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SPEISING Open
04.01.10 @ 00:08
Da sperrt der Wirt.
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Wir lesen in Postings, dass ein Wirt, der versucht hat, seine Künste leistbar anzubieten, zusperrt. Wir werden leider von weiteren in Folge lesen.
Gleichzeitig ereilen uns Beschwerden, dass der Wein gelegentlich zu teuer sei - non appropriate.
Wir wollen schwelgen, genießen, freuen uns über handwerklich perfekte und gustatorisch sensationelle Gerichte, empfehlen die Wirten weiter, die diesen Spagat - Hohe Qualität zu niedrigen Preisen - versuchen, und bedauern dann, dass diese wieder zusperren.
Ist das gerecht? Womit soll ein Gastronom eigentlich verdienen dürfen? Oder: Womit soll er sparen dürfen?
44 Kommentare | Kommentar abgeben
walterkunz, 11.01.10 @ 11:33
Preis - Leistung
Man kann nach Zahlung von rund 25 Euro ein Lokal satt und recht zufrieden verlassen, und man kann nach Zahlung von 50 Euro und mehr ein Lokal ebenso satt verlassen und doch nicht wirklich glücklich sein. Mag sein, dass der Wirt von den 25 Euro einigermaßen gut leben kann, und mag sein, dass der Gastronom mit den 50 Euro Probleme hat, mit dem Betrieb zu überleben. Es ist sicherlich verdammt schwer, den Spagat zwischen Qualität und Preis zu schaffen, wenn es um ein Niveau geht, das über dem eines plebejischen Wirtshauses liegt.
Jeder Gast hat andere Vorstellungen und Erwartungen, Gusto und Ohrfeigen, eh schon wissen, auch die finanziellen Möglichkeiten spielen eine Rolle. Das viel zitierte Preis-Leistungs-Verhältnis ist jedenfalls eine recht subjektive Bezeichnung für den persönlichen Wohlfühlfaktor.
Auch wenn Dschungeltier bei der Einrichtung und der Quantität des Personals sparen würde, so bin ich überzeugt, dass er ein Mindestmaß an Qualität bei Ausstattung und Service als selbstverständlich ansieht.
dschungeltier, 10.01.10 @ 23:16
hast recht
der pilz war zu billig, leider jetzt gibts nur mehr billiges zeug zu hohen preisen im unteren mühlviertel.
und vikerl find ich fürs gebotene ziemlich günstig, aber billig ists natürlich nicht.
billig kann auch teuer sein, meistens zu teuer. da ess ich lieber butterbrot zu hause.
nachdem mein lieblingswirt zu ist, spielt die katz allein in dieser liga, hoffentlich noch lang.(von mir aus soll er seine preise um 10% erhöhen, er wär noch immer sagenhaft preiswert)
vom wein versteh ich nach wie vor nix, hauptsach er schmeckt mir. (der stoff bei unserem letzten besuch war aber schon sehr gut)
OberkllnerPatzig, 10.01.10 @ 17:36
Na komm, Dschungel ...
... so einfach kannst das Dir nicht machen.
Deine Hoftaverne - zu. Weil der Wirt damit so gut verdient hat?
Die Katze? - frag mal nach, wie die Aktien stehen.
Vikerl´s? Da verlangt der Wirt tatsächlich Geld für das Gebotene, anders könnte er den Level auch nicht halten.
Die Weine in der Katze sind fahrlässig günstig, deswegen verkauft er auch nicht mehr davon. Wer einen gewissen Wein will, zahlt auch 38,- statt 31,- Euro, das ist dann schon egal, scheints.
Gäste wie Du und ich, die lassen einen Wirten schon leben, schön leben sogar, aber die Mehrzahl der Gäste teilt sich halt ein Obigespritzt und verdrückt ein Schnitzerl dazu.
dschungeltier, 08.01.10 @ 16:52
sparen darf er
an der einrichtung, an der quantität des personals, an dingen die ich nicht schmecken kann, an chichi und unnötigem tand. was gut sein soll ist einfach das essen, und es gibt lokale die diesen spagat schaffen oder geschafft haben. unser seliger hausberger konnte es, mein pilz in der hoftaverne konnte es, die katze kanns, vikerl kanns. es geht, aber ich fürcht es wird immer schwerer. und es verlangt einsatz und liebe zum beruf des kochs, des wirten des gastgebers. ich könnts nicht und bewundere die, die mich preisgünstig glücklich machen.
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Das Weinlog --- 16.04. @ 10:11
Christoph Wagner's Weblog --- 04.02.06 @ 13:33