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Christoph Wagner's Weblog

21.09.05 @ 11:11

Neues Thema (Wiederholung des letzten Eintrags des letzten Threads)

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Ja, ich glaube auch an die Notwendigkeit eines neuen Themas. Leider ergibt sich da zuvor noch die Notwendigkeit, ein Porträt von Johanna Maier fürs profil zu schreiben, drei Bücher (Amadeus A la Carte, Wo isst Österreich 05/06, Die steirische Küche) zu präsentieren, meine Kolumne im Gusto umzustellen und meinen Krimi wenigstens um ein Kapitel zu bereichern.Kurzum: die Infrastruktur dafür zu schaffen, dass ich auf speising.net wieder vollinhaltllich (und, nebstbei bemerkt, ehrenamtlich) als BM tätig sein kann,

Ich melde mich in diesem Sinne bald wieder und möchte bis dahin die Aufmerksamkeit auf den letzten Satz meines Eintrags lenken, der seltsamer Weise völlig unkommentiert blieb (und der eigentliche Sinn meiner Satire war): Allein die Vorstellung, jemand könnte ein Eichhörnchen essen, ruft sofort einen Proteststurm inkl. Austritt hervor. Die Tatsache, dass ganze Meere wie etwa die Ägäis durch Dynamit- und Schleppnetzfischerei so gut wie leergefischt sind, wird indessen achselzuckend zur Kenntnis genommen.
Aber das ist wahrscheinlich ein ähnliches Phänomen wie jenes, dass viele meiner Freunde sich leichten Herzens als Vegetarier bezeichnen, aber kein Problem damit haben, Fisch zu essen.

36 Kommentare | Kommentar abgeben

apicius, 22.09.05 @ 17:07

Hey Fürstenfelder !
Zitat Salzburger Nachrichten :

....Jörg Wörthers jüngstes, zweites Kochbuch trägt den Titel "Der Wörther". Es versammelt 63 kunstvolle Anleitungen mit zusätzlichen Grundrezepten und phantastischen appetitanregende Fotos.

Der Gasteiner Food-Fotograf Peter Angerer schwört auf die Vorteile von Dias in dieser speziellen Sparte: "Mit digitaler Fotografie bekommt man nie diese feine Faserung bei Fisch oder Fleisch und andere winzige Nuancen ins Bild."

Was Angerers Stil von anderen Foodstyle-Fotografen unterscheidet, ist die Genießbarkeit der fotografierten Speisen.
---------------------------------

Meine Anmerkung war dahingehend gemeint, daß nicht etwa bemaltes Stryropor und Lacke wie bei Eisfotos genommen wurden. Sondern, dass die Anrichteweisen dem Fotografen - Bedürfnis genügen müssen, weil es ja, wenns als Kochbuch nicht so ankommt mehr ein Fotobuch ist, das ist meine Meinung.

Dazu bitte zu verstehn, dass ich kein Kochbuchfan bin, keines benötige und schon gar nicht diese neuartigen welche man bei Restaurantbesuchen angebettelt bekommt.

Übrigens: Ich muß beim Besuch des hiesigen Pfeiffer C&C immer schmunzeln wenn ich die österreichische aktuelle Kochbuchbibliothek mit allen Kandidaten --- gleich neben dem Convienience Haubenköche Studio sehe... So in Griffweite der Tütenvorspeischen und foliengeschweister "handgerüttelter" Nudelboutique samt Stpeln dieser 2 Kilo Tellerchen, wo sich jedes Serviermädchen so freut....

Dort werden auch die meißten Bücher verkauft. Ich frage dort schon nach um etwas objektivierter zu sein..

Bussi nach Fürstenfeld. Ich komme im Oktober nach.

Fuerstenfelder, 22.09.05 @ 15:16

@ apicius
zum thema "wörtherbuch"
mit 100%iger Sicherheit kann ich bestätigen das jörg wörther niemals einen "foodstylisten" beiziehen würde.
wer ihn kennt würde das wissen.
alle gerichte werden angerichtet und sofort fotographiert.

apicius, 22.09.05 @ 14:56

Rehe...
Das Reh verdankt sein Überleben ausschließlich seiner "Bejagbarkeit". Wahrscheinlich wurde das Tier durch die Jahrtausende von Kulturvölkern auch dafür gehegt. Ohne das Hobby Jagd wäre das Reh wie viele andere Waldbewohner bereits ausgestorben.

Wer eine Jagdprüfung gemacht hat und seine "Lehre" bei einem erfahrenen Jägersmann, der wird große Ehrfurcht vor dem Wild haben. Die "Ansprache" des zu erlegenden Wildes und schließlich der "Abschuss" und "Aufbruch" sind immer noch sehr urtümliche Rituale. Ein Jäger ohne dieses Ritual - ist für mich leider nur ein Metzger.

Es gibt aber auch solche Waidmänner welche mit Fausfeuerwaffen auf "nutzloses" Wild und harmlose Schoßtiere ballern, nur aus Beuteneid....

Die Habgier ist eine menschliche Qualität, vor der ich auch größten Respekt habe und ich rate auch allen Leuten, davor die höchste Achtung zu haben. Denn sie alleine ist die Ursache der Gefahr für alles was die Liebe schafft.
Zu Lande zu Wasser in der Luft und----

Im Kochtopf.

pastinake, 22.09.05 @ 13:45

Freuen sich die Fische,
wenn sie durch den Modetrend zum Fliegenfischen von immer mehr Fischstreichlern an bisher stillen Gewässern bedrängt werden? Da die Fische es uns nicht sagen können, möchte ich Sie Ihrer romantischen Vorstellung auch nicht berauben, denn Fliegenfischen hat sicher seinen Reiz. Vergleich: Jagd auf Rehe mit Betäubungsgewehr, kurz die Beute streicheln und wieder freilassen? Fische/Rehe fangen, töten, ausnehmen und braten, finde ich natürlicher.

profiler, 22.09.05 @ 12:49

fische kann man sehr wohl streicheln.....
ich weiss es passt eigentlich nur am rande, wenn überhaupt, zum thema und ich werde mich auch so kurz wie möglich fassen.
aber es liegt mir am herzen der verehrten alma und selbstverständlich auch dem restlichen gemeindevolk von meiner dritten grossen leidenschaft, neben kochen und wein, und zwar vom fliegenfischen zu erzählen.
fliegenfischen hat nichts mit angeln im herkömmlichen sinn (materialbeschaffung) zu tun, sondern funktioniert folgendermassen:

manche haben vielleicht den film "aus der mitte entspringt ein fluss" gesehen. da wird der eigentliche hintergrund der sache schon ziemlich genau getroffen. es geht darum wie man der natur und den darin lebenden geschöpfen begegnet und mit ihnen umgeht. man bietet dem fisch, den man sich vorher ausgesucht hat eine natürlich aussehende imitation seiner nahrung (insekten) an. ohne widerhaken versteht sich. wenn man alles richtig und so schonend wie möglich gemacht hat, wird der fisch mit nassen händen vom haken befreit, ja nicht aus dem wasser genommen, ein wenig gestreichelt und wieder in die freiheit entlassen. in praktisch allen fällen schwimmt der fisch nicht in panik davon, sondern nimmt den fischer als teil seines lebens zur kenntnis und schwimmt gemächlich fort.

was ich damit meine ist, dass es darauf ankommt wie man den dingen im leben entgegentritt und welchen respekt man gegenüber anderen geschöpfen und der natur im allgemeinen aufbringt.

ups, jetzt laufe ich langsam gefahr ebenso missionarisch zu klingen wie apicius ;-)
wollte niemand langweilen.

gruss

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