wird. Man sollte eine kurze Umtaufe auf Biering ueberlegen.

Minimalist, 22.05.06 @ 10:53

Optionen
Ich glaube, noapino hat (wie schön öfter) in die Zukunft geblickt. Ich wage zu verstärken: im Segment der Dienstleistung (eben nicht nur der Finanzdiensleistungen) werden sich "Optionen" verbreiten.
Die "Option" eigenen Wein in gewünschtem Ambiente mit bestmöglichem Service mit hervorragender Küche,...
Wir machen so etwas ähnliches mit unserem Lieblingsinder (Bombay Palace in Linz). Wir kaufen (zu viert) ein junges Schaf vom Grundlsee, bringen die Leber und Schulter,.. 2 Tage vorher ins BP. Die Küche mariniert sie geheimnisvoll und serviert Sie frisch "vom Tandoor", wenn wir auftauchen. Verrechnet wird der Kartenpreis minus vereinbartem, geringem Abschlag.
Dazu, 2-3 Flaschen aus dem Weinkeller, bei dessen Bestückung wir uns, völlig kosten- aber nicht wertlos, eingemischt (beraten?!) haben. Darunter vielleicht einen 01, Ornelaia oder eine 90, "Comtesse" nach einem 00, "Privat" von Gross?
"Option" heisst auch gegenseitiges Vertrauen. UND, sie muss einen vorher vereinbarten Preis haben (z.B. EUR 20 "Stoppelgeld", falls wir doch einen eigenen "Beaucastel" mit nehmen).

pastinake, 22.05.06 @ 08:55

GH Neulinger
Lieber Sonjaaa,
als Mühlviertel-Fan mit Leib und Seele habe ich gegrübelt, warum mir in Freistadt der schon oft von Ihnen gelobte GH Neulinger entgangen ist. Googlen hat das Geheimnis gelüftet: der gelobte Wirt ist in Weitersfelden zu finden. Ich erhebe also vehement Einspruch gegen diese Fusionsbestrebungen!
Aus Wiener Perspektive mag das gesamte Mühlviertel ein einziges Freistadt sein, wir vor Ort bestehen aber schon auf unseren provinziellen Differenzierungen ;-))
Ansonsten: danke für den Tip. Bin schon neugierig auf dieses Wirtshaus, der letzte Besuch fand vor ca. 20 Jahren statt auf einer Radtour statt, da hat sich sicher viel geändert.

profiler, 21.05.06 @ 11:48

kalkuliern usw.
wenn ich mich recht erinnere, ist es genau um dieses thema einmal, in der leider längst verblichenen, zeitschrift von alois v. stangl gegangen. damals wurde zusammenfassend gesagt, dass ein glas aus einer bouteille mindestens ein sechstel des flaschenpreises kosten muss. so weit so gut....
aber wie wird der preis der bouteille konsumentenfreundlich kalkuliert?
üblicherweise kommen zwei verfahren zum einsatz, nein eigentlich drei, wenn man "auge mal daumen" dazurechnet. die erste methode ist die einer normalen progressiven kalkulation vom einstandspreis ausgehend mit prozentual angewandtem rohaufschlag. da kommen dann die preise raus bei denen topweine für normalsterbliche nicht mehr bezahlbar sind. die zweite, mir sympathischere, art zu kalkulieren ist die, wo hergegangen wird und zum einkaufspreis ein aufschlag von, sagen wir der einfachheit halber, 10 bis 15 europas dazugerechnet wird. ich kenne genügend betriebe wo entweder nach der einen oder der anderen methode vorgegangen wird. jeder kann sich selber ausrechnen wo der grössere umschlag festzustellen sein wird.


gruss

pilzkopf, 19.05.06 @ 22:52

Wenn ein Wirt rechnen kann...
...lässt er sich den mitgebrachten Wein mit 10 bis 20 Euros gut bezahlen. Wenn ich mir vorstelle wie einige mir gut bekannte wirte ihre megaausgestatteten Weinkeller finanziell bedienen, kann das nur in die totale Pleite führen. Kann aber der Gast seine Bottle mitnehmen und dazu noch ein leckeres Essen verzehren, verdient der Wirt mehr als er sonst hat...

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