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SPEISING Open
04.01.10 @ 00:08
Da sperrt der Wirt.
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Wir lesen in Postings, dass ein Wirt, der versucht hat, seine Künste leistbar anzubieten, zusperrt. Wir werden leider von weiteren in Folge lesen.
Gleichzeitig ereilen uns Beschwerden, dass der Wein gelegentlich zu teuer sei - non appropriate.
Wir wollen schwelgen, genießen, freuen uns über handwerklich perfekte und gustatorisch sensationelle Gerichte, empfehlen die Wirten weiter, die diesen Spagat - Hohe Qualität zu niedrigen Preisen - versuchen, und bedauern dann, dass diese wieder zusperren.
Ist das gerecht? Womit soll ein Gastronom eigentlich verdienen dürfen? Oder: Womit soll er sparen dürfen?
44 Kommentare | Kommentar abgeben
Gwendolin, 13.01.10 @ 15:51
Garnele dazu ? Trüfferl drüber?
TomCool, 13.01.10 @ 14:53
sehr clever, eamon
und zum Gedeck könnte der Wirt noch an 10er untern Brotteller legen, damit die Gäste ihn in guter Erinnerung behalten.
eamon2clever, 13.01.10 @ 01:19
die wirte sind selbst schuld
es ist eine philosophiefrage, ob ich den kunden als gast oder als zahler betrachte. Wenn ich einen literwein als schankwein nehme, diesen für 2,50 netto einkaufe & für 4,10 das glas verkaufe, d.h. nicht als 1/8 sondern als 1/10 per glas, habe ich den top deckungsbeitrag, aber in zeiten der krise bald den finger der gäste & das kapieren die wirte imo überhaupt nicht.
es ist auch egal, ob der wirt vom fahrenden händler den wein um 9,50 netto einkauft & der kunde findet den wein um 6,00 im ramschkorb im merkur oder soweit er das kann im metro, wo weiterhin die meisten gastronomen einkaufen.
Gutes beispiel dafür im vielgelobten stern - ich sehe nicht ein warum ich für ein glas scheibelhofer big john, das ist wohlgemerkt der papa nicht der sohn, 4,20 hinlegen soll, wo die flasche ab hof 9,90 kostet. Damit kann er die sauce der rindsrouladen ablöschen.
Nu die kerle kapieren es schlicht und ergreifend nicht. Runter mit den preisen für wein, semmerl zu den klassischen wiener speisen, wie gulasch, wurstsalat & würstel mit saft & die kunden sind wieder bereit mehr zu konsumieren
walterkunz, 12.01.10 @ 22:48
Betrachtungen
Bei den Getränken arbeiten die meisten Wirte mit unterschiedlichen Rohaufschlägen (Spannen) für die jeweiligen Produktgruppen (Wein, Bier, Schnaps, AF, Heißgetränke), um die Verkaufspreise festzulegen. Erfahrungsgemäß sind die Erlöse beim Verkauf von Getränken (erheblich) höher als bei der Abgabe von Speisen.
Die Spanne ist bei Spirituosen und Heißgetränken besonders hoch, es kann sich ja jeder ausrechnen, welcher Roherlös aus dem Verkauf eines Teebeutels (mit heißem Wasser!) oder einer Flasche Feuerwasser (rund 30 kleine Schnäpse) erzielt werden kann.
Ich betone Roherlös, denn aus diesem muss der Wirt einiges bestreiten: den Warenzukauf samt Hilfsstoffen, Umsatzsteuer und alle weiteren Abgaben, die Miete oder Pacht, den Lohn fürs Personal samt Lohnnebenkosten, Energiekosten, Instandhaltung, Betriebsversicherungen, Werbung, Steuer- und Rechtsberatung, und manches mehr. Und trotz allen Jammerns und Raunzens der Gastronomen, es muss dem Wirten schließlich noch ein Gewinn überbleiben, damit sich seine Arbeit lohnt und er die Bude nicht zusperrt.
Wie auch aus den letzten Forumsbeiträgen hervorgeht, ist bei uns in Österreich das Preisverhältnis zwischen Speisen und Getränken etwas hatschert. Ich habe keine Ahnung, wie man das ändern könnte. Wir müssen nur aufpassen, dass sich die Wirte das nicht so zu Herzen nehmen, dass sie die Speisenpreise auf internationales Niveau anheben und die Getränkepreise auf nationalem Niveau belassen. Zuzutrauen wäre das!
Was die lästigen Preise fürs Semmerl betrifft, die „besseren“ Lokale bei uns verrechnen das Gebäck pauschal mit dem Gedeck, so wie es in Italien in jedem einfachen Beisl geschieht, weil dort Brot als Beilage zu den meisten Hauptgerichten gegessen wird. Der Italiener tunkt den Saft mit Brot auf, der Österreicher mit dem Knödel, mit Reis oder Nockerln. In Italien wird das Hauptgericht zumeist ohne jede Beilage angeboten, während bei uns ein bis zwei Beilagen automatisch dabei sind und man bei Änderungswünschen fallweise Probleme hat (Aufpreis bei Beilagenänderung!).
Ich weiß auch in diesem Fall keine allgemein befriedigende Lösung. Wir müssen auch hier aufpassen, dass sich die Wirte das nicht so zu Herzen nehmen, dass auch in den kleinen Beisln ein Gedeck verrechnet wird, obwohl die wenigsten Österreicher - vom Gulasch abgesehen - das angebotene Gebäck konsumieren würden.
Hirn_mit_Ei, 12.01.10 @ 21:33
das hängt davon ab
ob der wirt die teebeutel zählt und so seine kellner kontrolliert oder ob es einen schankomaten gibt der automatisch das runterdrücken von heissem wasser erfasst.
--- 04.09.18 @ 20:56
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Tischgespräche --- 11.05.07 @ 11:48
Das Gastlog --- 04.09.06 @ 16:45
Das Weinlog --- 16.04. @ 10:11
Christoph Wagner's Weblog --- 04.02.06 @ 13:33