Home | Essen | Das Leitgeb (Fürstenfeld)

Das Leitgeb (Fürstenfeld)

Kritik verfassen

ausblendenSie müssen eingeloggt sein um diese Option zu nutzen. Falls Sie noch nicht Mitglied von SPEISING.NET sind, können Sie sich hier registrieren.

Was war das doch für ein glückhafter Sommerabend, damals in Sepp Schellhorns Pongauer "Seehof". Sollte man den Blick lieber zuerst auf den romantischen Goldegger See richten, oder standen da doch die herrlichsten Flusskrebserl der Welt und der mit Jakobsmuscheln gefüllte Saibling im Mittelpunkt, die uns der junge Küchenchef René Leitgeb servierte? Eine Wette hätte ich verspielt: Das war der Stoff, aus dem die Sterne sind. Kein Wunder, René Leitgeb hatte jahrelang mit Branchengrößen wie Eckart Witzigmann, Jörg Wörther und Roland Trettl zusammengearbeitet und war denen, zwar in ihren Fußstapfen, aber schon recht knapp auf den Fersen.

Ein halbes Jahr später war René Leitgeb aus dem Salzburger Land verschwunden. Der damals gerade 27jährige, hörte man, hätte ein "ganz normales Wirtshaus" in seiner Heimatgemeinde Fürstenfeld gepachtet. "Ein ganz normales Wirtshaus" ist "Das Leitgeb" auch ein Jahr später geblieben. Es liegt an einer recht befahrenen Kreuzung außerhalb der Altstadt, und René Leitgeb arbeitet — Stichwort: Wirtshaus-Restaurant — mit Fiebereifer an einem "Crossover" aus seiner großen kulinarischen Begabung und örtlichen Bedürfnissen wie billigem Mittagsmenü, Vereinsbällen, Hochzeiten und Leichenschmäusen. Von den Flusskrebsen und Jakobsmuscheln hat Leitgeb sich fürs erste einmal verabschiedet, dennoch spürt man an vielerlei "Glanzerln" in Ambiance und Speisekarte gastronomischen Ehrgeiz und kulinarische Souveränität.

Sehr klug hat René Leitgeb die Speisekarte in die Abteilungen "Tradition" und "Moderne" gegliedert, wobei die Tradition keineswegs bei Wiener Schnitzel und Backhenderl endet, sondern etwa auch Krautfleckerln mit gerösteten Kürbiskernen oder Hirschkalbsragout mit Briocheknödel einschließt. Die Moderne wagt sich hingegen bis zur Kürbis-Curryschaumsuppe mit Saibling oder Waldschweinrücken mit Fenchel und Dörrzwetschken vor. Wer weder Traditionalist noch Modernist, sondern einfach ein Genießer ist, der tut am besten daran, bei Herrn Leitgeb ein "Mundhappenmenü" zu bestellen, das 4 bis 8 Gänge umfasst, von denen jeder 7,50 Euro kostet.

Auf diese Weise kam ich, begleitet von überraschend guten lokalen Weinen, in den Genuss von zweierlei Kalbsbries mit Steinpilzen, gebratenem Wels mit Käferbohnen, Lachsforelle im Eierschwammerlsud, Risotto von Steinpilzen, geschmorten Schweinsbackerln auf Erdäpfelpüree und Rinderfilet mit Portweinkirschen und geräuchertem Schafkäse. Und wenn ich ganz ehrlich bin: Am Schluss war ich so satt und zufrieden, dass mir weder die Krebserl noch die Jakobsmuscheln noch der Goldeggersee gefehlt haben.

Christoph Wagner

5 Kritiken | Kritik verfassen

Speising sagt

sehr gut

empfohlen am 17.10.05 @ 18:15

Adresse

Ledergasse 15
8020 Fürstenfeld
Telefon: 0 33 82.530 39

Ruhetag(e): Mi
Küchenzeiten: 11.30-14.30, 17.30-21.30 Uhr; So 10-15; Betriebsferien: variabel
Menüpreis: €€

Inhaber: René Leitgeb
Küchenchef: René Leitgeb
Kreditkarten: Visa, Mastercard, Diners Club

www.dasleitgeb.at

Meine Optionen

Bewerten Sie "Das Leitgeb..."

ausblendenSie müssen eingeloggt sein um diese Option zu nutzen. Falls Sie noch nicht Mitglied von SPEISING.NET sind, können Sie sich hier registrieren.

beurteilenbewerten
Kritik verfassenKritik verfassen
merkenmerken
als Tipp mailenals Tipp mailen

 Neues Lokal empfehlen

SPEISING Suche
suchen!
Lokal finden
suchen!
Über uns | Sales | Kontakt | Impressum | Presse | Partner
JPETo™ Content Management System
design by
DMC
LUCULTA | Aus Freude am Genuss! www.luculta.com