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Christoph Wagner's Weblog
16.11.05 @ 00:56
Ach, Sartre!
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Gegen nichts, so liest man zumindest in Bernard-Henri Levys Sartre-Biografie, soll sich Jean-Paul Sartre so sehr verwehrt haben wie gegen die Vorstellung, dass Erkenntnis ein dem Essen und Trinken vergleichbarer Vorgang sei. Ich kann ihm da nicht recht beipflichten. Im Gegenteil: Ich finde, dass Essen und Trinken eine Form, ja vielleicht sogar der ins Diesseits gewandte Akt der Erkenntnis schlechthin ist.
48 Kommentare | Kommentar abgeben
PICCOLO, 17.11.05 @ 10:46
Ist SARTRE euch so peinlich geworden.....
...dass ihr euch bei der nonsense Deppenrunde mit den Ess- Stäbchen solange verzettelt. Gibt es nicht Paralellen zwischen der Einstellung Sartres und dem Ausdruck der Spitzenküche von heute?
Sind Koch - "Puristen" nicht auch ein Werk des gelebten Existenzialismus und grundfaule Säcke die ihre Leistungsminimalisierung auf Grund ihreres mangelnden Fachwissens geschickt verkaufen?
Na ja ich bin ja kein sehr gescheiter Mensch, daher frage ich die Herren Gedanken - Arithmetiiker halt so dumm... und hoffe dass es mir nicht übel genommen wird.
Warum sonst wünscht sich der allwissende Sultan zu wissen was SARTRE in unseren Köpfen noch ausmacht....???
Bussi!
Minimalist, 17.11.05 @ 06:25
@noapino
Sie haben natürlich recht.
Aber Oberaufsehersyteme sind nicht so einfach zu implementiern, weil sie Strafmechanismen und benötigen. Phils können ziemlich stur sein.
Die Lösung mit "lokaler Intelligenz": Die Stäbchen müssen kommunizieren und nicht nur rot anlaufen, sonder heiss werden können, wenn sie Deadlocksituationen vermeiden wollen.
Der Gag: das System organisiert sich selbst.
(durch "change propagation")
PICCOLO, 16.11.05 @ 23:12
Vier Philosophen?
Vier überhebliche Deppen mit mehrfach gespaltenen Persönlichkeiten. Irgendwann kommt einer drauf, daß zwei zuviel am Tisch sitzt die legt er um und dann er und sein Kumpel jeder zwei Stäbchen... :-))
Iss nich´ bös´ gemeint...
noapino, 16.11.05 @ 21:20
Deadlock
Doch noch ein nicht so ganz unernster Kommentar meinerseits:
Das Problem liegt in einem fatalen Detail des Verhaltens der Philosophen, das von Mr. Olive nicht ganz so deutlich herausgestrichen wurde.
Verspürt nämlich ein Philosoph Hunger so versucht er zunächst das links von ihm liegende Stäbchen zu bekommen. Ist das frei schnappt er sich's und und gibt es nicht wieder her bis er auch das Rechte ergreifen kann.
Falls nun aber durch unglückliche Umstände alle Philosophen gleichzeitig hungrig werden, nehmen sie die jeweils links von ihnen liegenen Stäbchen und warten dann bis der erste von Ihnen verhungert und ihm dabei das Stäbchen aus der dürren Hand gefallen ist....
Das tatsächliche Problem ist nun mit welcher identen (!!) Verhaltensstrategie, die Philosophen einen derartigen Deadlock verhindern könnten. Üblicherweise wird das durch einen Oberaufseher gelöst, der erkennt, wenn ein Deadlock droht und den Philosophen der zuletzt zugegriffen hat veranlasst das linke Stäbchen zurückzulegen.
Ich würde jedoch vorschlagen, man lässt eine Flasche Wein kreisen (das böte auch noch andere Vorteile) und nur jemand vor dem der Wein gerade nicht steht, darf nach dem linken Stäbchen auch noch versuchen, das rechte zu ergereifen.
Im Detail:
Wenn ich hungrig bin schaue ich ob ich das linke Stäbchen bekomme, hab ich das überprüfe ich, ob der Wein vor mir steht. Tut er das muss ich das linke Stäbchen zurücklegen und darf dafür einen Schluck aus der Flasche nehmen. Danach stelle ich die Flasche vor meinen linken Nachbardenker und kann nochmals versuchen, das linke Stäbchen zu erobern.
Solange nicht alle restlos betrunken sind, sollte das den Deadlock zuverlässig verhindern und danach wär's ihnen egal.
jamiesolive, 16.11.05 @ 18:51
@minimalist
deeply impressed, honestly humiliated and very hungry I m´going to leave this thread now and eat my humble-pie
with sophisticated regards
--- 04.09.18 @ 20:56
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