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SPEISING Open
27.06.11 @ 09:28
Gehen wir bald alle in den Knast?
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Eine schlechte Kritik für ein Nudelrestaurant hat für die Taiwanesin Liu-Ying-hui üble Konsequenzen: Sie entging nur knapp einer 30-tägigen Haftstrafe wegen Verleumdung, muss aber gut 4.800 Euro an das Restaurant bezahlen. Die zwei Jahre auf Bewährung kommen dann auch noch dazu.
Was hat sie verbrochen?
Sie hatte vor zwei Jahren in ihrem Blog geschrieben, das Essen des Nudelrestaurants sei "wirklich schlecht" und einfach "zu salzig". Der Besitzer sei ein "Tyrann" und sein Laden "unsauber mit Kakerlaken".
Für die Richter habe Liu damit "die Grenzen einer angemessenen Kritik überschritten".
Quelle: cte/AFP
Frage an die Community: Wo hört angemessene Kritik auf?
12 Kommentare | Kommentar abgeben
OberkllnerPatzig, 29.06.11 @ 12:09
Zur Zeit gibt es einen gewaltigen Trend dahingehend, die Genese eines Produkts zu durchleuchten und in die Bewertungen mit einfließen zu lassen. Das betrifft, bis jetzt, aber in erster Linie die Produktion und die Logistik. Der Verarbeiter bleibt da meist außen vor.
Es wäre natürlich spannend, auch die Betriebskultur eines Gastronomiebetriebs auf ethische Kriterien hin zu prüfen und in die Bewertung einfließen zu lassen. So nach dem Motto: Der Salat war lasch, dafür war der Chefkoch nett zu seinem Entremetier (sprich: Salodara) - daher 1plus.
Mir ginge das zu weit.
fine-swine, 29.06.11 @ 10:26
@ok patzig
dem ist zuzustimmen, man sollte das argument allerdings vom catering auf die gesamte gastronomie ausweiten, oder?
in etwa so: in einem wirtshaus darf es so verdreckt und tief zugehen wie nur - solange die gäste davon nix mitkriegen, ist alles bestens, zumindest für die betreiber.
oder hatten sie tatsächlich gemeint, dass es in diesem fall auch für die GÄSTE ok sei?
OberkllnerPatzig, 28.06.11 @ 08:31
@ cmling: Oh, im Singular noch nie gelesen!
@ paulstach: Naja, negative Berichterstattung kann einem Betrieb schon weh tun. Ihr Zugang scheint mir zu radikal, da müssten wir tatsächlich ausschließlich Lob hier auf SPEISING veröffentlichen.
@fineswine: Ich hatte eine Zeit lang im Partyservice gearbeitet, und wie es da hinter den Kulissen zugeht, ist echt tief. Aber solange die Gäste davon nichts mitbekommen, ist es, zumindest für die Gäste, ok.
cmling, 28.06.11 @ 00:41
Was verstehen Sie unter Kritik, paulstach?
De mortuis nil nisi bonum?
fine-swine, 27.06.11 @ 21:54
wo ist denn der prachtskäfer her?
leicht ein strobl?
zum thema möchte ich anmerken, dass zwischenmenschliche unzulänglichkeiten ganz genauso thema einer kritik sein sollten wie soche technischer oder hygienischer art - einfach aus dem grund, dass der gast ja auch ein gesamtpaket kauft, wenn er sich wo reinsetzt.
dieses gesamtpaket darf und soll gegenstand einer besprechung sein - sie darf auch ohne weiteres hart ausfallen, allerdings nur, wenn die faktenlage in ausgewogener, durchargumentierter form so geschildert wird, dass sie für den leser nachvollziehbar ist.
wenn in einer bude die kakerlaken das kommando übernommen haben, dann muss das so geschrieben werden können. anderseits sind mutwillig bösartige besprechungen natürlich zu ahnden wie jede andere form von geschäftsschädigung auch.
--- 04.09.18 @ 20:56
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